Stadt Ibbenbüren informiert über den geplanten Sandfang am Aasee
Beteiligungsmöglichkeiten für Teilnehmende und spielerische Gewässerentwicklung für Kinder
Ibbenbüren, 11. Mai 2026. Das Wasser fließt, die Böschung löst sich immer weiter auf, Sand und kleine Steine werden nach und nach mitgerissen. Doch was kann man dagegen tun? Mit dieser Frage haben sich kleine Gewässerexpertinnen und -experten bei einer Informations- und Beteiligungsveranstaltung zum geplanten Umbau des Sandfangs am Aasee am Freitagnachmittag beschäftigt.
Bevor die Jüngsten jedoch in die Tücken der Gewässerplanung eintauchen konnten, erhielten alle Interessierten zunächst einen Überblick über den aktuellen Planungsstand.
Monika Kaß, Fachdienstleiterin Stadtplanung bei der Stadt Ibbenbüren, stellte gemeinsam mit Annika Dalsass, Leiterin der städtischen Abteilung Grünplanung, Umweltschutz, Friedhofswesen, Luise Reiher, Umweltschutzbeauftragte der Stadt Ibbenbüren und Projektleitung, sowie Mario May von der Flick Ingenieurgemeinschaft vor, wie sich der Flusslauf der Aa im Einmündungsbereich zum Aasee durch das Projekt verändern wird. Natürliche Mäander sollen das Gelände nicht nur ökologisch aufwerten, sondern auch dazu beitragen, dass der von der Aa mitgeführte Sand nicht im Aasee landet.
Hierfür sind zwei Teilflächen vorgesehen: Eine Fläche soll vollständig der natürlichen Entwicklung überlassen werden. Auf der zweiten Fläche sollen Wege und Pfade entstehen, über die Bürgerinnen und Bürger den Fluss in seiner naturnahen Form erleben können.
Die Aa soll durch das Projekt nicht nur naturnäher gestaltet werden, sondern auch als Ort zum Entdecken dienen – und das nicht nur für Kinder. „Eure Ideen sind dabei besonders wichtig, denn ihr seid die Expertinnen und Experten von morgen“, betonte Monika Kaß.
Im Anschluss an die Einführung in den aktuellen Planungsstand konnten die Teilnehmenden ihre Ideen, Gedanken und Anregungen auf Tafeln festhalten und diese im Gespräch mit den Projektbeteiligten vertiefen. Währenddessen probierten sich die jüngsten Teilnehmenden bereits an den bereitgestellten Modellen aus.
Dabei wurde simuliert, wie stark ein ausschließlich geradlinig fließender Fluss Sedimente wie Sand und Steine mit sich führt, das Flussbett nach und nach ausspült und die Böschung untergräbt. Mit Steinen, Sand und weiteren Hilfsmitteln konnten die Kinder ausprobieren, welche Maßnahmen die Fließgeschwindigkeit verlangsamen können.
Die Stadt Ibbenbüren erhält für das Projekt eine Förderung im Rahmen des „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) – Ländliche Kommunen“. Über dieses Programm fördert das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Maßnahmen auf möglichst großen öffentlichen, nicht wirtschaftlich genutzten Flächen.
Mit dem „ANK“ soll der allgemeine Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich verbessert, ihre Klimaschutzleistung gestärkt und damit ein dauerhafter Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Das Aktionsprogramm schafft und nutzt dabei Synergien zwischen Klimaschutz und dem Erhalt der biologischen Vielfalt.
Weitere Informationen zum Projekt sind online verfügbar unter: www.ibbenbueren.de/sandfang.