Stadt investiert 620.000 Euro in Schmutzwasserpumpwerke
Anlagen An der Umfluth und an der Friedrichstraße werden fit für die Zukunft gemacht
Ibbenbüren, 16. Oktober 2026. Damit das Abwasser zuverlässig abgeleitet werden kann, modernisiert die Stadt Ibbenbüren die Schmutzwasserpumpwerke An der Umfluth und an der Friedrichstraße. Rund 620.000 Euro fließen in die Erneuerung der technischen Ausstattung und den Schutz der Bausubstanz. Künftig lassen sich beide Standorte zudem aus der Ferne überwachen und steuern. Die Arbeiten am Schmutzwasserpumpwerk An der Umfluth führt die Firma Laute Pumpwerksbau GmbH & Co. KG aus. Mit der Sanierung des Pumpwerks an der Friedrichstraße ist die Firma Alther Pumpen GmbH beauftragt.
Im Zuge der Sanierung werden die Pumpen und die elektrische Ausstattung erneuert. Zudem werden beide Anlagen an das zentrale Prozessleitsystem der Stadt angeschlossen. Dadurch lässt sich beispielsweise erkennen, ob die Technik ordnungsgemäß arbeitet oder eine Störung vorliegt. Probleme können so schneller erkannt und behoben werden.
Zusätzlicher Schutz für den Schacht An der Umfluth
Am Standort An der Umfluth muss auch die Bausubstanz besonders geschützt werden. Der Beton des vorhandenen Schachts ist durch aggressive Stoffe angegriffen worden, die bei der Zersetzung von Abwasser entstehen können.
Um weitere Schäden zu verhindern, wird ein Schacht aus glasfaserverstärktem Kunststoff in den bestehenden Betonschacht eingesetzt. Das Material ist widerstandsfähig gegenüber solchen Belastungen und schützt den Beton vor weiteren Schäden. So soll das Bauwerk länger erhalten bleiben und aufwendigen Reparaturen soll vorgebeugt werden.
Die Sanierung An der Umfluth kostet einschließlich der Planung rund 390.000 Euro. Für die Arbeiten an der Friedrichstraße sind rund 230.000 Euro vorgesehen.
Schrittweise Modernisierung der Abwasserentsorgung
Die beiden Vorhaben sind Teil einer umfassenden Modernisierung der städtischen Abwassertechnik. Von den insgesamt 21 Schmutzwasserpumpwerken im Stadtgebiet müssen noch sechs erneuert und an das zentrale Prozessleitsystem angeschlossen werden.
Solche Anlagen werden überall dort benötigt, wo das Abwasser nicht von selbst durch die Kanalisation abfließen kann. Sie sammeln das Schmutzwasser und pumpen es über Leitungen auf ein höheres Niveau, damit es anschließend weiter zur Kläranlage transportiert werden kann.
Die 21 Pumpwerke der Stadt Ibbenbüren leiten das Abwasser aus den verschiedenen Bereichen des Stadtgebiets zur zentralen Kläranlage in Püsselbüren. Sie unterscheiden sich deutlich in ihrer Größe und der Zahl der angeschlossenen Einwohnerinnen und Einwohner.
Mit der Modernisierung stärkt die Stadt Ibbenbüren die langfristige Leistungsfähigkeit ihrer Abwasserinfrastruktur und schafft die Voraussetzungen für einen effizienteren Anlagenbetrieb.
Die Fertigstellung und vollständige Inbetriebnahme beider Anlagen einschließlich der Einbindung in das städtische Prozessleitsystem ist noch für dieses Jahr vorgesehen.