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Datum: 23.07.2026

Projekttage am Johannes-Kepler-Gymnasium

Schülerinnen und Schüler schaffen Lebensräume für Wildbienen und andere Tiere

20260722 - Projekttage am Johannes-Kepler-Gymnasium
Im Rahmen der Projekttage legten Schülerinnen und Schüler des Johannes-Kepler Gymnasiums ein Sandarium und eine Benjeshecke an. Die geschaffenen Lebensräume bleiben dauerhaft Bestandteil des Schulgeländes. (Foto: Johannes-Kepler-Gymnasium)

Ibbenbüren, 23. Juli 2026. „Bewusstsein und Wirkung: Erleben und gestalten“: Das war das Motto der Projekttage, die vor Kurzem am Johannes-Kepler-Gymnasium stattgefunden haben. Organisiert von der Schülervertretung (SV) setzten sich die Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Projekten mit gesellschaftlichen, ökologischen und kreativen Themen auseinander. Das Besondere dabei: Neben den Lehrkräften gestalteten auch Schülerinnen und Schüler als Expertinnen und Experten eigene Projektangebote.

Die Stadt Ibbenbüren unterstützte durch ihre Umweltschutzbeauftragte Luise Reiher zwei Projekte, bei denen nachhaltiger Naturschutz unmittelbar auf dem Schulgelände umgesetzt wurde. Gemeinsam legten die Teilnehmenden ein Sandarium sowie eine Benjeshecke an und schufen damit wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tierarten.

Die Planung, Organisation und Finanzierung der benötigten Materialien übernahm die Stadt Ibbenbüren. So wurden unter anderem Totholz aus städtischen Schnittmaßnahmen, Steine, Lehmsand sowie heimische Stauden zur Verfügung gestellt. Das Sandarium entstand in zwei großen Pflanzkübeln, die der städtische Bauhof entsprechend vorbereitet hatte. Die praktische Umsetzung übernahmen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den betreuenden Lehrkräften Anne Schlee, Christoph Böwer, Astrid Siebel und Birgit Gruber.

Ein Sandarium ist eine offene Sandfläche, die insbesondere bodennistenden Wildbienen als Nistplatz dient. Ergänzt durch Totholzelemente und heimische Stauden entstehen wertvolle Strukturen, die auch weiteren Insekten zugutekommen. Die Benjeshecke, die aus aufgeschichteten Ästen und Totholz besteht, bietet zahlreichen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Schutz, Nahrung und Rückzugsräume. Gleichzeitig wird Totholz sinnvoll weiterverwendet und erhält eine neue ökologische Funktion.

20260722 - Projekttage am Johannes-Kepler-Gymnasium
Im Rahmen der Projekttage legten Schülerinnen und Schüler des Johannes-Kepler Gymnasiums ein Sandarium und eine Benjeshecke an. Die geschaffenen Lebensräume bleiben dauerhaft Bestandteil des Schulgeländes. (Foto: Johannes-Kepler-Gymnasium)

„Naturschutz beginnt oft mit kleinen Maßnahmen, die eine große Wirkung entfalten können. Mit dem Sandarium und der Benjeshecke schaffen die Schülerinnen und Schüler dauerhaft wertvolle Lebensräume und erleben gleichzeitig ganz praktisch, wie Biodiversität gefördert werden kann. Solche Projekte machen Natur unmittelbar erfahrbar und zeigen, dass jeder einen Beitrag zum Artenschutz leisten kann“, sagt Luise Reiher, Umweltschutzbeauftragte der Stadt Ibbenbüren.

Die neu angelegten Flächen bleiben dauerhaft Bestandteil des Schulgeländes und entwickeln sich zu lebendigen Lernorten. Die Schülerinnen und Schüler können in den kommenden Monaten und Jahren beobachten, wie Wildbienen, Vögel und viele weitere Tierarten die geschaffenen Lebensräume annehmen. So verbindet das Projekt praktischen Naturschutz mit nachhaltiger Umweltbildung und macht Biodiversität direkt vor der eigenen Klassentür erlebbar.

Neben den beiden Umweltprojekten boten die Projekttage zahlreiche weitere Angebote – unter anderem zu den Themen bewusstes Kochen und Essen, Demokratietheater, Papier schöpfen, Glück, Stressbewältigung, Nachhaltigkeit sowie kreatives Gestalten. Die gesamte Schulgemeinschaft beteiligte sich an den Projekttagen und setzte damit ein gemeinsames Zeichen für gesellschaftliches Engagement und nachhaltiges Handeln.