Warum kommunale Vorsorge mehr ist als eine Frage der Wirtschaftlichkeit
Warum kommunale Vorsorge mehr ist als eine Frage der Wirtschaftlichkeit
Tag der Daseinsvorsorge: Der BIBB blickt zurück auf die Wintersaison
Ibbenbüren, 23. Juni 2026. Am heutigen 23. Juni wird bundesweit der Tag der Daseinsvorsorge begangen. Der Aktionstag macht auf Leistungen aufmerksam, die für das tägliche Leben unverzichtbar sind und häufig erst dann wahrgenommen werden, wenn sie nicht mehr funktionieren. Für den Ibbenbürener Bau- und Servicebetrieb (BIBB) ist dieser Tag Anlass, auf die Bedeutung kommunaler Aufgaben hinzuweisen, die täglich zur Sicherheit, Mobilität und Lebensqualität in Ibbenbüren beitragen.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Unternehmen sind entscheidend für das tägliche Leben in Ibbenbüren. Sie halten unsere Stadt jeden Tag am Laufen, oft im Hintergrund, aber immer unverzichtbar“, sagt Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer zum Tag der Daseinsvorsorge.
Diese Aussage beschreibt auch die Arbeit des BIBB. Ob Winterdienst, Straßenunterhaltung, Verkehrssicherung oder die Unterstützung bei außergewöhnlichen Wetterlagen – viele Aufgaben werden von den Bürgerinnen und Bürgern als selbstverständlich wahrgenommen. „Tatsächlich stehen dahinter engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die oftmals außerhalb regulärer Arbeitszeiten dafür sorgen, dass die öffentliche Infrastruktur funktioniert und Gefahren für die Allgemeinheit minimiert werden“, betont Maximilian Heile, Leiter des BIBB.
Wie wichtig diese Aufgaben sind, zeigte insbesondere der Winter 2025/2026. Über einen langen Zeitraum hinweg befand sich der Winterdienst nahezu im Dauereinsatz. Insgesamt wurden in der Wintersaison rund 4700 Arbeitsstunden geleistet, davon knapp 2300 Überstunden. Die Einsatzkräfte betreuten rund 120 Kilometer Fahrbahnen sowie 65 Kilometer Radwege. Hinzu kamen Gehwege, Plätze, Treppenanlagen und zahlreiche weitere Bereiche im gesamten Stadtgebiet.
Dabei wurden rund 700 Tonnen Streusalz, 127 Tonnen Sole sowie 134 Tonnen Eifellava eingesetzt. Zusätzlich räumte der BIBB Straßen, die nicht zum regulären Winterdienstnetz gehören, um wichtige Verkehrsverbindungen für Müllabfuhr, Feuerwehr und Rettungsdienste aufrechtzuerhalten.
Die Erfahrungen des vergangenen Winters, aber auch die jüngsten Starkregenereignisse mit lokalen Überschwemmungen, haben gezeigt, wie wichtig eine verlässliche Vorsorge für außergewöhnliche Wetterlagen ist. Heile betont: „Auf außergewöhnliche Wetterlagen müssen wir kurzfristig reagieren können. Daher ist es so entscheidend, dass wir voll einsatzfähig bleiben.“ Nur so können die Aufgaben gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern erfüllt werden.
Gerade in solchen Lagen zeigt sich, dass die Aufgaben und Rahmenbedingungen anderen Maßstäben folgen als sie in wirtschaftlich geprägten Strukturen üblich sind. Im Mittelpunkt steht nicht die Optimierung unter normalen Bedingungen, sondern die jederzeitige Einsatzbereitschaft zur Erfüllung der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.
Der Tag der Daseinsvorsorge erinnert daran, dass viele kommunale Leistungen im Hintergrund erbracht werden. Die Arbeit des BIBB sorgt Tag für Tag dafür, dass Straßen befahrbar bleiben, Infrastruktur funktioniert und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden kann – oft unbemerkt, aber unverzichtbar.