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Datum: 17.06.2026

Zeit des Nestbaus für Bienen, Wespen und Hornissen

Umsiedlung ist nicht das erste Mittel der Wahl

Wespennest Wespe
Bild von Thomas Mühl auf Pixabay

Ibbenbüren, 17. Juni 2026. Mit steigenden Temperaturen beginnt wieder die Zeit des Nestbaus von Bienen, Wespen und Hornissen. Während kleine Nester im Frühjahr meist noch unproblematisch sind, steigt im Sommer häufig der Beratungsbedarf – insbesondere dann, wenn sich die Tiere in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern, Terrassen oder Eingängen ansiedeln.

Grundsätzlich gilt: Alle wildlebenden Tiere stehen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Sie dürfen nicht ohne vernünftigen Grund gestört, verletzt oder getötet werden. Eine Entfernung von Nestern sollte daher immer nur im Ausnahmefall erfolgen. Oft ist ein Zusammenleben bis zum Herbst möglich, denn die Völker sterben spätestens im Winter ab. Die verlassenen Nester werden im Folgejahr in der Regel nicht erneut besiedelt.

Besonders geschützt sind unter anderem:

  • heimische Hornissen,
  • alle Hummelarten sowie
  • sämtliche Wildbienenarten.

Soll ein Nest dieser Arten umgesiedelt oder entfernt werden, ist eine artenschutzrechtliche Befreiung durch die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt erforderlich. Eine Genehmigung wird nur in begründeten Ausnahmefällen erteilt. Die Durchführung darf ausschließlich durch entsprechend zertifizierte Fachpersonen erfolgen.

Nicht besonders geschützt sind dagegen:

  • die Deutsche Wespe,
  • die Gemeine Wespe sowie
  • die Asiatische Hornisse.

Bei diesen Arten ist für eine begründete Entfernung keine Genehmigung des Kreises oder der Stadt erforderlich. Betroffene können sich direkt an sachkundige Personen oder Fachfirmen wenden. Eine Übersicht entsprechender Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stellt der Kreis Steinfurt online zur Verfügung (www.kreis-steinfurt.de/hornissen). Dort finden Interessierte auch weitere Informationen wie Hilfe bei der Artbestimmung oder den Antrag zur Umsiedlung / Beseitigung geschützter Hornissen, Hummeln oder Wildbienen.

Funde der Asiatischen Hornisse können zudem über das Neobiota-Portal des Landes NRW gemeldet werden: https://neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de/neobiota/de/fundpunkte/webformular.

Handelt es sich um Honigbienen, liegt häufig ein herrenloser Bienenschwarm vor. Diese Tiere werden in der Regel von örtlichen Imkerinnen und Imkern eingefangen und umgesetzt. Kontakt: https://imkerverein-ibbenbueren.de/.

In den meisten Fällen ist Abwarten die beste Lösung: Da die Nester im Winter verlassen sind, können sie anschließend problemlos und ohne besondere Genehmigung entfernt werden.