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Datum: 29.05.2026

Nachhaltiger Sonnenstrom mit Mehrwert für die Bürgerschaft

Stadtwerke Tecklenburger Land haben im Auftrag der Stadt Ibbenbüren eine Freiflächen-PV-Anlage für Abwasser-Pumpstation realisiert

20260529 - Nachhaltiger Sonnenstrom mit Mehrwert für die Bürgerschaft
Seit wenigen Wochen liefert die Freiflächen-PV-Anlage Strom für die Pumpstation Bockraden. Darüber freuen sich Ibbenbürens Baudezernent Uwe Manteuffel (3.v.l.), Klimaschutzmanagerin Nadine Dirksmeyer, Ingo Althaus (r.) und seine Kollege Steffen Merschmeyer (Stadtentwässerung) sowie die Ingenieure der Stadtwerke Tecklenburger Land Kai Watermeyer (2.v.l.) und Lukas Püttmann. (Foto: Stadtwerke Tecklenburger Land)

Ibbenbüren, 29. Mai 2026. Seit diesem Frühjahr stammt ein erheblicher Anteil des Stroms für den Betrieb der Abwasser-Pumpstation in Ibbenbüren-Bockraden aus der Sonne. Im Auftrag der Stadt Ibbenbüren haben die Stadtwerke Tecklenburger Land eine Photovoltaik-Anlage zur Stromversorgung der Pumpstation realisiert. Die kombinierte Anlage aus Freiflächen- und Dachinstallation soll rund ein Viertel des jährlichen Stromverbrauchs der Pumpstation am Strootbachweg liefern. Am 31. März ist sie in Betrieb gegangen. Mit der Investition leistet die Stadt nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz. „Ein niedriger Stromverbrauch im Abwasserwesen ist auch für die Gebührenkalkulation relevant und liefert einen Mehrwert für die gesamte Bürgerschaft“, bringt es Baudezernent Uwe Manteuffel auf den Punkt.

Gebaut wurde die Anlage auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage am Strootbachweg. Dort wird das Abwasser zunächst vorgefiltert und weiter zur zentralen städtischen Kläranlage nach Püsselbüren gepumpt. Der Strombedarf ist mit rund 200.000 Kilowattstunden pro Jahr entsprechend hoch.

246 Module als Freifläche und Dach-Anlage

Insgesamt 246 Module gehören zur Photovoltaik-Anlage, davon 216 in der Freifläche, 30 als Dach-Anlage. Zusammen werden sie voraussichtlich 98.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Knapp die Hälfte davon steht für den Eigenverbrauch der Pumpstation zur Verfügung. Überschüssigen Strom gibt die Stadt Ibbenbüren in die Direktvermarktung. „Diese PV-Anlage ist eine der Maßnahmen, um möglichst viel regenerative Energien im Abwasserwesen zu nutzen“, erläutert Uwe Manteuffel. So plant die Stadt auch den Bau einer Windkraftanlage an der Kläranlage Püsselbüren.

Projektierung und Bauüberwachung

Im Auftrag der Stadt Ibbenbüren haben die Stadtwerke Tecklenburger Land die Projektierung und Bauüberwachung für die gesamte Anlage übernommen. Neben der Planungsleistung und Ausschreibung wurden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens umfangreiche Themen vom Artenschutz bis zum Baugrundgutachten abgearbeitet.

Vorhandene Flächen und Infrastruktur

Für die Stadt Ibbenbüren ist es ein Glücksfall, dass die PV-Anlage an der Pumpstation Bockraden auf vorhandener Infrastruktur gebaut werden konnte. „Weil wir das Gelände der ehemaligen Kläranlage nutzen konnten, mussten keine landwirtschaftlichen Flächen verbraucht werden“, betont Klimaschutzmanagerin Nadine Dirksmeyer. Einen Beitrag zur Artenvielfalt dürfte in Zukunft die Fläche zwischen den Modulen leisten. Dort wird in Kürze ein spezielles Regio-Saatgut mit einer Vielzahl an einheimischen Pflanzen und Gräsern ausgesät.

Quelle: Stadtwerke Tecklenburger Land