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Datum: 29.05.2026

#krisenfeST: Erhöhte Gefahr für Starkregen und Hochwasser in den Sommermonaten

energieland2050 e.V. informiert über Schutzmaßnahmen für das eigene Zuhause

Kreis Steinfurt, 29. Mai 2026. Immer wieder und häufig im Sommer sind Regionen in Deutschland von starkem Regen und Hochwasser betroffen. In Erinnerung geblieben ist das Hochwasser im Ahrtal – nur rund 250 Kilometer vom Kreis Steinfurt entfernt. Im Juli 2021 stieg das Wasser der Ahr in Folge von Starkregen in kürzester Zeit an. Es überflutete Straßen, zerstörte Wohnhäuser und forderte mehr als 180 Todesopfer. Das tragische Ereignis zeigt, dass von Starkregen und Hochwasser auch hier in der Region eine große Gefahr für Menschen, Natur, Gebäude und Infrastruktur ausgeht, die nicht unterschätzt werden darf. Durch den Klimawandel und seine Folgen wie Hitzephasen und Trockenperioden steigt die Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterlagen auch im Kreis Steinfurt an.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, mit denen die Folgen von Starkregen begrenzt werden können. Dazu zählt etwa die Begrünung von Flächen, Dächern und Fassaden. Beete und Pflanzen nehmen Regenwasser besser auf als gepflasterte, versiegelte Flächen. Sie speichern Wasser und lassen es versickern, kühlen die Umgebung und können vor Überschwemmungen schützen. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sollten sich über das individuelle Starkregen-Gefährdungspotenzial ihrer Immobilie informieren und anschließend Schutzmaßnahmen umsetzen. Dazu zählen etwa die Installation und regelmäßige Wartung von Rückstausicherungen oder die Prüfung der Kellerdichtungen. Die HochwasserApp des Landes NRW (www.hochwasser-app.nrw) ermöglicht eine Gefahreneinschätzung für Grundstücke. Eine umfangreiche Checkliste sowie viele weitere Informationen und Vorsorgemaßnahmen für Privatpersonen stellt der energieland2050 e.V. online unter www.energieland2050.de/klimafolgenanpassung/ zur Verfügung.

Kündigt sich ein Extremwetterereignis an, bieten die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und Warn-Apps wie NINA oder KATWARN ortsbezogene Warnungen und Informationen zu aktuellen Entwicklungen. Kommt es zu einem Starkregen, bei dem in kurzer Zeit große Regenmengen fallen, ist es Zuhause und im Freien wichtig, einige Hinweise zu beachten: Wenn genügend Zeit bleibt, sollten Sandsäcke oder Bretter vor Hauseingängen und Türen platziert werden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Soweit möglich, sind wichtige Unterlagen und Elektrogeräte in höhere Etagen zu bringen. Dringt Wasser in das Haus ein, ist es wichtig, die Stromversorgung zu unterbrechen – beispielsweise durch Ausschalten des Hauptschalters. Auf keinen Fall darf in einem solchen Fall der Keller betreten werden – dabei besteht Lebensgefahr! Der Grund dafür ist, dass bei schnell eindringendem Wasser die Kellertür durch den steigenden Wasserstand oft innerhalb kurzer Zeit nicht mehr zu öffnen ist.

Außerhalb eines sicheren Raumes gilt es bei Starkregen und/oder Hochwasser, möglichst höhere Lagen zu erreichen und sich in Sicherheit zu bringen. Tiefgaragen, Tunnel oder tiefergelegte Orte sind unbedingt zu meiden, ebenso wie Uferbereiche. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten bei Starkregen nicht durch Wassersenken fahren – dabei besteht ein hohes Risiko für Kontrollverlust oder Beschädigungen am Fahrzeug.

Und danach? Nach einem Überflutungsereignis herrscht oft Chaos und Unsicherheit bei den Betroffenen. Hilfe aus der Familie, dem Freundeskreis oder der Nachbarschaft ist oft eine wertvolle Unterstützung beim Aufräumen und im Umgang mit der Situation. Doch nach einem Hochwasser ist Vorsicht geboten: Im Müll und Gerümpel können Giftstoffe oder gefährliche Gegenstände stecken. Handschuhe, Gummistiefel und Schutzkleidung schützen vor Verletzungen und machen ein sicheres Aufräumen möglich.

Zum Hintergrund: Mit der Kampagne "#krisenfeST – Hier lebt’s sich gut & sicher." informiert der Kreis Steinfurt über verschiedene Schwerpunkte des Bevölkerungsschutzes und wichtige Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge. In regelmäßigen Pressemitteilungen und Instagram-Beiträgen werden verschiedene Themen aufgegriffen – von Hinweisen zu Notfallgepäck und Warnsystemen bis hin zu wichtigen Telefonnummern und Anlaufstellen im Kreis Steinfurt.

Quelle: Kreis Steinfurt