Ibbenbüren wird weltweiter „Mayors for Peace“-Initiative beitreten
Antrag von Schülerinnen und Schülern der Erna-de-Vries-Gesamtschule
Ibbenbüren, 19. Mai 2026. Der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki kostete Hunderttausende Menschen das Leben, verursachte eine bis dahin unvorstellbare Zerstörung und belastet die Bevölkerung bis heute durch schwerwiegende Spätfolgen. Mit dem Thema Atomwaffen hat sich der Geschichtskurs der Q2 der Erna-de-Vries-Gesamtschule in Ibbenbüren intensiv beschäftigt – und damit nun auch die Ibbenbürener Politik erreicht.
Auf Antrag der Schülerinnen und Schüler hat sich der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Stadt Ibbenbüren der weltweiten Initiative „Mayors for Peace“ beitritt. Zwei Schülerinnen stellten den Antrag persönlich in der Sitzung auf Hof Bögel Windmeyer vor.
Im Rahmen ihres Geschichtskurses waren die Schülerinnen und Schüler auf die internationale Initiative aufmerksam geworden, die 1982 vom damaligen Bürgermeister der Stadt Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet wurde. „Mayors for Peace“ setzt sich weltweit für Friedensarbeit und insbesondere für atomare Abrüstung ein. Inzwischen gehören dem Netzwerk mehr als 8000 Städte und Gemeinden aus über 160 Ländern an, darunter rund 900 Kommunen in Deutschland.
Mit ihrem Wunsch, dass auch Ibbenbüren dem Bündnis beitritt und damit ein symbolisches Zeichen für Frieden und atomare Abrüstung setzt, wandten sich die Schülerinnen und Schüler an Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. Angesichts von Kriegen, auslaufenden Abrüstungsverträgen und einer zunehmend angespannten Weltlage sei „internationale Sicherheit keine Selbstverständlichkeit mehr“, betonten sie bei ihrem Besuch im Rathaus. „Umso wichtiger ist es, dass Städte Verantwortung übernehmen und sich klar für Frieden und Abrüstung einsetzen.“
„Es ist toll zu sehen, dass ihr euch mit solchen Themen beschäftigt und daraus konkrete Wünsche für eure Stadt und eure Zukunft ableitet“, sagte Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. Auch im Ausschuss wurde das Engagement der Schülerinnen und Schüler ausdrücklich gelobt.