Norddeutscher Querflötentag in Lübeck
Ibbenbürener Querflötistinnen begeistern
Ibbenbüren, 15. Oktober 2026. Von der winzigen Piccoloflöte bis zur imposanten Kontrabassquerflöte: Beim Norddeutschen Querflötentag in Lübeck drehte sich alles um die faszinierende Klangwelt eines einzigen Instruments. Mittendrin waren fünf junge Musikerinnen der Städtischen Musikschule Ibbenbüren · Hörstel, die nicht nur wertvolle Erfahrungen sammelten, sondern auch musikalisch auf sich aufmerksam machten.
Alle zwei Jahre wird Lübeck zum Treffpunkt für Querflötenbegeisterte aus ganz Norddeutschland. Im Oktober war es wieder so weit: Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Kristina Nockemann machten sich fünf Schülerinnen der Städtischen Musikschule Ibbenbüren · Hörstel auf den Weg in die Hansestadt, um einen Tag voller Musik, Begegnungen und neuer Inspirationen zu erleben.
In den neuen Räumlichkeiten der Musikhochschule Lübeck, unmittelbar neben dem berühmten Holstentor, erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm. Neben intensivem Instrumentalunterricht bei Professorin Angela Firkins und weiteren Dozenten der Musikhochschule standen Workshops zu Improvisation, mentaler Gesundheit und kreativen Übemethoden auf dem Programm. Dabei ging es nicht nur um musikalische Fertigkeiten, sondern auch um die Frage, wie sich die Freude am Musizieren langfristig erhalten und weiterentwickeln lässt.
Ein besonderes Erfolgserlebnis gab es für das mitgereiste Querflötentrio aus Ibbenbüren. Die drei jungen Musikerinnen konnten mit ihrem vorbereiteten Repertoire bei Professorin Angela Firkins einen so überzeugenden Eindruck hinterlassen, dass diese kurzerhand ihre Stücke in die musikalische Abschlusspräsentation aufnahm. Eine bemerkenswerte Anerkennung für die intensive musikalische Arbeit der Schülerinnen und ihrer Lehrerin Kristina Nockemann.
Den wohl eindrucksvollsten Moment des Tages bildete das große Querflötenorchester. Mehr als 40 Flötistinnen und Flötisten unterschiedlichsten Alters kamen zusammen, um unter der Leitung von Nina Buchholz zwei berühmte Sätze aus Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite einzustudieren und aufzuführen.
Die zarte, atmosphärische „Morgenstimmung“ und das temperamentvolle „In der Halle des Bergkönigs“ entfalteten in dieser außergewöhnlichen Besetzung eine ganz eigene Klangwirkung. Besonders faszinierend war dabei die enorme Bandbreite der Instrumente: Von der tief klingenden, imposanten Kontrabassquerflöte bis hin zur kleinen, hellen Piccoloflöte war die gesamte Querflötenfamilie vertreten.
Ein solches Orchester ist selbst für erfahrene Musikerinnen und Musiker keine alltägliche Erfahrung. Für die jungen Ibbenbürenerinnen bot sich damit die seltene Gelegenheit, Teil eines großen Klangkörpers zu sein, dessen musikalische Vielfalt ausschließlich aus den unterschiedlichen Bauformen und Klangfarben der Querflöte entsteht.
Für die fünf Schülerinnen war die Reise nach Lübeck weit mehr als ein gewöhnlicher Ausflug. Der Austausch mit anderen jungen Musikerinnen und Musikern, die Begegnung mit Hochschuldozenten und das gemeinsame Musizieren eröffneten neue Perspektiven und gaben zahlreiche Anregungen für die eigene musikalische Entwicklung.
Zugleich zeigte der Querflötentag eindrucksvoll, welche Möglichkeiten sich jungen Menschen eröffnen, wenn musikalische Ausbildung, persönliche Begeisterung und gemeinschaftliches Musizieren zusammenkommen.
Mit vielen neuen Eindrücken, frischen Ideen und einer gehörigen Portion musikalischer Motivation im Gepäck kehrten die fünf Querflötistinnen nach Ibbenbüren zurück. Eines steht für sie bereits fest: Beim nächsten Norddeutschen Querflötentag möchten sie nach Möglichkeit wieder dabei sein.
Quelle: Städtische Musikschule Ibbenbüren - Hörstel