Drei Konzertabende, viele musikalische Facetten
„Teachers in Concert“ bildet den Höhepunkt einer abwechslungsreichen Konzertwoche der Musikschule
Ibbenbüren, 14. Oktober 2026. Drei Konzerte innerhalb weniger Tage haben im Saal der Städtischen Musikschule Ibbenbüren · Hörstel die ganze Bandbreite musikalischer Arbeit gezeigt. Das Erwachsenenkonzert, „Teachers in Concert“ und das Fachbereichskonzert der Streicher waren gut besucht und überzeugten mit einer ebenso konzentrierten wie herzlichen Atmosphäre.
Beim Erwachsenenkonzert präsentierten sich erwachsene Schülerinnen und Schüler solistisch und in unterschiedlichen Ensembles. Das stilistisch breit gefächerte Programm zeigte eindrucksvoll, dass aktives Musizieren keine Frage des Alters ist. Für einige Mitwirkende bedeutete der Abend zugleich die erste Begegnung mit einer Konzertbühne. Die damit verbundene Nervosität gehörte dazu – die Bühnenpremieren wurden jedoch mit viel Konzentration und sichtbarer Freude überzeugend gemeistert.
Den besonderen Mittelpunkt der Konzerttage bildete das Lehrerkonzert „Teachers in Concert“. Dabei war bis kurz vor Beginn einiges an Flexibilität gefragt: Krankheit und andere Umstände hatten kurzfristige Änderungen im ursprünglich geplanten Programm notwendig gemacht. Musikschulleiter Michael Biewald dankte deshalb besonders den Kolleginnen und Kollegen, die spontan eingesprungen waren und damit dazu beitrugen, dass sich dem Publikum dennoch ein rundes und hochwertiges Konzert präsentieren konnte.
Den Auftakt gestalteten Viktoria Feldkötter und Johannes Freiburg am Klavier mit Beethovens Sonate zu vier Händen in D-Dur. Anschließend präsentierte Bela Berkemer-Makharadze auf der Violine Aleksandre Machavarianis „Doluri“. Mit Ivan Maltsev an der Trompete und Johannes Freiburg am Klavier folgten Variationen von J. B. Arban über ein Thema aus Bellinis Oper „Norma“.
Kurzfristig als vierter Beitrag in das Programm aufgenommen wurde Johnny Greens Jazzballade „Body and Soul“. Dorine Popken am Klavier, Maximilian Kühnel am Kontrabass und Heidi Große Vorspohl am Saxophon sorgten damit für einen ruhigeren, kammermusikalischen Jazzmoment.
Mit Olga Durst, begleitet von Viktoria Feldkötter, führte das Programm anschließend in die Popmusik, bevor Kristina Nockemann mit Piazzollas „Tango Etude No. 3“ auf der Querflöte erneut eine ganz andere Klangfarbe setzte.
Besondere Akzente folgten in der zweiten Hälfte: Ali Alyousef präsentierte auf der Gitarre sein dreiteiliges „Triptychon“ mit orientalisch geprägten Klängen und unterschiedlichen Stimmungen der Gitarre. Mit Silke Büscherhoff an der Marimba und Michael Biewald an Drums und Percussion wurde es bei Matthias Schmitts „Ghanaia“ anschließend deutlich rhythmischer.
Den Abschluss übernahm die t.jazz Jazzcombo mit Heike Decke-Stallmeyer, Heidi Große Vorspohl, Dorine Popken, Michael Lückemeier, Fritze Winnacker und Michael Biewald. Das Ensemble setzte einen ausgedehnten und stimmungsvollen jazzigen Schlusspunkt unter einen Abend, der von Klassik über Pop und internationale Klangfarben bis zum Jazz reichte.
Gerade diese stilistische Vielfalt und das trotz kurzfristiger Änderungen selbstverständlich wirkende Zusammenspiel machten den besonderen Reiz des Lehrerkonzerts aus. Die Lehrkräfte zeigten sich dabei nicht nur als Musikpädagoginnen und Musikpädagogen, sondern vor allem als aktive Musikerinnen und Musiker mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Handschriften.
Den Abschluss der Konzerttage bildete das Fachbereichskonzert der Streicher. Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass standen diesmal im Mittelpunkt. Solistische Beiträge wechselten sich mit Duos und größeren Besetzungen ab und machten die große Bandbreite des Streicherbereichs hörbar. Jüngere Schülerinnen und Schüler standen dabei ebenso selbstverständlich auf der Bühne wie bereits weit fortgeschrittene Jugendliche.
Ein besonderer Dank gilt dem begeisterten Publikum, das alle drei Konzerte mit großer Aufmerksamkeit und viel Applaus begleitete. Dieser Rückhalt ist für die Menschen auf der Bühne von besonderem Wert – ob klein oder groß, jung oder alt, bei der ersten Bühnenpremiere oder nach vielen Jahren Konzerterfahrung.
Quelle: Städtische Musikschule Ibbenbüren - Hörstel