Delegation aus Ifrane zu Gast in Ibbenbüren
Gespräche über Gemeinsamkeiten mit der marokkanischen Stadt
Ibbenbüren, 10. September 2026. Auf Einladung des Vereins Deutsch-Marokkanische Freundschaft e. V. war eine Delegation aus der marokkanischen Stadt Ifrane zu Gast in Ibbenbüren. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein Austausch mit Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer über die beiden Städte, ihre Besonderheiten und gemeinsame Herausforderungen.
Zur Delegation gehörten Bürgermeister Abdessalam Lahrar, Dr. Abdelkarim Marzouk (Dekan an der Al Akhawayn-Universität in Ifrane), Chahrazade Jait und Zouhair Chenaffi als Übersetzer und Vertreter der Renaissance Academy sowie Elke Pruß, 1. Vorsitzende, und Dagmar Schnittker, 2. Vorsitzende, des Vereins Deutsch-Marokkanische Freundschaft e. V.
Bei den Gesprächen stellten sich Ibbenbüren und Ifrane gegenseitig vor. Dabei wurde schnell deutlich, dass die beiden Städte trotz ihrer unterschiedlichen geografischen Lage auf zwei verschiedenen Kontinenten viele Gemeinsamkeiten verbinden. Besonders intensiv wurde über Zukunftsthemen wie Erwachsenenbildung, Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz gesprochen. Auch die Bedeutung von erneuerbaren Energien und einer klimaneutralen Wärmeversorgung nahm einen breiten Raum ein. Gerade hier ergeben sich interessante Anknüpfungspunkte zur Al Akhawayn-Universität, die sich ebenfalls mit Fragen der Nachhaltigkeit und erneuerbaren Energien beschäftigt.
„Der Austausch mit unseren Gästen aus Ifrane hat gezeigt, wie wertvoll es ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen und voneinander zu lernen. Gerade wenn Städte unterschiedliche Voraussetzungen haben, können Gemeinsamkeiten besonders deutlich werden. Ich freue mich, dass wir erste Möglichkeiten für eine engere Verbindung zwischen Ibbenbüren und Ifrane ausloten konnten“, so Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer.
Erste Ideen für eine intensivere Zusammenarbeit wurden gemeinsam sondiert. Dabei könnten insbesondere die Bereiche Bildung, Digitalisierung und Klimaschutz Anknüpfungspunkte für einen zukünftigen Austausch bieten. Die Delegation aus Ifrane sprach zudem eine Einladung zu einem Gegenbesuch in ihrer Heimatstadt aus.
Ifrane liegt im Mittleren Atlas auf rund 1650 Metern Höhe und hat etwa 15.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Eine besondere Bedeutung für die Stadt hat die international ausgerichtete Al Akhawayn-Universität, an der rund 2000 Studierende lernen. Als Bildungs- und Hochschulstandort bietet Ifrane damit interessante Voraussetzungen für einen Austausch, der auch über kommunale Themen hinausgehen könnte.