Feldtag zu Agroforst und Direktsaat am 8. September in Steinfurt
Praxisnaher Austausch zur Klimaanpassung in der Landwirtschaft
Kreis Steinfurt, 29. Juli 2026. Maßnahmen zur Anpassung der Landwirtschaft an die Folgen der Klimaerhitzung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Zum Schutz vor Hitze und Starkregen können unter anderem eine reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstsysteme beitragen. Letztere kombinieren die Landwirtschaft oder den Gartenbau mit der Nutzung von Bäumen und Gehölzen – und dies bietet viele Vorteile für Landwirtinnen, Landwirte, Natur und Klima. Das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt möchte daher mit einem kreisweiten Projekt die Vielfalt moderner Agroforstsysteme und ihre Potenziale für die Region bekannter machen. Den Projektauftakt bildet ein öffentlicher Feldtag am Dienstag, 8. September, mit dem Titel "Agroforst und Direktsaat. Chancen für Wertschöpfung, Humusaufbau, Klimafolgenanpassung". Er findet statt zwischen 14 und 19 Uhr auf dem Familienhof Große-Kleimann, Dumte 16, 48565 Steinfurt. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Personen, die in der Land- und Ernährungswirtschaft der Region tätig sind und einen Bezug zur Erzeugung, Verarbeitung oder Vermarktung von Lebensmitteln haben. Auch Interessierte aus Verbänden, Kommunen, Beratung und Wissenschaft sind eingeladen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, daher ist eine Anmeldung bis Montag, 31. August, unter www.energieland2050.de/agroforst notwendig.
Für den Feldtag hat das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, sich über das bestehende Agroforstsystem auf dem Hof Große-Kleimann zu informieren, das Obst- und Wertholzbäume mit dem Ackerbau kombiniert. Darüber hinaus informieren Fachleute der Landwirtschaftskammer NRW in Vorträgen über förderrechtliche Aspekte sowie die Direkt- und Regionalvermarktung von Agroforstprodukten. Der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft stellt Wertschöpfungsmöglichkeiten und ein Agroforst-Produktlabel vor. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Direktsaat als Methode der regenerativen Landwirtschaft, die von einem Landwirt aus der Region vorgestellt wird. Neben den praxisnahen Einblicken bieten sich Möglichkeiten zum Austausch. Partner der Veranstaltung sind der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), Kreisverband Steinfurt, und die WLV Next Generation.
Das neue, dreijährige Agroforstprojekt im Kreis Steinfurt wird vom Regionalentwicklungsprogramm LEADER mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Zu den Angeboten des Projektes zählen unter anderem Möglichkeiten zur Besichtigung regionaler und überregionaler Agroforstsysteme für Interessierte sowie Vernetzungsformate für unterschiedliche Zielgruppen.
Quelle: Kreis Steinfurt