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Datum: 29.01.2026

Stadt Ibbenbüren rüstet Straßenbeleuchtung auf LED-Technik um

Rund 4.000 Leuchten werden effizienter und umweltfreundlicher

20260128 - Stadt Ibbenbüren rüstet Straßenbeleuchtung auf LED-Technik um
Insgesamt 4000 Leuchten im Ibbenbürener Stadtgebiet werden nach und nach durch LED-Technik ersetzt, die nicht nur aufgrund von Energieeinsparungen deutlich nachhaltiger ist. (Foto: Stadt Ibbenbüren / Max Bertemes)

Ibbenbüren, 28. Januar 2026. Eine längere Lebensdauer, niedrigerer Stromverbrauch und geringere Wartungskosten: Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Ibbenbürener Stadtgebiet bringt viele Vorteile mit sich und soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein – und damit deutlich früher als die vom Rat im Rahmen der Klimaoffensive beschlossene Umstellung bis Ende 2028. Die Kosten für die Umrüstung von rund 4.000 Leuchten im gesamten Stadtgebiet liegen bei rund 1,55 Millionen Euro. Gefördert wird die Maßnahme vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Neben erheblichen Einsparungen bei den Strom- und Wartungskosten trägt die neue Technik auch zum Klima- und Umweltschutz bei.

Im Zuge der Maßnahme erfolgt jeweils der Austausch der Leuchtenköpfe an den Laternen, die bislang mit konventioneller Technik ausgestattet sind. Die Arbeiten beginnen Mitte Februar 2026 und sollen voraussichtlich bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein. Mit dem Austausch der Leuchten wurde die Firma KDK Dornscheidt GmbH aus Königswinter beauftragt. Sie hatte das öffentliche Ausschreibungsverfahren für sich entschieden. Die Stadtwerke-Gesellschaft SWTE Kommunal übernimmt für die Stadt Ibbenbüren die Planungsleistungen für das Großprojekt. Zudem wurde sie mit der Bauüberwachung beauftragt.

Der kommunale Versorger kümmert sich seit 2022 als Dienstleister der Stadt Ibbenbüren um den Betrieb der städtischen Straßenbeleuchtung. Im Auftrag der Stadt sorgt die SWTE Kommunal für die Wartung und Instandhaltung der Straßenbeleuchtung und übernimmt bei Bedarf Planungs- und Modernisierungsleistungen.

Stromeinsparungen und Lebensdauer

Durch die Umrüstung auf LED-Technik wird – je nach im Bestand eingesetztem Leuchtmittel – mit Einsparungen beim Strombedarf von 50 bis 80 Prozent gerechnet. Mit dem Einbau zusätzlicher Sensorik und Steuerung könnte dieser Wert sogar noch übertroffen werden. Das ist nicht nur erfreulich für die Stadtkasse, sondern schont auch Ressourcen und trägt damit zum Klima- und Umweltschutz bei.

Ein weiterer Vorteil der LED-Technik ist ihre längere Lebensdauer im Vergleich zur bisher eingesetzten Technik. Seitens der Leuchtenhersteller werden bis zu 100.000 Betriebsstunden prognostiziert. In der üblichen Nutzung der Straßenbeleuchtung entspricht das einer theoretischen Nutzungsdauer von rund 24 Jahren – damit liegt die LED-Technik deutlich über ihrem Amortisationszeitraum.

Die künftigen Leuchten sind modular aufgebaut, sodass Ersatzteile zur Verfügung stehen und einzelne Bauteile bei Bedarf ausgetauscht werden können. Unterm Strich lassen sich Wartungen und Instandhaltungen künftig besser und wirtschaftlicher planen. Denn die Wartungsintervalle können dank der neuen Technik deutlich verlängert werden.

Weitere Vorteile der LED-Technik

Durch die Umrüstung reduziert sich der Blaulichtanteil im Vergleich zum aktuellen Bestand. Studien zeigen, dass eine Reduzierung des Blaulichtanteils sich positiv auf Flora, Fauna und den Menschen auswirkt. Damit wird den Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes bereits jetzt entsprochen.

Hinzu kommt, dass sich auch der Bereich, in dem die Leuchten ihre Wirkung entfalten, im Vergleich zum Bestand verändert. LED-Leuchten können präziser gesteuert werden, sodass die sogenannte „Upper Light Ratio“ (ULR-Wert) mit 0,0 Prozent geplant ist. Das bedeutet, dass die Leuchten vorrangig öffentliche Flächen beleuchten und damit für die gewünschte Sicherheit sorgen, während gleichzeitig sogenannte Lichtverschmutzung (Beleuchtung über die vorgesehenen Flächen hinaus) vermieden wird. Auch das wirkt sich positiv auf die Tierwelt aus.

In welchen Gebieten starten die Umrüstungen?

Zum jetzigen Zeitpunkt kann dies noch nicht konkret benannt werden. Mit der Beauftragung im Dezember 2025 wurden die betroffenen Straßenzüge dem Auftragnehmer bereits detailliert übermittelt. Es liegt nun bei dem mit der Ausführung der Arbeiten beauftragten Dienstleister, die tatsächliche Umrüstung zeitlich sowie in Abhängigkeit von den Lieferungen der Leuchten zu planen.

Mit Blick auf den Fertigstellungstermin Ende Juni 2026 werden zusammenhängende Ortsteile und ganze Straßenzüge bearbeitet. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzende wird es (fast) keine Ausfälle der nächtlichen Beleuchtung geben, da der Austausch stets im Verhältnis 1:1 erfolgt. Das heißt: Jede demontierte Leuchte wird unmittelbar ersetzt.