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Datum: 24.11.2025

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“

Gemeinsame Aktion soll auf Beratungsangebote aufmerksam machen

20251124 - »Gewalt kommt nicht in die Tüte«
Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ibbenbüren beteiligen sich an der kreisweiten Aktion anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen: Heike Plake (l.) und Petra Schmiedel (r.). (Foto: Stadt Ibbenbüren / Max Bertemes)

Ibbenbüren, 24. November 2025. Ein Aufruf, jede Form der Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen zu bekämpfen: Dafür steht der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen mit verschiedenen Aktionen. Und auch in diesem Jahr gibt es am morgigen Dienstag, 25. November, eine Aktion, an der sich alle Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Steinfurt beteiligten, der die Sichtbarkeit von Hilfs- und Beratungsangeboten erhöhen soll: Die „Brötchentütenaktion“.

„Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Steinfurt möchten mit der Aktion dazu beitragen, dass möglichst viele Mädchen und Frauen in Deutschland von dem Beratungsangebot erfahren und, dass die Nummer des Hilfetelefons in weiten Teilen der Bevölkerung bekannt wird“, erklärt Heike Plake, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ibbenbüren. Daher werden am Dienstag, 25. November, von den teilnehmenden Bäckereien im Kreis Steinfurt Brötchentüten mit dem Aufruf „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ und dem Hinweis auf das „Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen“ über die Ladentheke gereicht. Zahlreiche Bäckereien nehmen an dieser Aktion teil und unterstützen damit das Anliegen der Gleichstellungsbeauftragten.

Studien zufolge ist jede 3. Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen. „Dies geschieht größtenteils unbemerkt inmitten der Gesellschaft. Nur ein geringer Teil der Betroffenen wendet sich an Beratungsstellen“, sagt Petra Schmiedel, ebenfalls Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ibbenbüren. Um all denjenigen die Kontaktaufnahme zu erleichtern, die den Weg zu einer Einrichtung im Kreis Steinfurt zunächst scheuen, gibt es das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, welches vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben initiiert wurde.

Das Hilfetelefon ist das Beratungsangebot in Deutschland, das barrierefrei, kostenlos und vertraulich rund um die Uhr erreichbar ist – genau dann, wenn die Betroffenen den Mut gefasst haben, sich jemandem anzuvertrauen. Mehr als 100 qualifizierte Beraterinnen geben unter der Rufnummer 116 016 sowie über Chat und E-Mail auf der Website (www.hilfetelefon.de) Auskunft zu allen Formen von Gewalt, zum Beispiel zu häuslicher und sexualisierter Gewalt, Stalking, Mobbing oder Zwangsheirat. Sie unterstützen jedoch nicht nur gewaltbetroffene Frauen, sondern beraten auch Familienmitglieder, Freunde und Fachkräfte. Jederzeit können Dolmetscherinnen für 18 Sprachen zugeschaltet werden.