Inhalt

Starkregen

Was ist Starkregen?

Starkregen bezeichnet einen Regen mit großen Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit. Starkregenereignisse treten örtlich begrenzt auf und sind nur bedingt vorhersagbar.

Der DWD gibt Starkregenwarnungen in 3 Stufen aus:

  • Markante Unwetterwarnung: Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunden
  • Unwetterwarnung: Regenmengen > 25 bis 40 l/m² in 1 Stunde oder > 35 l/m² bis 60 l/m² in 6 Stunden
  • Warnung vor extremem Unwetter: Regenmengen > 40 l/m² in 1 Stunde oder > 60 l/m² in 6 Stunden

Weitere Informationen unter:
https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?nn=103346&lv2=102248&lv3=102572

Zum Vergleich:

  • Üblicher Landregen: 0,5 l/m² in 1 Stunde
  • Dauerregen: mehr als 50 l/m² in 24 Stunden
  • Starkregen: mehr als 15 l/m² in 1 Stunde

Wie wird Starkregen eingeordnet und was trägt zum Überflutungsschutz bei?

Mithilfe des Starkregenindex können Starkregenereignisse in 12 Stufen, den Starkregenindizes, eingeteilt werden. Der Index ist vergleichbar mit der Richterskala für die Messung von Erdbebenstärken oder der Beaufortskala für die Einordnung von Windstärken. Index 1 beschreibt einen Starkregen, der vor allem im Sommer häufiger auftritt, der Index 12 beschreibt einen extremen Starkregen, der statistisch gesehen sehr selten auftritt.

Starkregenindex © abwassernetzwerk-rheinland.nrw 2019
Starkregenindex © abwassernetzwerk-rheinland.nrw 2019

Starkregenindex [SRI] - was passiert wann? © abwassernetzwerk-rheinland.nrw 2019
Starkregenindex [SRI] - was passiert wann? © abwassernetzwerk-rheinland.nrw 2019

Starkregengefahrenkarte

Die Starkregengefahrenkarte gibt Auskunft über die überflutungsgefährdeten Bereiche und die Wassertiefen bei verschiedenen Starkregenszenarien.

Innerhalb der Starkregengefahrenkarte kann eine Adresse aus Ibbenbüren eingegeben werden. Anschließend werden die überflutungsgefährdeten Bereiche und Wassertiefen in dem gewählten Gebiet angezeigt.

>>> Starkregengefahrenkarte Ibbenbüren (bitte hier klicken) <<<

Starkregengefahrenkarte: Adresssuche
Starkregengefahrenkarte: Adresssuche

Starkregengefahrenkarte: Suchergebnis

Starkregengefahrenkarte: Legende
Starkregengefahrenkarte: Legende

Die einzelnen Szenarien sind wie folgt zu interpretieren:

  • Szenario 1: 30-jährliches Regenereignis, Dauerstufe 60 Minuten für die Innenstadt mit Berücksichtigung der vorhandenen Kanalisation (Starkregenindex 5)
  • Szenario 2: 100-jährliches Regenereignis, Dauerstufe 60 Minuten, für die Innenstadt und die Stadtteile, ohne Berücksichtigung der vorhandenen Kanalisation (Starkregenindex 7)
  • Szenario 3: Blockregen 90 mm, Dauerstufe 60 Minuten, für die Innenstadt und die Stadtteile, ohne Berücksichtigung der vorhandenen Kanalisation (Starkregenindex 10)

Was sind die Folgen von Starkregen?

Bei Starkregenereignissen können die Wassermassen nur zum Teil durch das Kanalnetz abgeführt werden.

Es kommt zu einem Rückstau des Wassers im Kanalnetz und in den privaten Anschlussleitungen. Im weiteren Verlauf tritt Wasser aus der öffentlichen und privaten Kanalisation aus, dies führt zu Überflutungen auf Straßen sowie öffentlichen und privaten Grundstücken. Ein schneller Anstieg des Wasserpegels und daraus resultierende Überflutungen, können weitere Folgen von Starkregenereignissen sein.

Aufgrund des Rückstaus und der Überflutungen auf der Oberfläche kann Wasser in Gebäude eindringen.

Eintrittsmöglichkeiten von Wasser in ein Gebäude

In der folgenden Grafik sind Eintrittsmöglichkeiten von Wasser in ein Gebäude dargestellt:

Das ungeschützte Haus © hanseWasser Bremen GmbH, Urheber: Heiko Busse Illustration
Das ungeschützte Haus © hanseWasser Bremen GmbH, Urheber: Heiko Busse Illustration

Um ein Gebäude vor Oberflächenwasser zu schützen gibt es viele Möglichkeiten. In der folgenden Grafik sind bauliche Möglichkeiten für den Schutz des Gebäudes dargestellt:

Das geschützte Haus © hanseWasser Bremen GmbH, Urheber: Heiko Busse Illustration
Das geschützte Haus © hanseWasser Bremen GmbH, Urheber: Heiko Busse Illustration

Wie kann man sich gegen Rückstau und Überflutungen schützen?

Die folgenden Grafiken zeigen eine Übersicht über verschiedene bauliche Schutzmaßnahmen.

Was macht die Stadt Ibbenbüren gegen Rückstau und Überflutungen?

Die Stadt Ibbenbüren richtet sich nach dem Generalentwässerungsplan (GEP), der auf Basis aktueller Berechnungsvorgaben den hydraulischen Zustand des Kanalnetzes nachweist. Dort werden unter anderem auch künftige Neubaugebiete berücksichtigt. Auf Basis des GEP werden Maßnahmen entwickelt, um das Kanalnetz an ggf. geänderte Bedingungen anzupassen.

Weitere Informationen

Flyer:

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten:
www.uvo.nrw.de oder www.flussgebiete.nrw.de

Pegeldaten online:
www.lanuv.nrw.de

Hochwasserschutzfibel zum Thema Objektschutz:
www.fib-bund.de

Vorsorgemaßnahmen gegen Hochwassergefahr:
www.hochwasser-pass.com

Weitere Hinweise:
www.starkgegenstarkregen.de

Beratungsangebote

Stadt Ibbenbüren
Die Stadt Ibbenbüren bietet kostenlose Beratungsgespräche an. Falls Sie ein Beratungsgespräch wünschen, schicken Sie uns Ihre Kontaktdaten und eine kurze Erläuterung an: 

Stadt Ibbenbüren
Fachdienst Tiefbau
Abteilung Stadtentwässerung
Roncallistraße 3-5
49477 Ibbenbüren

oder gerne auch per Mail an stadtentwaesserung@ibbenbueren.de

Verbraucherzentrale NRW
Fit gegen Starkregen: Kostenlose Beratungsangebote der Verbraucherzentrale NRW
In Kooperation mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen laden der Kreis Steinfurt und energieland2050 e. V. zu regelmäßigen kostenlosen Online-Infoveranstaltungen zur Starkregenvorsorge ein. Darin erfahren Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, wie sie sich vor den Folgen von Starkregenereignissen schützen können und welche rechtlichen oder versicherungstechnischen Aspekte beachtet werden sollten.

Zudem bietet die Verbraucherzentrale NRW eine kostenfreie Beratung zum Schutz vor Rückstau und Überflutung unter der Rufnummer 0211/91380-1300 oder unter der E-Mail-Adresse abwasser@verbraucherzentrale.nrw an. Die Verbraucherzentrale NRW stellt diese Angebote im Rahmen ihres Projekts „KluGe: Anpassung an die Folgen des Klimawandels und umweltbewusste Grundstücksentwässerung und Abwasserentsorgung“ (KluGe) und „Mehr Grün am Haus“ bereit. Diese werden durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.