Inhalt
Datum: 09.10.2026

Schlichten statt richten

Amtszeit der Ibbenbürener Schiedspersonen endet im Frühjahr 2027 / Stadt sucht Bewerberinnen und Bewerber

20261009 - Schlichten statt richten
Danke für das Engagement: Die Stadt Ibbenbüren dankte den drei Schiedspersonen bei einem gemeinsamen Termin für ihre Arbeit in der zu Ende gehenden Amtsperiode. Edmund Michel (l.) beendet seine Tätigkeit zum Ende der Amtszeit. Zugleich ruft die Stadt zur Bewerbung für die neue Amtsperiode auf. Auf dem Foto (v.l.): Edmund Michel (Schiedsmann), Gerhard Neumann (stellvertretender Leiter Fachdienst Recht, Ordnung und Bürgerservice), Ilka Schmidt-Djuren (Schiedsfrau), Sabine Tietmeyer (Leiterin Abteilung Sicherheit, Ordnung und Gewerbe) und Jan Dirk Vorhoff (Schiedsmann). (Foto: Stadt Ibbenbüren / Christina Hüsken)

Ibbenbüren, 9. Oktober 2026. Streitigkeiten müssen nicht zwangsläufig vor Gericht enden. Oft lässt sich eine Auseinandersetzung durch ein klärendes Gespräch und eine einvernehmliche Lösung beilegen. Dabei leisten die ehrenamtlichen Schiedspersonen der Stadt Ibbenbüren einen wichtigen Beitrag. Die Amtszeit der derzeitigen Schiedspersonen Ilka Schmidt-Djuren, Jan Dirk Vorhoff und Edmund Michel endet im Frühjahr 2027. Für die anschließende Amtsperiode sucht die Stadt neue Bewerberinnen und Bewerber.

Zu einem gemeinsamen Austausch trafen sich die drei Schiedspersonen jetzt im Haus Taschner. Sabine Tietmeyer, für das Schiedsamt zuständige Leiterin der Abteilung Sicherheit, Ordnung und Gewerbe der Stadt Ibbenbüren, dankte ihnen dabei für ihre Arbeit in der zu Ende gehenden Amtsperiode und würdigte ihr ehrenamtliches Engagement.

Wie wichtig der Austausch untereinander ist, darin sind sich die drei Schiedspersonen einig. Gerade neue Schiedspersonen werden nicht alleingelassen, sondern von den erfahrenen Schiedspersonen unterstützt. Bei Bedarf werden Erfahrungen ausgetauscht und auch Fälle gemeinsam besprochen. Als hilfreich werden zudem die angebotenen Seminare und Schulungen empfunden.

Was das Ehrenamt persönlich besonders wertvoll macht, weiß Edmund Michel aus eigener Erfahrung. Auf die Frage, was für ihn das Schöne an seiner Tätigkeit gewesen sei, antwortet er: „Wenn ein Fall mit Einigung endet. Wenn Personen, die vorher kein Wort mehr miteinander geredet haben, sich am Ende doch wieder die Hand geben. Es ist schön zu sehen, dass es gelungen ist, die Parteien zum Miteinanderreden gebracht zu haben.“

Für Michel endet die Tätigkeit als Schiedsperson aus Altersgründen mit Ablauf der aktuellen Amtsperiode. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger wird daher gesucht. Ilka Schmidt-Djuren und Jan Dirk Vorhoff stellen sich dagegen erneut für das Amt zur Wahl.

Wer sich für das Ehrenamt interessiert, sollte vor allem Lebenserfahrung, Gelassenheit und die Fähigkeit zur Neutralität mitbringen. Wichtig sei auch, mit Menschen ins Gespräch kommen und vermitteln zu können – selbst wenn Konflikte schon lange bestehen und teilweise über Generationen weitergetragen werden. „Und manchmal hilft auch der Rat: ,Trinkt doch mal wieder ein Bier zusammen‘“, sagt Edmund Michel mit einem Augenzwinkern.

Die Wahl der neuen Schiedspersonen ist für Dezember 2026 durch den Rat der Stadt Ibbenbüren vorgesehen. Die neue Amtsperiode beginnt im Frühjahr 2027 und dauert fünf Jahre. Besondere juristische Vorkenntnisse sind für das Ehrenamt nicht erforderlich. Die Bereitschaft zur Teilnahme an Aus- und Fortbildungen wird vorausgesetzt.

Wer Interesse hat, Schiedsfrau oder Schiedsmann zu werden, schickt seine schriftliche Bewerbung unter Angabe des vollständigen Namens, der Anschrift, des Geburtsdatums, des Geburtsortes sowie eines Lebenslaufs an den Fachdienst Recht, Ordnung und Bürgerservice der Stadt Ibbenbüren, Alte Münsterstraße 16, 49477 Ibbenbüren. Bewerbungen sind bis einschließlich Freitag, 6. November 2026, möglich.

Für Fragen stehen Sebastian Janning und Sabine Tietmeyer, Telefon 05451 931-3200, zur Verfügung.

Mehr zum Thema

Streitschlichtung (Schiedsamt)