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Zweiter Teil der Impfaktion der Stadt Ibbenbüren am Mittwoch, 27. Oktober, im Rathaus

»Glauben Sie mir, Sie möchten nicht schwer an Covid erkranken«
Ärmel hochkrempeln: Monique Beuing von der Feuerwehr Ibbenbüren hat sich gegen Corona impfen lassen. Am Mittwoch, 27. Oktober, haben die Ibbenbürener Bürgerinnen und Bürger im Rathaus auch die Möglichkeit dazu. (Foto: Stadt Ibbenbüren)

Ibbenbüren, 20. Oktober 2021. Am 17. September hatte die Stadt Ibbenbüren in Eigenregie zu einer Impfaktion ins Rathaus eingeladen. Mit großem Erfolg: 203 Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürener sowie Menschen aus benachbarten Kommunen wurden geimpft. Jetzt, am Mittwoch, 27. Oktober, steht die nächste Impfaktion an. Wieder im Ibbenbürener Rathaus, und zwar zwischen 13 Uhr und 17 Uhr.

Sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen mit BioNTech/Pfizer sind möglich. Die Booster-Impfungen für Johnson&Johnson-Geimpfte werden analog zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) auch vorgenommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich und auch nicht möglich. Impfwillige müssen neben dem erforderlichen Lichtbildausweis auch ihre Gesundheitskarte sowie den Impfausweis vorlegen, sofern dieser vorhanden ist. Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren müssen eine Einverständniserklärung ihrer Eltern mitbringen.

Eine junge Frau, die ihren Ärmel schon hochgekrempelt hat, um sich impfen zu lassen und die Pandemie zu bekämpfen, ist Monique Beuing von der Feuerwehr Ibbenbüren. „Wer sich impfen lässt, schützt sich selbst vor einem schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf.“ Monique Beuing weiß, wovon sie spricht, hat sie doch durch ihre Arbeit an der Feuer- und Rettungswache schon einige Covid-Patienten kennengelernt und sagt: „Glauben Sie mir, Sie möchten nicht schwer an Corona erkranken.“ Ein Fall aus der sogenannten ersten Welle ist ihr ganz besonders in Erinnerung geblieben: ein Covid-19-Patient, der mit ein wenig Fieber und Atemnot noch auf eigenen Beinen in den Rettungswagen gehen konnte, dessen Zustand sich dann aber schlagartig verschlechterte, sodass er auf einmal ums nackte Überleben kämpfte. „Und das ist kein Einzelfall. Das sehen wir immer wieder. Durch alle Altersgruppen.“ Aktuell beträfe es vor allem auch junge, ungeimpfte Menschen, die auf die Intensivstationen kämen. Jugend und körperliche Fitness seien eben kein Schutz vor einem schweren Verlauf.

Und selbst bei einem leichten Verlauf blieben ja noch mögliche Folgen. „Mir macht es auch Sorgen, dass so viele Menschen Long Covid haben. Haben Sie schon mal einen Betroffenen gesprochen?“ Auch bei jungen Menschen können Langzeitfolgen, wie schwere Erschöpfungszustände, anhaltende Atemnot oder neurologische Schäden auftreten. „Es gibt viele Patienten mit leichtem Verlauf, die anschließend keine drei Kilometer Arbeitsweg auf dem Rad schaffen, ohne zu schnaufen“, weiß Monique Beuing. Laut einer jüngst veröffentlichten Studie ist bei 37 Prozent der Genesenen in den ersten drei bis sechs Monaten nach der Corona-Infektion mindestens ein Long-Covid-Syndrom diagnostiziert worden. „Das geht nicht spurlos an einem vorbei.“ Man könne zwar gut durchkommen, „das muss aber nicht der Fall sein. Auch nicht, wenn man topfit ist“.

Plakat Impfaktion 27. Oktober
Die Stadt Ibbenbüren lädt erneut zu einem offenen Impftermin ins Rathaus ein. (Grafik: Stadt Ibbenbüren / Magdalene Windoffer)

Deswegen ruft sie jede Ibbenbürenerin und jeden Ibbenbürener, die/der sich noch nicht hat impfen lassen, dazu auf, doch am 27. Oktober einfach nachmittags zum Rathaus zu kommen und sich eine Impfung abzuholen, um nicht all das Leid selbst erleben zu müssen, das sie bei ihren Patienten gesehen hat. Und: „Wenn man nicht intensivmedizinisch behandelt werden muss, sind die Betten frei für Patienten mit anderen Erkrankungen. Auch die Rettungswagen stehen dann für andere Einsätze zu Verfügung.“ Wenn nämlich ein Rettungswagen nach dem Transport eines Covid-19-Patienten desinfiziert werden muss, dann kann er auch mal bis zu zwei Stunden außer Dienst sein – und in dieser Zeit keine Leben retten. Darum: „Wer noch nicht geimpft ist, sollte sich dringend überlegen, am 27. Oktober zur Impfung ins Rathaus zu kommen“, sagt Monique Beuing. Sie weiß, wovon sie spricht.

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Bescheinigung für Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren

Corona-Stabsstelle weist auf das Angebot von Auffrischungsimpfungen hin

Kreis Steinfurt, 21. Oktober 2021. Nachdem die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlungen zu Booster-Impfungen aktualisiert hat, weist die Corona-Stabsstelle des Kreises Steinfurt auf das Angebot zur Impfauffrischung hin. Diese Impfungen sind in den Hausarztpraxen möglich und sind kostenlos. Geimpft wird mit mRNA- Impfstoffen.

Insbesondere diese Personenkreise können aktuell eine Auffrischungsimpfung erhalten:

  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal von Pflegeeinrichtungen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen
  • Pflegebedürftige im eigenen Zuhause
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt
  • Personen mit Immunschwäche oder Immunsuppression
  • Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff (AstraZeneca, Johnson& Johnson) erhalten haben
  • über 70-Jährige

Die Auffrischungsimpfung erfolgt in der Regel mit einem Abstand von sechs Monaten zum Abschluss der ersten Impfserie. Personen, die zuvor den Impfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, wird bereits nach vier Wochen eine Auffrischungsimpfung empfohlen.

Im Kreis Steinfurt haben bisher 12.360 Menschen (Stand 20. Oktober) eine Auffrischungsimpfung zum Schutz gegen Corona erhalten. Vollständig geimpft sind insgesamt 335.376 Menschen, 56,97 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, 85,81 Prozent der 18- bis 59-Jährigen und 89,18 Prozent der über 60-Jährigen. Um möglichst vielen Menschen auch ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, sind die mobilen Impfteams des Kreises Steinfurt in den vergangenen Wochen an den Berufsschulen des Kreises gewesen. Zurzeit bietet der Kreis Impfungen bei den Tafeln an.

(Quelle: kreis-steinfurt.de)