Inhalt
Datum: 06.11.2026

Johannes-Bosco-Schule: Erweiterung feierlich eingeweiht

Tag der offenen Tür lockt zahlreiche Interessierte an / Stadt Ibbenbüren investiert in Schulstandort

20261106 - Johannes-Bosco-Schule: Erweiterung feierlich eingeweiht
Zahlreiche Gäste waren der Einladung zur feierlichen Einweihung des Ausbaus der Johannes Bosco-Schule gefolgt und nahmen im Anschluss die neuen Räume unter die Lupe. (Foto: Stadt Ibbenbüren / Max Bertemes)

Ibbenbüren, 6. November 2026. Mit einem großen Andrang und regem Interesse haben zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Freitag die Erweiterung der Johannes-Bosco Schule kennengelernt. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür wurde der Neubau offiziell eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Schule und Kirche sowie Eltern und ehemalige Schulleitungen nutzten die Gelegenheit, sich einen Eindruck von den neuen Räumlichkeiten und deren Nutzungsmöglichkeiten zu verschaffen.

Bereits seit Beginn des neuen Schuljahres profitieren die Schülerinnen und Schüler von den zusätzlichen Flächen. Auf rund 1515 Quadratmetern Bruttogrundfläche und mit einem umbauten Raum von knapp 4964 Kubikmetern ist ein vielseitig nutzbarer Erweiterungsbau entstanden. Neben neuen Räumen für die Offene Ganztagsschule (OGS) verfügt die Schule nun über eine moderne Mensa mit angeschlossener Zubereitungsküche. Die Schulverwaltung hat ihre neuen Räumlichkeiten im Anbau bezogen, wo auch ein großzügiges, lichtdurchflutetes Lehrerzimmer entstanden ist. Ergänzt wird das Raumangebot durch einen Arbeitsraum für die Lehrkräfte sowie ein Selbstlernzentrum, das vorrangig als Kinderbücherei genutzt werden soll und zugleich Möglichkeiten zum ungestörten Arbeiten und Lernen bietet. Moderne Sanitäranlagen vervollständigen das Angebot.

Vor allem der Ganztagsbereich wurde deutlich erweitert. Die Räumlichkeiten sind auf eine Betreuung von bis zu 80 Prozent der Schülerschaft ausgelegt. Neben einem flexibel nutzbaren Bewegungsraum stehen vier weitere Themenräume für unterschiedliche Bastel- und Spielangebote zur Verfügung. In der Mensa ergänzt eine Kinderküche das Angebot. Sie ermöglicht gemeinsame Aktionen wie das Backen von Plätzchen oder Waffeln und kann darüber hinaus auch im Unterricht zum Thema Ernährung genutzt werden.

Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer betonte die Bedeutung der Erweiterung für die weitere Entwicklung des Schulstandorts: „Gute Bildungs- und Betreuungsbedingungen sind eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Stadt. Mit dem Neubau schaffen wir für die Schülerinnen und Schüler der Johannes-Bosco-Schule zeitgemäße und attraktive Lern- und Lebensräume.“

Der Erweiterungsbau schließt direkt an den bestehenden Schulkomplex an, dessen ältestes Gebäude aus dem Jahr 1956 stammt. Dadurch entstehen kurze Wege zwischen Unterrichtsräumen, OGS, Mensa und Sporthalle. Besonderes Augenmerk lag bei der Planung auf einer flexiblen und kindgerechten Gestaltung. Großzügige Fensterflächen sorgen für helle Räume und eine offene Atmosphäre. Im OGS-Bereich ermöglichen verschiebbare Wände eine bedarfsgerechte Nutzung der Flächen und unterschiedliche pädagogische Konzepte.

Auch die Barrierefreiheit spielte bei der Umsetzung eine wichtige Rolle. Das Schulgebäude und die Sporthalle können über mehrere Rampen barrierefrei betreten werden. Durch den Aufzug im Foyer sind alle Etagen und Räume zugänglich.

Bei der technischen Ausstattung wurde ebenfalls auf zeitgemäße Lösungen geachtet. Der Neubau wurde nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) errichtet. Eine Photovoltaikanlage dient der Eigenstromnutzung.

Der Technische Beigeordnete Uwe Manteuffel hob insbesondere die baulichen Herausforderungen des Projekts hervor: „Die Erweiterung einer bestehenden Schule bringt besondere Anforderungen mit sich. Es galt, den Neubau funktional an das vorhandene Gebäude anzubinden und gleichzeitig moderne Anforderungen an Raumgestaltung, Barrierefreiheit und Nutzung zu erfüllen. Mit dem Ergebnis ist ein Gebäudeteil entstanden, der sich wie selbstverständlich in den Bestand einfügt und zugleich ganz neue Möglichkeiten für den Schulalltag eröffnet.“

Die Gesamtmaßnahme bewegt sich unter dem Kostenrahmen des vorgesehenen Investitionsvolumens von rund 8,9 Millionen Euro. Das Land NRW hat für den Ausbau der Ganztagsinfrastruktur rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Nach der Einweihung des Anbaus starten nun die Planungen für die Neugestaltung des Schulhofs der Johannes-Bosco-Schule. Dabei stehen insbesondere die Entsiegelung von Flächen, Nachhaltigkeit und eine natürliche Beschattung im Mittelpunkt.