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Datum: 05.11.2026

#krisenfeST: Rauchmelder, Fluchtwege und Notruf können Leben retten

Richtiges Verhalten im Brandfall beginnt mit vorbeugenden Maßnahmen

Kreis Steinfurt/Ibbenbüren, 5. November. Ein Brand in unmittelbarer Nähe oder in den eigenen vier Wände ist eine beängstigende Vorstellung – und das nicht ohne Grund, denn er kann zu einer ernsten Gefahr für das eigene Leben werden. Insbesondere in der Nacht sind Brände tückisch, da sich Rauch und andere Brandgase innerhalb kürzester Zeit im gesamten Haus verbreiten und bereits nach wenigen Atemzügen zum Tod führen können. Durch Vorsichtsmaßnahmen und umsichtiges Handeln können viele Brände verhindert oder gelöscht werden, bevor sie sich ausbreiten.

Eine zwingend erforderliche Vorsorgemaßnahme sind Rauchmelder, die – mit Ausnahme von Badezimmer und Küche – in allen Räumen des Hauses oder der Wohnung angebracht werden sollten. Ihr akustisches Signal warnt frühestmöglich vor einem Feuer und reißt Menschen aus dem Schlaf, wenn sie Rauchgeruch nicht wahrnehmen. Wissen um die Fluchtwege im eigenen Zuhause, am Arbeitsplatz und in unbekannten Gebäuden ermöglicht es, ein brennendes Haus auf kürzestem Weg zu verlassen.

Damit ein Feuer gar nicht erst entstehen kann, ist die regelmäßige Überprüfung von Elektrogeräten und Mehrfachsteckdosen wichtig. Auch der richtige Umgang mit akkubetriebenen Alltagsgeräten kann Brände verhindern: Defekte Lithium-Ionen-Akkus dürfen auf keinen Fall verwendet werden. Grundsätzlich sollten Akkus auf nicht-brennbarem Material geladen werden und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Sie können vorbeugend in Brandschutztaschen bzw. -behältern gelagert werden.

Bei der Vorbeugung von Bränden ist zudem richtiges Verhalten im Umgang mit offenem Feuer unerlässlich. Kerzen, ein Kamin aber auch heiße Herdplatten sollten niemals unbeaufsichtigt sein.

Doch nicht immer lassen sich Brände verhindern. Unabhängig von der Größe des Feuers gilt: Menschenleben gehen immer vor! "Bei einem Feuer ist es immer das Wichtigste, sich in Sicherheit zu bringen bevor es gefährlich wird und anschließend schnellstmöglich die 112 anzurufen, um professionelle Hilfe zu gewährleisten", erläutert Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier.

Bei Entstehung eines kleinen Brandes kann die Ausbreitung mit einem intakten Feuerlöscher möglicherweise verhindert werden. Das sollte jedoch nur versucht werden, wenn dabei keine Gefahr für die eigene Gesundheit besteht und nicht andere Personen gefährdet werden.

Spätestens wenn eine starke Rauchentwicklung auftritt, müssen Innenräume unmittelbar verlassen werden. Um dabei möglichst wenig Qualm und giftige Gase einzuatmen, geht das am besten in Bodennähe. Türen und Fenster sollten verschlossen werden, um dem Feuer Sauerstoff zu entziehen. Falls Fluchtwege bereits verraucht sind, dürfen sie in keinem Fall genutzt werden. In diesem Fall sollten sich Personen lautstark an Fenstern oder Balkonen bemerkbar machen.

Eine besondere Gefahr geht von Küchenbränden aus, bei denen Fett in Brand gerät. Sie dürfen niemals mit Wasser bekämpft werden, da dies zu einer schlagartigen Fettexplosion und damit auch zu einer Ausbreitung durch spritzendes Fett führt. Gleiches gilt auch für brennendes Wachs, Öl oder Benzin. Wenn es die Lage zulässt, sollte das Feuer immer mit einem Feuerlöscher gelöscht oder beispielsweise mit einem Deckel oder einer Löschdecke erstickt werden.

Bei einem qualmenden Akku kann das Gerät in einen feuerfesten verschlossenen Behälter oder in ein Gefäß mit Wasser gegeben werden, wenn dabei keine Eigengefährdung entsteht. Im Zweifel sollte immer die Feuerwehr gerufen werden, die für den richtigen Umgang mit qualmenden oder brennenden Akkus geschult ist.

"Bevor es gefährlich wird, sollten alle Löschversuche abgebrochen und das Gebäude verlassen werden. Materielles kann ersetzt werden, aber die persönliche Gesundheit ist unbezahlbar", appelliert Kreisbrandmeister Meier vor diesem Hintergrund an ein verantwortungsbewusstes und an die Situation angepasstes Handeln.

Zum Hintergrund: Mit der Kampagne "#krisenfeST – Hier lebt’s sich gut & sicher." informiert der Kreis Steinfurt über verschiedene Schwerpunkte des Bevölkerungsschutzes und wichtige Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge. In regelmäßigen Pressemitteilungen und Instagram-Beiträgen werden verschiedene Themen aufgegriffen – von Hinweisen zu Notfallgepäck und Warnsystemen bis hin zu wichtigen Telefonnummern und Anlaufstellen im Kreis Steinfurt.

Quelle: Kreis Steinfurt