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Gebäude

 

Hier eine kleine Übersicht bemerkenswerter Baudenkmäler der Stadt Ibbenbüren. Insgesamt hat die Stadt bisher über 100 verschiedene Objekte unter Denkmalschutz gestellt.

 

Die ev. Christuskirche, Kanalstraße 11,

Ibbenbüren: Christuskirche

steht an der Stelle, an der sich etwa ab dem 9. Jahrhundert die erste Ortskirche des "Kirchspiels Ibbenbüren" befand. Die unter Denkmalschutz stehende Christuskirche besteht aus einem spätgotischen Kirchenschiff mit einem romanischen, dreiseitig freistehendem Westturm. Die unteren Stockwerke des Turms stammen aus dem Ende des 12. Jahrhunderts. 1523 - 1535 entstand ein völliger Neubau des Kirchenschiffes. Die Christuskirche ist eine 3-schiffige Hallenkirche, die Gewölbeausmalungen stammen aus der Erbauungszeit. Bei einem Brand der Stadt 1846 stürzte der obere Teil des romanischen Turmes ein, er wurde 1851 - 1853 in neuromanischem Stil wiederaufgebaut.

 

Die Langhausfenster wurden 1984 von der Ibbenbürener Künstlerin Ruth Engstfeld-Schremper angefertigt. Die Kirche enthält des weiteren verschiedene Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert. Die Kanzel besteht aus Sandstein mit feingliedrigen Formen der Spätgotik.

 

Der Kirchplatz diente bis 1837 als Friedhof, das Kriegerehrenmal wurde 1873 errichtet. Der Kirchplatz wird zur Kanalstraße hin durch weitere denkmalgeschützte Häuser begrenzt, die als Ensemble den harmonischen Platzabschluß bilden.

 

Die "Alte Schule am Kirchplatz", Kanalstraße 9,
ist ein massives 2-geschossiges Sandsteingebäude mit Satteldach und Sprossenfenstern mit Sandsteingewänden. Das Gebäude wurde um 1800 als Schulgebäude der ev. Gemeinde gebaut und diente gleichzeitig als Küsterwohnung. Bei einem Brand im Jahre 1846 wurde das Gebäude fast vollständig zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Das Gebäude ist die älteste noch erhaltene Schule in Ibbenbüren.

 

Der Lindenhof (jetzt Extrablatt), Kanalstraße 5,
stammt im Kern aus dem 18. Jahrhundert. 1990/91 erfolgte ein Umbau. Die geputzte axial aufgebaute Fassade mit Sandsteingewänden und -sockeln besitzt zum Kirchplatz hin einen geschweiften Giebel.

 

Ibbenbüren: Fachwerkhaus

Die "Kneipe am Kirchplatz", Kanalstraße 3, trägt einen Querbalken über der Eingangstür mit der Jahreszahl 1690. Es handelt sich hier um ein zweistöckiges Gebäude mit massivem, enggestelltem Fachwerk, bestehend aus 5 Hauptständern. Die Gefache sind durch die Zwischenpfosten unterteilt. In den Jahren 1979/ 1980 wurde in den Räumen eine Gaststätte eingerichtet.

 

 

 

 

Das Stadtmuseum, Breite Str. 9
Das Stadtmuseum, Breite Str. 9

Das Stadtmuseum, Breite Str. 9
ist seit 2007 in einem denkmalgeschützten Wohnhaus aus dem Jahre 1892 untergebracht. Das äußere Erscheinungsbild des Hauses entspricht fast vollständig dem Originalzustand. Die klar gegliederte klassizistische Fassade mit roter Ziegelverblendung, Architekturelementen aus heimischem Sandstein, Gebäudesockel und Terrasse wurde bei der Restaurierung 1988/ 89 erhalten. Im Inneren sind bemalte Stuckdecken, Supraporten über den Türen, Bodenfliesen mit Jugendstilmotiven und die Marmorierung der Wände im Eingangsbereich von Bedeutung. Wohnräume und Diele wurden im Stil des späten Historismus wiederhergestellt.

 

Das Preußendenkmal

Ibbenbüren: Denkmal

wurde 1902 anläßlich der 200jährigen Zugehörigkeit der Obergrafschaft Lingen zum Königreich Preußen auf dem Oberen Markt aufgestellt, seit 1984 steht es auf seinem jetzigen Platz auf dem Neumarkt. Es besteht aus Eifeler Sandstein und hat auf seiner Spitze eine Nachbildung der deutschen Kaiserkrone. Der Neumarkt dient als Markt- und Veranstaltungsplatz über dem tiefgelegten Parkhaus Neumarkt, das über 460 Stellplätze verfügt. Der Neumarkt gehört zusammen mit dem Oberen und dem Unteren Markt zu den historisch gewachsenen Plätzen der Innenstadt innerhalb der zusammenhändenden Fußgängerzone.

 

 

Die Kath. St.-Mauritiuskirche, An der Mauritiuskirche,

Ibbenbüren: Mauritiuskirche

ist eine denkmalgeschützte westfälische Hallenkirche und wurde in den Jahren 1829 - 1833 aus Ibbenbürener Sandstein gebaut. Sie zeigt eine 3-schiffige Bauweise, das Mittelschiff ist als Tonnengewölbe gestaltet. Die St.-Mauritiuskirche ist die größte und künstlerisch bedeutsamste Kirche aus dem Zeitalter des Klassizismus in Westfalen. Über dem Tabernakel befinden sich 4 Steinfiguren von Kirchenlehrern aus dem Jahre 1460. Das dunkelfarbene, 200 qm große Deckengemälde von 1927 zeigt eine aufwendig vielfigurige Szene der Himmelfahrt Christi in ungewöhnlicher Stilmischung (Naturalismus, Neo-barock, Jugendstil und Expressionismus) von Augustin Kolb, Düsseldorf.

 

Der Alte Posthof, Poststraße 5,

Ibbenbüren: Fachwerkhaus

stammt aus dem Jahre 1743. Zusammen mit dem Nebengebäude war er von 1781 bis 1856 Sitz der Poststation und war somit Mittelpunkt von Ibbenbüren, an dem die Straßen zusammenliefen, wo die Pferde gewechselt wurden und Reisende Unterkunft für sich und ihre Gespanne fanden.

 

 

Das Nebengebäude des Alten Posthofes, Am Alten Posthof 25 - 27,
wurde 1743 als Holzschuppen errichtet und mehrfach umgebaut. Im Südteil befinden sich Stallungen u. a. für die Postpferde sowie eine Remise als Unterstand für Geräte und Postkutsche. Hier befand sich weiterhin eine Brauerei und später im Keller eine Schnapsbrennerei. Das Gebäude wurde 1986 bis 1988 umgebaut und saniert.

 

Die Kath. Pfarrkirche St. Ludwig, Groner Allee,
ist noch kein Baudenkmal. Sie wurde 1950 - 1952 aus Ibbenbürener Sandstein gebaut. 1971 wurde der Altarraum mit modernen Materialien (Edelstahl und Plexiglas) ausgestaltet. Bemerkenswert ist die Gestaltung der Chorwand mit dem "Roten Punkt" durch den Künstler Rupprecht Geiger. 1984 erfolgte eine Erneuerung der Kirchenfenster als moderne Glasbilder mit Renaissancemotiven von Bodo Schramm aus München.
Eine Muttergottesfigur aus Frankreich, Anfang 16. Jahrhundert, steht am Anfang zum Chor. In der Gedenkkapelle neben dem Turmeingang befindet sich ein spätromanisches Kruzifix, Ende 13. Jahrhundert, aus Oberitalien.

 

Bei der Ev. Johanneskirche Laggenbeck, Permer Straße 50,
handelt es sich um einen denkmalgeschützten, kleinen, neuromanischen Saalbau von 3 Jochen mit vorgesetztem Turm aus Sandsteinquadern, Baujahr 1907. Die Kirche zeigt sparsame Formen mit Jugendstileinfluß. In der Halbkreisapsis besitzt sie eine Farbverglasung mit dem Lamm Gottes. Die steinerne Altarmensa, der Taufstein, die Bänke, die Empore und die Orgel sind Teil der Originaleinrichtung. Ortsgeschichtlich ist die Kirche für Laggenbeck von Bedeutung wegen der einheitlich gut bewahrten Gestalt einer sorgfältig gestalteten Kleinkirche des Späthistorismus.

 

Der Freizeithof Bögel-Windmeyer, Am Sportzentrum 28,
steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Das große Zweiständer-Fachwerkbauernhaus mit Wohn- und Wirtschaftsteil ist typisch für das Tecklenburger Land um 1800. Im Deelentorgestell und im Kamin ist das Gebäude auf 1823 datiert. Zur Hofanlage gehören ein Backhaus, eine Scheune mit landwirtschaftlichen Geräten und weitere Gebäude.