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Pestizidfreie Kommune Ibbenbüren

 
 

Das Kinderparlament der Kardinal-von-Galen Europaschule trat 2018 an den Rat der Stadt Ibbenbüren mit der Bitte heran, Ibbenbüren auf den städtischen Flächen nur noch pestizidfrei nutzen zu lassen und in der Aktion des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. zu „Pestizidfreien Kommunen“ https://www.bund.net/umweltgifte/pestizide/pestizidfreie-kommune/ mitzuwirken.

 

Am 26. September 2018 beriet der Rat der Stadt Ibbenbüren die Verwaltungsvorlage und beschloss, der Anregung des Kinderparlamentes zu folgen. Ab sofort gilt:

 

  1. Auf allen kommunalen Grün- und Freiflächen ist ein Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide/ Pflanzenschutzmittel unzulässig.

 

  1. Private Dienstleistungsunternehmen mit dem Auftrag zur Pflege öffentlicher Grün- oder sonstiger Freiflächen werden verpflichtet, keine chemisch-synthetischen Pestizide/ Pflanzenschutzmittel in der Pflege zu nutzen.

 

  1. Neben schon bestehenden Bienen- oder Insektenfreundlichen Projekten versucht die Verwaltung, weitere Projekte –evtl. mit kooperierenden Akteuren– zu initiieren.

 

  1. Landbaulich genutzte Flächen der Stadt Ibbenbüren in Form pachtvertraglicher Regelung erfolgen zukünftig mit der Auflage pestizidfreier Bewirtschaftung.

 

  1. Die Unternehmen mit städtischer Beteiligung –wie z.B. Stadtwerke Tecklenburger Land, Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land, Wohnungsbaugenossenschaft Ibbenbüren eG – werden von den städtischen Vertretungen in den Aufsichtsräten, Vorständen oder Geschäftsleitungen zur pestizidfreien Bewirtschaftung ihrer Liegenschaften aufgefordert bzw. darin gestärkt, pestizidfrei zu bewirtschaften.

 

  1. Die BürgerInnen sind in geeigneter Form über das Stadtportal

 

- zur Bedeutung der Biodiversität,

- den Schutz bestäubender Tierarten sowie

- den Optionen giftfreien Gärtnerns von Privathaushalten

 

zu informieren.