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Stadtmuseum Ibbenbüren

Ibbenbüren findet 1146 erstmals unter dem Namen „Hibenburen“ Erwähnung in einer Urkunde des Bischofs von Osnabrück. Es wird jedoch angenommen, dass in dem fruchtbaren Tal der Aa zwischen den Hängen des Teutoburger Waldes schon vor über tausend Jahren die ersten Menschen siedelten. Über die Jahrhunderte hat der Ort eine wechselvolle Geschichte erlebt.

 

Ansicht des Wohnhauses Breite Straße 9 (Haus Herold)


Eine systematische Aufarbeitung der geschichtlichen und kulturhistorischen Entwicklung Ibbenbürens erfolgte bisher durch verschiedene Vereine und Einzelpersonen. Im August 2007 wurde der „Förderverein Stadtmuseum e. V.“ gegründet. Er widmet sich der Erforschung der Geschichte Ibbenbürens durch den Aufbau einer Sammlung geeigneter Exponate und deren Präsentation in der Öffentlichkeit.

 

Eingangsbereich im Wohnhaus Breite Straße 9 (Haus Herold)
Eingangsbereich im Wohnhaus Breite Straße 9 (Haus Herold)


Die umfangreichen und langfristig angelegten Aufgaben werden von einem Kreis engagierter Bürger in Angriff genommen. Mit Hilfe der Stadt, die das Gebäude kostenlos dem Verein zur Nutzung überließ und einen Förderbetrag für die Instandhaltung zur Verfügung stellt, wurden erste notwendige Grundlagen für den Museumsbetrieb geschaffen. Viele Handwerksbetriebe der Stadt arbeiten unentgeltlich am Umbau und an der Ausgestaltung der Räume mit.

 

Holzdecke und Portalkrönung im Wohnhaus Breite Straße 9 (Haus Herold)
Holzdecke und Portalkrönung im Wohnhaus Breite Straße 9 (Haus Herold)


Das Stadtmuseum befindet sich in einem Gebäude an der Breiten Straße, in der Nähe des Bahnhofs und nur wenige Schritte von der Innenstadt entfernt. Das 1892 von Julius Hövel im Stil des Historismus mit klassizistischen Elementen erbaute Haus steht seit 1982 unter Denkmalschutz.

 

Deckenmalerei im Wohnhaus Breite Straße 9 (Haus Herold)
Deckenmalerei im Wohnhaus Breite Straße 9 (Haus Herold)


Im Inneren zeugen reichverzierte Treppenläufe, Holzvertäfelungen, Türportale und bemalte Stuckdecken vom neuerworbenen Reichtum des Bürgertums um die Jahrhundertwende 1900.

 

Breite Straße 7-11, coloriert. Quelle: Stadtmuseum Ibbenbüren
Breite Straße 7-11, coloriert. Quelle: Stadtmuseum Ibbenbüren


Für den Aufbau einer Dauerausstellung werden bereits vorhandene Exponate archiviert und katalogisiert, so dass sie später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gleichzeitig zu wissenschaftlichen Zwecken untersucht werden können. Für die geplanten Ausstellungen zu Stadtentwicklung und Industriegeschichte sucht der Förderverein noch Exponate, die von Privatbesitzern oder Firmen dem Museum als Leihgabe oder Schenkung zur Verfügung gestellt werden. Das können Unterlagen aus Ibbenbürener Betrieben, Fotos, Zeitschriften, Bücher, alte Stadtansichten, Möbel oder Haushaltsgegenstände sein. Neue Mitglieder für den Förderverein sind stets willkommen.

 

Neugierige finden auf der Homepage des Fördervereins unter www.stadtmuseum-ibbenbueren.de viele interessante Informationen zur Stadtgeschichte und zum Museum.

 

In Text und Bild wird dort der Aufbau der musealen Sammlung dokumentiert und in unterhaltsamer Form die geschichtliche Entwicklung nachvollziehbar gemacht. Eine Zeittafel von 1100 bis 2008 zeigt viele längst vergangene Geschehnisse auf.