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Datum: 07.06.2024

Erna-de-Vries-Gesamtschule fördert aktiv talentierte und engagierte Schülerinnen und Schüler

Feierliche Aufnahme in das NRW-Talentscouting

20240607 - Erna-de-Vries-Gesamtschule fördert aktiv talentierte und engagierte Schülerinnen und Schüler
Über die Plakette »Kooperationsschule NRW Talentförderung« freuten sich sichtlich (v.l.n.r.): Levent Semercioglu, Céline Roßhoff (beide NRW Talentzentrum), Barbara Dierkes de Baragaño (Koordinatorin Begabungsförderung Erna-de-Vries-Gesamtschule), André von Gostomski (Didaktischer Leiter Erna-de-Vries-Gesamtschule), Brigitte Janz (Geschäftsbereichsleiterin Stadt Ibbenbüren) und Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer (Foto: Stadt Ibbenbüren / Christina Hüsken)

Ibbenbüren, 7. Juni 2024. Talente entfalten – unabhängig vom Elternhaus: Als Zeichen der systematischen Förderung engagierter und leistungsorientierter Talente hat die Erna-de-Vries-Schule in dieser Woche die Plakette „Schule im NRW-Talentscouting“ vom NRW-Zentrum für Talentförderung erhalten. Durch die Verleihung dieser Plakette wird die bestehende Zusammenarbeit zwischen der Schule und des Zentrums im Rahmen des NRW-Talentscoutings bekräftigt. Ein zertifizierter NRW-Talentscout arbeitet eng mit dem Lehrerkollegium zusammen, um Schülerinnen und Schüler mit unentdeckten Talenten bei der Auswahl von Berufs- und Studienmöglichkeiten und darüber hinaus zu unterstützen. Durch diese Kooperation zählt die Gesamtschule nun zu den rund 550 Schulen und Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen, die am NRW-Talentscouting teilnehmen.

Barbara Dierkes de Baragaño – Lehrerin und Koordinatorin Begabungsförderung an der Erna-de-Vries-Gesamtschule – betonte in ihrer Begrüßung, wie wichtig Chancengleichheit ist. Das Programm eröffne vielen Schülerinnen und Schülern Wege, auf die sie vielleicht selbst nicht gekommen wären, die sie sich nicht zugetraut hätten oder für die häufig im Elternhaus auch die Unterstützung fehle. Wichtig sei dabei, dass es keinesfalls um eine Hochbegabtenförderung gehe. Das Ziel sei, für die jungen Menschen den für sie bestmöglichen Weg zu finden.
So ermutigte Barbara Dierkes de Baragaño auch die anwesenden Schülervertreter ein „Ich bin da raus, ich passe da nicht rein“ nicht gelten zu lassen. „In euch allen steckt so viel mehr“ gab sie ihnen mit auf den Weg. Es seien nicht die Einser auf dem Zeugnis, die allein zählten. Es geht um Interessen, Engagement und ganz persönliches Können. Und das stellten viele junge Leute tagtäglich unter Beweis: unternehmerische Fähigkeiten in der Schulkantine, eine heute so wichtige Mehrsprachigkeit, Engagement als Paten oder auch Organisationvermögen im familiären Umfeld, um nur ein paar Beispiele aus dem Alltag zu nennen.

All das unterstrich Levent Semercioğlu, Leiter „Beratung, Qualifizierung & Weiterbildung“ im NRW-Zentrum für Talentförderung. Ihm war es wichtig zu betonen, dass die Talentscouts an den Schulen völlig ergebnisoffen beraten. Es gehe nicht darum, alle Menschen an die Hochschule zu bringen. Es gehe um Passgenauigkeit, um den individuell besten Weg der jungen Menschen. Die Leistungsschere in der Gesellschaft müsse sich angleichen: Kinder aus Akademikerfamilien müssen sich trauen dürfen, den vorgezeichneten Weg zu verlassen und eine Berufsausbildung dem eigentlich zugedachten Studium vorzuziehen. Und umgekehrt: leistungsstarke und motivierte Kinder aus eher bildungsfernen Elternhäusern können durch den Talentscout auf dem Weg an die Uni begleitet werden.
Ein großes Netzwerk hilft inzwischen bei diesem Programm. Teilnehmende Schulen tauschen Best-Practice-Beispiele aus. Unternehmen stellen sich gerne zur Verfügung: Mitarbeiter, die auch von einem Scout begleitet wurden, zeigen ihren Weg auf.
Immerhin hat das NRW-Testzentrum schon ca. 30.000 junge Menschen beratend begleitet.

Gemeinsam mit Schülersprecherin Amira Inesse Abbassi, Levent Semercioğlu und Barbara Dierkes de Baragaño brachte Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer die Plakette am Schulgebäude an. Der Verwaltungschef freute sich über diese Auszeichnung. Er betonte, dass dahinter eine tolle Chance steckt. „Eine tolle Chance für die Schule, für die Stadt aber vor allem für euch!“, wandte er sich an die Schülerinnen und Schüler. Er appellierte an alle, die eigenen Talente zu nutzen. Schrameyer freute sich über das Engagement der Erna-de-Vries-Gesamtschule und bedankte sich ausdrücklich bei allen an diesem Projekt Beteiligten. In Zeiten von Fachkräftemangel sei Chancengleichheit wichtiger denn je. Begrenzte Unterstützung im sozialen Umfeld dürfe heute kein Kriterium mehr sein, welchen Weg junge Menschen einschlagen können. Potenzial nicht allein an Schulnoten festzumachen und Talente gezielt zu entdecken und ihnen dadurch Zugang zu besonderen Förderinstrumenten zu verschaffen, sei ein toller Schritt in die richtige Richtung, sagte der Bürgermeister in seinem Glückwunsch an das Team.