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Datum: 12.11.2019

Haushaltsentwurf 2020: Klare Akzente für den Klimaschutz

Stadt hat sich Investitionen für wichtige Projekte aufs Banner geschrieben

Haushaltsentwurf 2020: Klare Akzente für den Klimaschutz
Haushaltsmittel, die energieeffizient angelegt werden sollen: Kräftig investieren möchte die Stadt Ibbenbüren 2020 wieder in Klima- und Umweltschutz. (Foto: Pixabay / Moerschy)

Ibbenbüren, 12. November 2019. Umwelt- und Klimaschutz sind für die Stadt Ibbenbüren kein politisches Feigenblatt oder gar nur Lippenbekenntnis, sondern vielmehr konkrete Leitlinie für das eigene Handeln. Das stellt die Verwaltung immer wieder unter Beweis. Zuletzt mit der Einrichtung des günstigen ibbTickets für den Bus- und Bahnverkehr – einer persönlichen Initiative Bürgermeister Dr. Marc Schrameyers –, aber auch mit dem jährlich fortlaufenden Großprojekt der LED-Beleuchtung von Schulen sowie mit der energieeffizienten Erneuerung von Fenstern in städtischen Gebäuden.

Mit dem städtischen Haushalt für 2020, dessen Entwurf jüngst in den Rat eingebracht wurde, soll auch im kommenden Jahr beim Klimaschutz wieder ein klarer Akzent gesetzt werden. Über zwei Millionen Euro möchte die Stadtverwaltung etwa in Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien und in die energetische Gebäudesanierung investieren. Eine deutliche Hausnummer.

So hat die Stadtverwaltung den Bürgervertretern vorgeschlagen, sechs neue Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden zu errichten, auf dem Technischen Rathaus an der Roncallistraße (45.000 Euro) ebenso wie auf der Laggenbecker Feuerwache (50.000 Euro) und auf dem Gelände der Kläranlage (80.000 Euro). Mit Photovoltaikanlagen bestückt werden sollen zudem die Dächer des Goethe-Gymnasiums, der Mauritiusschule sowie der Michaelschule. Im Falle der drei Schulen liegt das Investitionsvolumen hierfür jeweils bei 154.000 Euro. 415.000 Euro, so der Plan der Stadt, sollen in die energetische Sanierung des Technischen Rathauses an der Roncallistraße fließen, 124.000 Euro in die Netzsanierung der Johannes-Bosco-Schule. Ebenso auf dem Plan: Blockheizkraftwerke am Rathaus und am BIBB an der Gravenhorster Straße, beide in Kooperation mit den Stadtwerken Tecklenburger Land (SWTE). Das Ziel in letzterem Fall: die bisherige Energieversorgung ökologisch und ökonomisch sinnvoll ergänzen beziehungsweise ersetzen, gleichzeitig die städtischen Einrichtungen im Krisenfall mit Notstrom versorgen können. Das Prinzip „Zwei Fliegen mit einer Klappe“.

Bei einer Leistung von 397 Kilowatt peak (kWp) liegen dabei die geplanten sechs Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden. Dazu muss man wissen: Ein Kilowatt peak erzeugt übers Jahr zwischen 950 und 1260 Kilowattstunden (kWh) Strom. „Das Gesamtinvest ist ökologisch wie ökonomisch sinnvoll“, erläutert Bürgermeister Dr. Schrameyer – und wirft die Perspektive auf: „Die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen wird sich im Jahr 2020 damit fast verdoppeln und rechnerisch bei rund 800.000 Kilowattstunden liegen.“ Ende 2019, rechnet der Verwaltungschef vor, verfüge die Stadt Ibbenbüren über PV-Anlagen mit einer Leistung von 496 kWp. Dr. Schrameyer: „Unser Ziel ist, bis Ende 2021 alle aktuell geeigneten Dachflächen mit Photovoltaikanlagen zu belegen.“

Deutlich vorlegen möchten die Stadt Ibbenbüren und der Bürgermeister darüber hinaus bei der energetischen Sanierung städtischer Schulen. Schlaglichter hierbei: LED-Beleuchtung für die Mauritiusschule (Investitionsvolumen, schulgrößenbedingt: 175.000 Euro) sowie für die Johannes-Bosco-Schule und die Ludwigschule (jeweils 95.000 Euro), außerdem neue Fenster für die Ludwigschule (145.000 Euro), für Treppenhaus und Foyer des alten Gebäudeteils der Gesamtschule (100.000 Euro), für die Ludgerischule (80.000 Euro), das Goethe-Gymnasium (60.000 Euro) sowie für die Albert-Schweitzer-Schule (50.000 Euro).

Auch andere städtische Gebäude fasst der 2020-er Haushaltsplan ins Auge, was die Fenstersanierung und die LED-Installation angeht. So sollen der Eingang und das Foyer des Kulturhauses Ibbenbüren für 70.000 Euro mit neuen Fenstern bestückt werden. Die Installation moderner LED-Beleuchtung ist währenddessen für den Bereich der Stadtbücherei und des Kulturhaus-Foyers (60.000 Euro Invest), außerdem für den Saal des Bürgerhauses Ibbenbüren (35.000 Euro) veranschlagt.

Insgesamt 140 Millionen Euro umfasst der Entwurf für den Haushaltsplan 2020 der Stadt Ibbenbüren. Nach der erfolgten Einbringung in den Rat wird er im weiteren Verlauf in den Fachausschüssen beraten. Voraussichtlich am 13. Dezember wird der Rat der Stadt Ibbenbüren dann über ihn beschließen.