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Datum: 12.06.2024

Das Band ist durchschnitten

Feierliche Freigabe der neuen Fuß- und Radwegbrücke an den Nordstadtarkaden

20240612 - Das Band ist durchschnitten
Vor den Gästen der Eröffnung durchschnitten (v.l.) Uwe Manteuffel (Baudezernent der Stadt Ibbenbüren), Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, Stephan Pricker (Geschäftsführer Bauunternehmung Hofschröer), Michael Hanker (Deutsche Bahn) und Thomas Eberhardt (Planungsbüro eberhardt - die ingenieure) das symbolische Band. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Peter Unnerstall (6 Jahre). (Foto: Stadt Ibbenbüren / Christina Hüsken)

Ibbenbüren, 12. Juni 2024. Das rote Band ist durchschnitten, die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer an den Nordstadtarkaden ist für die Öffentlichkeit freigegeben. Sie ist ein großer Schritt für die städtebauliche Entwicklung. Wer vom Norden Ibbenbürens in die Innenstadt gehen oder auch Radfahren möchte, kann dies ab sofort wieder über die neue Brücke tun – direkt und barrierefrei.

An der offiziellen Eröffnung der neuen Brücke „Nordstadtarkaden“ nahmen am heutigen Mittwoch Vertreter der Bezirksregierung als Fördergeberin, der Deutschen Bahn und der am Bau beteiligten Firmen teil. Im Beisein der eingeladenen Nachbarn und der Vorsitzenden aller Ibbenbürener Fraktionen durchschnitten Uwe Manteuffel (Baudezernent der Stadt Ibbenbüren), Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, Stephan Pricker (Geschäftsführer Bauunternehmung Hofschröer), Michael Hanker (Deutsche Bahn) und Thomas Eberhardt (Planungsbüro eberhardt – die ingenieure) das symbolische Band. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Peter Unnerstall (6 Jahre), der sich „sein“ Stückchen rotes Band auch gleich sicherte.

Der von weitem sichtbare Neubau war notwendig geworden, nachdem an der alten Brücke im Rahmen einer Überprüfung eine Vielzahl von Schäden entdeckt worden waren. Dass an gleicher Stelle wieder eine Brücke entstehen sollte, war schnell klar, stellt sie doch eine wichtige Verbindung in die Innenstadt dar. Für alle Beteiligten war es ein herausforderndes Projekt. Viele Planungen standen an, viele Absprachen mussten getroffen werden. So galt es, allein mehr als 20 Sperrpausen in Nachtstunden oder an Wochenenden mit der Deutschen Bahn für Abrissarbeiten und Neubau zu koordinieren.

Im Februar 2023 starteten die Bauarbeiten: Nach dem Abriss der alten Brücke erfolgte im Frühjahr der Spatenstich für den Neubau. Zwei große Pylone – spektakulär angeliefert und aufgestellt im Sommer 2023 - und rund 200 Meter Seiltragwerk halten heute die 60 Meter lange und vier Meter breite Brücke. Besonderer Clou nach Fertigstellung: ein beleuchteter Handlauf, der für mehr Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger auf der Brücke sorgt. Uwe Manteuffel, Baudezernent der Stadt Ibbenbüren, freute sich über dieses markante Bauwerk. Es zeige, dass sich bei innerstädtischen Bauten Funktionalität und eine moderne, eine schöne Optik nicht ausschließen müssten. Manteuffel dankte ausdrücklich allen Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit bei diesem Mammutprojekt. Einen so komplexen Bau in dieser kurzen Zeit zu realisieren, das sei schon sehr ambitioniert gewesen. Sein besonderer Dank richtete sich auch an die Anwohner, die während der Bauphase so einiges aushalten mussten, was eine Baustelle dieser Größenordnung mit sich bringt.

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Aus der Vogelperspektive noch imposanter als ohnehin schon: die neue Nordstadtarkadenbrücke (Foto: Stadt Ibbenbüren / Maximilian Heile)

Auch Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer dankte allen, die dazu beigetragen hatten, dass die Brücke ein solches „Schmuckstück“ geworden ist. In seiner Ansprache gab er den geladenen Gästen einen kurzen Überblick über die finanzielle Seite des Brückenneubaus. Auch aus heutiger Sicht sei dieses imposante Bauwerk noch eine gute Idee. Die Brücke über die Bahnlinie kostet rund 8,65 Millionen Euro. Davon seien 90 Prozent durch Land und Bund gefördert. Natürlich habe man in der Planungsphase - immer gemeinsam mit der Politik - verschiedene Varianten durchgespielt. Dabei habe sich schnell herauskristallisiert, dass die nun entstandene Lösung die beste war. „Hätten wir die neue Brücke nicht gebaut, hätten wir für den zwingend notwendigen Abriss der alten Brücke 1,4 Mio. Euro gezahlt, ohne dass wir eine Förderung bekommen hätten und ohne das wir eine neue Brücke hätten bauen können.“, so Schrameyer. Dank der Förderung von Bund und Land trägt die Stadt nun nur 10 Prozent der Kosten für die gesamte Baumaßnahme – vom Abriss bis zur fertigen Brücke.

Peter Beidenhauser, Leiter des Verkehrsdezernates bei der Bezirksregierung Münster, unterstrich das Gesagte. Diese neue Brücke sei faktisch und praktisch für die Nahmobilität alternativlos. Und er war sich sicher, dass die Band „Karat“ heute singen würde „über diese coole Brücke musst du gehen“.

Nach dem offiziellen Teil hatten alle anwesenden Gäste Gelegenheit, sich das markante Bauwerk genauer anzuschauen und einen ersten Gang über die Brücke zu machen.
Die Freude darüber, dass die Verbindung von den Nordstadtarkaden zu der Straße An der Reichsbahn nun wieder hergestellt ist, war überall zu hören. Im Anschluss gab es für die Gäste noch die Gelegenheit, den Planern Fragen zu stellen. Und dann hieß es endgültig für alle Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürener „Brücke frei!“.