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Datum: 01.12.2021

Bundesverdienstkreuz für Josef Robbe aus Ibbenbüren

Kleine Feierstunde im engen Kreis im Ratssaal / Landrat würdigt Engagement

Bundesverdienstkreuz für Josef Robbe aus Ibbenbüren
Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer (links) und Landrat Dr. Martin Sommer (rechts) mit dem neuen Bundesverdienstkreuzträger Josef Robbe (Foto: Stadt Ibbenbüren / Henning Meyer-Veer)

Ibbenbüren, 1. Dezember 2021. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in engem Kreis wurde am Mittwochnachmittag Josef Robbe aus Ibbenbüren im Ratssaal der Stadt von Landrat Dr. Martin Sommer und im Beisein Bürgermeister Dr. Marc Schrameyers das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte Robbe diese Auszeichnung im August auf Vorschlag des damaligen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet verliehen.

Josef Robbe habe sich aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements vorwiegend im Bereich der gewerkschaftlichen Arbeit und in zahlreichen Vereinen seiner Heimatregion seine auszeichnungswürdigen Verdienste erworben, heißt es in der Begründung zur Verdienstkreuzverleihung. Der gebürtige Westerkappelner wurde 1972 in den Betriebsrat des Bergwerks Ibbenbüren gewählt und war von 1975 bis 1990 Betriebsratsvorsitzender. Zudem war Robbe in mehreren Funktionen ehrenamtlich im Organisationsbereich der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) und ihrer Vorläufer-Organisation IG Bergbau und Energie tätig. Von 1972 bis 1986 war er auch Mitglied der Grubenwehr.

Darüber hinaus ist Josef Robbe bereits seit 1968 Knappschaftsältester (Versichertenberater). Seitdem führt er bei sich zu Hause Beratungen für die Versicherten durch. Mit enormem Aufwand: Mehr als 36.000 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit sind in all den Jahren zusammengekommen – nur gegen Auslagenersatz. Dem im Jahr 2000 gegründeten „Knappenverein Tecklenburger Land“ gehört Robbe als Mitglied der ersten Stunde und Vorstandsmitglied an. Er leitet zudem die Repräsentationsgruppe, welche die Schachtanlage Ibbenbüren auf regionalen, überregionalen und auch internationalen Veranstaltungen etwa in Ibbenbürens Partnerstädten in Bergmannsuniform vertritt. So trage Robbe dazu bei, dass die Erinnerung an den Steinkohlebergbau in Ibbenbüren weiter bewahrt wird.

Zusätzlich ist Josef Robbe Gründungsmitglied und Vorsitzender im „Verein der Frühschwimmer Ibbenbüren“. Im „Förderverein Aaseebad Ibbenbüren“ ist Robbe seit der Gründung 2017 bis heute im erweiterten Vorstand beratend aktiv. Und schließlich wirkt der jetzt Geehrte in seinem Nachbarschaftsverein „Fassnacht Browerskamp/Gillmannstraße“ seit mehr 60 Jahren aktiv mit.

Landrat Dr. Martin Sommer würdigte unter anderem Robbes außerordentliches Engagement für das Ibbenbürener Bergwerk und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ihr Leben, das ist der Bergbau“, sagte Dr. Sommer direkt an Robbe gewandt und erinnerte an dessen langjähriges Engagement im Betriebsrat. „Dabei wird Ihnen besonders hoch angerechnet, wie Sie sich für den Kraftwerksbau eingesetzt und dabei zahlreiche Arbeitsplätze gesichert haben“, so der Landrat, der auch Robbes Wirken als Knappschaftsältester nicht unerwähnt ließ und dabei Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft als zwei zentrale Eigenschaften des Geehrten nannte. Außerdem blickte Landrat Dr. Sommer noch einmal besonders auf Robbes ehrenamtliches Wirken. Das Ehrenamt stelle eine unverzichtbare Stütze dar, ohne die die Bewältigung einer Krise nicht möglich wäre. „Insofern können wir uns glücklich schätzen, Menschen wie Sie zu haben, die für das Ehrenamt leben“, so Dr. Sommer zu Josef Robbe. „Sie und Ihr Lebenswerk sind Bereicherung und Vorbild.“ Robbe habe viel für die Region geleistet.

All dies sei ohne die Unterstützung der Familie nicht zu leisten gewesen. „Ohne die gegenseitige und bedingungslose Unterstützung ist ein solch umfangreiches und Jahrzehnte andauerndes Engagement nicht möglich“, sagte Sommer wörtlich. Josef Robbe bedankte sich bei seiner Frau für die Unterstützung, dankte aber auch all seinen Mitstreitern. „Ein Einzelner kann wenig bewegen, zusammen lassen sich Hürden überwinden.“