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Datum: 26.02.2020

BIBB: Aktuell in Sachen Baumpflege unterwegs

Wenn Äste an Fahrzeuge schlagen, kann dies für die Bäume problematisch werden

BIBB: Aktuell in Sachen Baumpflege unterwegs
Arbeitsgeräte im Anschlag: Gleich geht es für das optimale Lichtraumprofil an den Baum. An den geschnittenen Stellen werden die Bäume später wieder ausschlagen. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 26. Februar 2020. Lichtraumprofil – das klingt kompliziert. Ist es aber eigentlich gar nicht. Denn laienfreundlich erklärt geht es lediglich darum, dass bei Straßen und Wegen mit Baumbestand am Rand auch größere Fahrzeuge immer passieren können müssen, ohne dass die Äste der Bäume anschlagen. Denn wenn dies passiert, ist das für beide nicht gut. „Das kann zum Beispiel zu Schäden an den Baumästen führen“, erklärt Friedhelm Sprick, Grünexperte des Ibbenbürener Bau- und Servicebetriebes (BIBB). „Und solche Schäden wiederum sind ein Einfallstor für Schädlinge.“ Ein unglückliches Touchieren von Fahrzeugen kann also mitunter durchaus den verzögerten Exitus eines Baumes bedeuten. Das gilt es zu vermeiden.

Damit das Lichtraumprofil überall stimmig ist – also laut fachgerechter, aber eben komplizierterer Definition die Umgrenzungslinie für die senkrechte Querebene eines Fahrweges –, ist der BIBB in diesen Wochen und noch bis Ende des Monats unterwegs, um mit Hilfe von Motorsägen eine entsprechende Baumpflege zu betreiben. Das geschieht jedes Jahr. Ausgenommen ist gemeinhin die Zeit vom 1. März bis zum 30. September.

„Eine Höhe von viereinhalb Metern ist der Regelfall“, erklärt BIBB-Mann Friedhelm Sprick. Was darunter ragt, muss weg. Wobei Sprick und seine Kollegen die Markttrends im Blick haben: „Landwirtschaftliche Fahrzeuge werden immer größer und breiter“, weiß der BIBB-Fachmann für alles, was grünt und wächst. Es wird übrigens nicht nur auf Form gesägt. Totholz wird bei der Gelegenheit ebenfalls aus den Bäumen herausgenommen.

An den geschnittenen Stellen werden die Bäume später wieder ausschlagen. Wann? „Das ist witterungs- und standortbedingt“, weiß Friedhelm Sprick. „Wie viel Sonne gibt es? Wie viel Regen? All das sind Faktoren, die dabei eine Rolle spielen“, zählt er auf. Die Natur macht das schon. Manchmal aber lässt sie sich eben auch etwas Zeit damit. Das ist so normal wie der gleichmäßige Baumschnitt selbst.

Für dessen Zweck hat der BIBB-Experte übrigens eine ganz eigene Beschreibung: „Es geht darum, den Habitus der Bäume zu erhalten“, sagt Sprick, während gerade ein Drei-Mann-Trupp des BIBB im Bereich des Aatals zu Motorsäge und Bläser greift, um auch hier ans Werk zu gehen. Den Habitus erhalten – das klingt viel schöner als der terminus technicus Lichtraumprofil. Irgendwie edel. So edel wie die ehrwürdigen Bäume selbst.