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Datum: 23.07.2026

Wenn der Regen auf sich warten lässt

Verbraucherzentrale NRW gibt praktische Tipps für klimaange passtes Handeln

20260723 - Wenn der Regen auf sich warten lässt
"Wer auf hitzeresistente und trockenheitsverträgliche Pflanzen setzt und bewusst gießt, schützt wertvolle Wasserressourcen und sorgt dafür, dass der Garten auch in heißen Sommern grün bleibt", sagt die Verbraucherzentrale NRW. (Foto: Verbraucherzentrale NRW)

Ibbenbüren, 23. Juli 2026. Anhaltende Wärme, lange Trockenperioden und immer häufiger auftretende Hitzewellen stellen auch heimisches Grün vor große Herausforderungen. Im Kreis Steinfurt hat es seit längerer Zeit nicht mehr nennenswert geregnet. Die trockenen Böden und die hohen Temperaturen machen vielen Pflanzen zu schaffen und erhöhen gleichzeitig den Wasserbedarf beim Gießen. „Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür“, so die Verbraucherzentrale NRW. „Wer auf hitzeresistente und trockenheitsverträgliche Pflanzen setzt und bewusst gießt, schützt wertvolle Wasserressourcen und sorgt dafür, dass der Garten auch in heißen Sommern grün bleibt.“

Die richtige Pflanzenwahl

Viele heimische und mediterrane Stauden, Gehölze und Bäume kommen mit Trocken heit deutlich besser zurecht als wasserintensive Arten. Tiefwurzelnde Pflanzen erschlie ßen Wasser aus tieferen Bodenschichten und benötigen nach dem Anwachsen oft deut lich weniger Bewässerung. Gleichzeitig bieten sie Lebensräume für Insekten und tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei. Heimische Pflanzen wie die Apfel-Rose, das Ado nisröschen, der Blut-Storchschnabel, der Eingriffelige Weißdorn oder der Scharfe Mauer pfeffer kommen gut mit Hitze und Trockenheit klar und sich besonders wertvoll für die Artenvielfalt.

Das richtige Gießen

Nach dem Motto: Selten, aber gründlich. Gartenbesitzer:innen sollten lieber ein- bis zweimal pro Woche durchdringend wässern als täglich kleine Mengen. So werden Pflan zen angeregt, tiefere Wurzeln zu bilden. Ob gegossen werden muss, lässt sich einfach prüfen: Die oberste Erdschicht vorsichtig zur Seite schieben. Ist der Boden darunter noch feucht, kann mit dem Gießen meist noch gewartet werden. Erst wenn auch die tieferen Zentimeter trocken sind, ist das Wässern sinnvoll. Auch der Zeitpunkt zählt: Wer nur morgens oder abends zur Gießkanne greift, begrenzt die Wasserverdunstung. Wenn möglich, sollte man zuvor Regenwasser in Tonnen oder Zisternen sammeln und dann zur Bewässerung verwenden. Zuerst gilt es Büsche, Sträucher und Bäume zu bewässern. Ein Rasen übersteht Trockenperioden in der Regel auch ohne Bewässerung und wird nach dem nächsten großen Regen von selbst wieder grün. So lässt sich das vorhandene Was ser gezielt dort einsetzen, wo es den größten Nutzen hat.

Der richtige Boden

Ein geschützter Boden hält länger die Feuchtigkeit. Effektiv hilft hier eine Schicht aus Rin denmulch, Rasenschnitt oder Laub. Auch Bodendecker oder eine dicht stehende Be pflanzung beschatten die Erde, reduzieren die Verdunstung und helfen dabei, Wasser im Boden zu speichern. Humusreiche Böden speichern Wasser besser und geben es nach und nach an die Pflanzen ab. Der Humusgehalt lässt sich durch das Einarbeiten von Kompost einfach erhöhen. Und wer das Beikraut erst einmal duldet, hat im Dürresom mer, wenn sonst kaum etwas blüht, noch ein paar gute Nahrungsquellen für Insekten.

Weiterführende Informationen:

Mehr zur klimaangepassten Gestaltung von Vorgärten: www.klimakoffer.nrw/klimaanpassung-vorgarten

Pflanzliste trockenheitsverträglicher Pflanzen: www.klimakoffer.nrw/klimaanpassung-pflanzen-vorgarten

Quelle: Verbraucherzentrale NRW