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Datum: 30.04.2020

Stadt Ibbenbüren widerspricht Schulleitung

Sukzessiver Unterrichtsstart am Johannes-Kepler-Gymnasium

Städtische Investitionen: Schule und Bildung stehen 2020 mit ganz vorne
Das Johannes-Kepler-Gymnasium (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 30. April 2020. Im Rahmen einer Berichterstattung der „Ibbenbürener Volkszeitung“ vom heutigen Donnerstag, 30. April, erhebt der Leiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums in seinen Ausführungen zum sukzessiven Schulstart unter anderem Vorwürfe gegen die Organisation seitens der Stadt Ibbenbüren. Die Stadt Ibbenbüren möchte diese unzutreffenden Vorwürfe nicht unwidersprochen lassen und stellt wie folgt richtig:

  • Die Schulleitung erhebt den Vorwurf, manche der Fenster im Johannes-Kepler-Gymnasium ließen sich für die vorgeschriebene Lüftung nicht öffnen.

Hierzu stellt die Stadt Ibbenbüren richtig: Die Fenster sind vor Wiederaufnahme des Unterrichts geprüft worden. Teilweise vorhandene mechanische Sicherheitssperren sind durch organisatorische Regelungen ersetzt worden, damit eine bessere Belüftung möglich ist. Diesbezügliche Abstimmungen sind mit den Leitungen der weiterführenden städtischen Schulen am Dienstag, 21. April, getroffen worden.
Wo notwendig, wurde kurzfristig die Wartung von Fenstern beauftragt. Aktuell werden diese Klassenräume nicht benötigt.

  • Die Schulleitung erhebt den Vorwurf, es fehle an Desinfektionsspendern.

Hierzu stellt die Stadt Ibbenbüren richtig: Es wurden im gemeinsamen Gespräch Aufstellorte an den Eingangsbereichen und in den Sanitärräumen festgelegt. Hier wurden Spender montiert. Darüber hinaus wurden zusätzliche Spender geliefert. Entsprechende Nachlieferungen an das Johannes-Kepler-Gymnasium sind bereits erfolgt. Die Spender wurden dort unmittelbar aufgestellt. Außerdem sind in dieser Woche weitere Großkontingente Flächendesinfektionsmittel, Handdesinfektionsmittel sowie Sprühflaschen zur Zwischenreinigung geliefert worden.

  • Die Schulleitung erhebt den Vorwurf, die Toilettennutzung sei stark eingeschränkt.

Hierzu stellt die Stadt Ibbenbüren richtig: Es stehen alle Toiletten zur Verfügung. Diese – im Übrigen frisch saniert – werden täglich gereinigt, alle Seifen- und Papierhandtuchspender regelmäßig kontrolliert und aufgefüllt. Die Einschränkung der Toilettenanlagen ergibt sich lediglich durch organisatorische Regelungen und Hygienemaßnahmen.

  • Die Schulleitung erhebt den Vorwurf, es fehle an Raumkapazität.

Hierzu stellt die Stadt Ibbenbüren richtig: Die räumliche Situation ist bei Hinzukommen weitere Jahrgänge überall begrenzt, was den strikten Hygienevorgaben (Teilung der Lerngruppen, eineinhalb Meter Abstand) geschuldet ist. An den Gymnasien werden die Sporthallen für die Abiturprüfungen mitgenutzt. Es bleibt abzuwarten, welche zeitlichen Modelle (Schichtsysteme) von der Landesregierung entwickelt werden. Für die Jahrgänge, die aktuell in den Schulen gehen, reichen die Räumlichkeiten überall aus.

  • Die Schulleitung erhebt den Vorwurf, der Schülertransport im ÖPNV könne nicht klappen.

Hierzu stellt die Stadt Ibbenbüren richtig: Zunächst reichen die verfügbaren Kapazitäten in der Schülerbeförderung aus. Generell ist die Situation in Land und Bund so, dass weder ausreichend Fahrzeuge noch Busfahrer zur Verfügung stehen, um die nötigen Sicherheitsabstände von eineinhalb Metern bei Vollbetrieb der Schulen zu gewährleisten. Die landesweite Maskenpflicht im ÖPNV trägt zum Infektionsschutz bei. Es wurden klarverständliche Verhaltensregeln für Schüler verteilt. Wichtig ist, an die persönliche Hygiene der Schüler zu appellieren. Zusätzliche Kapazitäten im Schülerspezialverkehr werden zurzeit abgestimmt.

  • Die Schulleitung erhebt den Vorwurf, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz könne nicht klappen.

Hierzu stellt die Stadt Ibbenbüren richtig: Parallel zum schrittweisen Wiederanlaufen des Unterrichtsbetriebes hat die Stadt Ibbenbüren am Freitag, 24. April, damit begonnen, städtische Schulen mit einer Grundausrüstung an Schutzmasken auszustatten – denn die Landesregierung nimmt eine Ausstattung nicht vor. Das Johannes-Kepler-Gymnasium wurde hierbei in einem ersten Schritt mit 580 FFP2-Schutzmasken ausgestattet. Weitere Maskenkontingente werden folgen. Der städtische Fachdienst Schulen und Sport hat eine Anleitung zur Nutzung und Pflege der Stoffmasken zusammengestellt. Auf diese Weise soll ein einheitlicher Umgang mit den Masken – und ein ebenso einheitlicher, möglichst großer Schutz für alle erreicht werden.

  • Die Schulleitung erhebt den Vorwurf, einige Schutzmaßnahmen machten keinen Sinn, wenn die Schüler anschließend im Gebäude Türklinken anfassen.

Hierzu stellt die Stadt Ibbenbüren richtig: Es erfolgt eine regelmäßige desinfizierende Reinigung aller Kontaktflächen. Die Vorgaben des Landes und des Gesundheitsamtes werden umgesetzt. Wichtig ist hier, dass die Schüler dazu beitragen, durch regelmäßiges Händewaschen die Kontaktflächen nicht zu verschmutzen.