Stadt sichert Großteil der Containerstandorte
Altkleidersammlung in Ibbenbüren / Appell an Bürgerinnen und Bürger
Ibbenbüren, 8. Januar 2026. Erfreuliche Nachrichten zum Jahresbeginn: Der Stadt Ibbenbüren ist es gelungen, die Altkleidersammlung in weiten Teilen des Stadtgebiets zu sichern. Dank intensiver Gespräche mit potenziellen Anbietern in den vergangenen Wochen und Monaten bleibt ein Großteil der bisherigen Containerstandorte erhalten: Insgesamt 47 Container stehen auch nach dem Jahreswechsel zur kostenfreien Abgabe von Kleidung bereit.
Damit steht den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin ein nahezu flächendeckendes Sammelsystem zur Verfügung. Die Container sind wie bisher über alle Stadtteile verteilt, sodass Altkleider wohnortnah abgegeben werden können. Zum Vergleich: Zuvor waren im Stadtgebiet 52 Container aufgestellt.
Richtiges Einwerfen entscheidet über die Zukunft der Sammlung
Gleichzeitig macht die Stadt deutlich: Ob dieses Angebot dauerhaft kostenlos erhalten bleiben kann, liegt maßgeblich in der Hand der Bürgerinnen und Bürger. „Die Altkleidersammlung funktioniert nur dann, wenn in die Container ausschließlich saubere und tragfähige Kleidung eingeworfen wird“, betont Maximilian Heile, Leiter des Ibbenbürener Bau- und Servicebetriebs (BIBB). „Wenn Textilmüll, Abfälle oder stark beschädigte Kleidung weiter in den Containern landen, wird das System unwirtschaftlich. Dann müsste die Stadt künftig selbst kostenpflichtig entsorgen – und diese Kosten würden letztlich alle Bürgerinnen und Bürger tragen.“
Gebührenentwicklung hängt vom weiteren Verlauf ab
Damit verbunden ist ein weiterer wichtiger Aspekt für die Bürgerinnen und Bürger: Für das Jahr 2026 wurden vorsorglich Aufwendungen für die Sammlung und Entsorgung von Alttextilien in die Abfallgebühren einkalkuliert. Sollte sich das aktuell gefundene System jedoch stabil bewähren und eine kostenfreie Sammlung weiterhin möglich sein, werden diese Mittel nicht benötigt. In diesem Fall wird die daraus resultierende Gebührenerhöhung in Höhe von 3 Euro in den Folgejahren wieder an die Bürgerinnen und Bürger zurückgegeben.
Bundesweiter Strukturwandel als Ursache
Hintergrund der aktuellen Situation ist der Rückzug aller bisherigen gewerblichen und gemeinnützigen Anbieter von Altkleidercontainern in Ibbenbüren zum Jahresende 2025. Ursache hierfür ist eine seit Jahren zunehmende wirtschaftliche Unrentabilität der Altkleidersammlung – ein strukturelles Problem, das Kommunen bundesweit betrifft und nicht Ibbenbüren-spezifisch ist.
Ein wesentlicher Faktor für die aktuellen Schwierigkeiten der Altkleidersammlung ist wie erwähnt das falsche Befüllen der Container. Immer häufiger landen dort Abfälle, Textilmüll oder stark beschädigte Kleidung. Dadurch wird gut erhaltene Kleidung unbrauchbar, der Sortieraufwand steigt erheblich und die Sammlung verliert an Wirtschaftlichkeit. Verstärkt wird diese Entwicklung durch strukturelle Veränderungen im Textilmarkt: Minderwertige Kleidung aus der sogenannten Fast Fashion erzielt geringere Erlöse und trägt zusätzlich dazu bei, dass sich die Sammlung für die Anbieter zunehmend nicht mehr rechnet.
Die nun gefundene Lösung stellt ausdrücklich eine Übergangslösung dar. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung bleiben angespannt. Die Anbieter haben deutlich gemacht, dass sie die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten und ihre Engagements im Laufe des Jahres erneut bewerten werden. Vor diesem Hintergrund wurden die erforderlichen Sondernutzungserlaubnisse zunächst befristet bis zum 30. Juni 2026 erteilt.
„Auch wir werden die Entwicklung sehr genau beobachten“, erklärt Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Parallel prüfen wir, welche Rahmenbedingungen für eine langfristig tragfähige Lösung notwendig sind.“ Die aktuelle Lösung mit dem Erhalt einer Vielzahl von Containerstandorten begrüßt Schrameyer ausdrücklich: „Dass es gelungen ist, die Altkleidersammlung zu sichern, ist eine gute Nachricht für unsere Stadt. Die Bürgerinnen und Bürger behalten damit eine wichtige Möglichkeit, Kleidung sinnvoll weiterzugeben.“
So setzt sich das Sammelsystem künftig zusammen
Das Altkleider-Sammelsystem in Ibbenbüren setzt sich künftig wie folgt zusammen: Ein bereits im Stadtgebiet aktiver Anbieter hat sein Engagement ausgeweitet und stellt 33 Container bereit, statt bisher 15. Ergänzt wird dieses Angebot durch 14 Container eines weiteren Anbieters.
Ergänzend besteht weiterhin die Möglichkeit, Altkleider auf ausgewählten Wertstoffhöfen im Kreisgebiet gegen Gebühr abzugeben.