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Datum: 05.06.2020

Grundschulen: Weitestgehender Regelbetrieb ab Mitte Juni

Auch die Offene Ganztagsschule nimmt ihren Betrieb wieder auf

Grundschulen: Weitestgehender Regelbetrieb ab Mitte Juni
Bild von sobima auf Pixabay

Ibbenbüren, 5. Juni 2020. Für Eltern von Grundschulkindern, für Schüler und für Lehrer ist dieses Datum von großer Bedeutung – und folgende Nachricht eine gute: Die Schulen der Primarstufe werden ab Montag, 15. Juni, weitestgehend in den Regelbetrieb übergehen – auch in Ibbenbüren. Dieser Schritt der NRW-Landesregierung ist Teil einer verantwortungsvollen Normalität im Zuge der Eindämmung der Corona-Pandemie.

Ab Montag, 15. Juni, gelten folgende Regeln: In den Grundschulen wie auch in den Primarstufen von Förderschulen kann ohne eine Teilung der Lerngruppen wieder im Klassenverband unterrichtet werden. Diese Schulen kehren damit grundsätzlich wieder zu einem Regelbetrieb mit Unterricht möglichst gemäß Stundenplan zurück. Unterrichtskürzungen sind dann in Erwägung zu ziehen, wenn dies aufgrund von Personalmangel unvermeidbar ist. In diesen Fällen ist sicherzustellen, dass alle Schüler an der Ausweitung des Unterrichts gleichmäßig teilhaben. Auf diese Weise erleben alle Schüler – auch jene mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung an den verschiedenen Förderorten – vor Beginn der Sommerferien wieder den vertrauten Unterricht im Klassenverband und damit ein Stück schulische Normalität. Für Schüler, Eltern und Lehrer ist dies vor allem aber auch ein Signal, dass Schule nach dem Ende der Sommerferien so normal wie möglich wieder stattfinden soll.

Möglich ist die Rückkehr zum Regelbetrieb durch eine Neuregelung der infektionsschutzrechtlichen Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt steht hierbei ein Konzept, das schon in anderen Ländern verfolgt wird. Dieses ersetzt für die Schulen der Primarstufe die individuelle Abstandswahrung von eineinhalb Metern durch ein Konzept, wonach konstante (Lern-)Gruppen gebildet und durch deren Trennung wiederum Durchmischungen vermieden werden. Dies ist in der Primarstufe wegen des vorherrschenden Unterrichts im Klassenverband und wegen des Klassenlehrerprinzips, das zusätzliche Fluktuation zu vermeiden hilft, mit pädagogischen und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen gut vereinbar.

Für den Schulalltag bedeutet dies: Die Klassenverbände verbringen die Unterrichtszeit gemeinsam in ihrem Klassenraum. Unterrichtsangebote, die eine Durchmischung von Lerngruppen mit sich bringen würden, unterbleiben bis zum Beginn der Sommerferien. Durch gestaffelte Anfangs- und Pausenzeiten muss eine Trennung der Lerngruppen auch außerhalb des Unterrichts gewährleistet werden. Wo dies aufgrund der organisatorischen oder baulichen Gegebenheiten nicht sicherzustellen ist, gilt auf den Verkehrsflächen, auf Pausenhöfen und im Sanitärbereich weiterhin das Abstandsgebot und, sofern unvermeidbar, das Gebot zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Wie bisher sollen Dritte, also auch Eltern, das Schulgelände möglichst nicht betreten. Die Anwesenheit und die jeweilige Gruppenzusammensetzung sollen dokumentiert werden, um im Infektionsfall eine sofortige effektive Rückverfolgung durch die Gesundheitsbehörden zu unterstützen.

Durch die Nutzung fest zugewiesener Räume sind tägliche Zwischenreinigungen nicht erforderlich. Allerdings ist auf eine regelmäßige Durchlüftung zu achten. Die Schulträger gewährleisten in Abstimmung mit der Schulleitung den erforderlichen Hygienestandard auch bei Vollbetrieb. Die Schulleitungen ihrerseits dokumentieren die aus Anlass eines erweiterten Schulbetriebs gegebenenfalls zusätzlich getroffenen Maßnahmen in einem Hygieneplan.

Überall dort, wo den Schülern aller Jahrgangsstufen wieder ein tägliches Unterrichtsangebot gemacht werden kann, endet die Notbetreuung mit Ablauf des Freitag, 12. Juni.

Unter Beachtung des Hygienekonzepts der jeweiligen Schule und der vorhandenen Kapazitäten wird auch der Betrieb der Offenen Ganztagsschule (OGS) sowie sonstiger Betreuungsangebote wieder aufgenommen. Einschränkungen wird es dabei gegebenenfalls durch die Notwendigkeit der Bildung konstanter Gruppen und die zur Verfügung stehenden personellen Kapazitäten geben müssen. Schulleitung und OGS-Leitung entscheiden gemeinsam, welche Regelungen für die Teilnahme getroffen werden. Inwieweit eine Verpflegung sichergestellt werden kann, ist jeweils vor Ort zu entscheiden. Die für die Sommerferien vorgesehenen OGS-Angebote werden ebenfalls unter Beachtung geltender Infektionsschutzregeln durchgeführt.

Auch unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie sind alle Schüler grundsätzlich verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Die Erziehungsberechtigten müssen in diesem Zusammenhang darauf achten, dass die Kinder vor dem Schulbesuch keine der bekannten Symptome einer Covid-19-Erkrankung aufweisen.

Sofern Schüler eine relevante Vorerkrankung haben oder mit Angehörigen mit entsprechenden Vorerkrankungen in häuslicher Gemeinschaft leben, entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht bis zum Ende des Schuljahres 2019/20. Es gelten wie bisher schon die entsprechenden Bestimmungen. Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine etwaige gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte; in diesem Zusammenhang wird die Rücksprache mit einem Arzt angeraten. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch die Teilnahme am Präsenzunterricht bei ihrem Kind möglich ist. In Zweifelsfällen kann die Schule von den Eltern ein ärztliches Attest verlangen und ein schulärztliches oder amtsärztliches Gutachten einholen.

Sofern ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine Corona-relevante Vorerkrankung besteht, entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht, wenn ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die entsprechende Vorerkrankung ergibt. Ist der Schulleitung diese Vorerkrankung bereits bekannt, so kann von der Vorlage des Attestes abgesehen werden; in diesem Fall ist die Kenntnis der Vorerkrankung zu dokumentieren.