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Datum: 06.07.2022

„Wir wollen unseren Unternehmen Entwicklungschancen geben“

Bürgermeister sowie Erster und Technischer Beigeordneter besuchen „Berghuis Kälberhandel“ am Prozessionsweg

»Wir wollen unseren Unternehmen Entwicklungschancen geben«
Mitglieder der Verwaltung waren zu Gast beim Unternehmen »Berghuis Kälberhandel« und ließen sich von Geschäftsführer Paul Berghuis durch den Betrieb führen. (Fotos: Stadt Ibbenbüren / Henning Meyer-Veer)

Ibbenbüren, 6. Juli 2022. Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer folgte jetzt einer Einladung des Unternehmens „Berghuis Kälberhandel“ an den Firmensitz am Prozessionsweg. Pandemiebedingt waren derartige Besichtigungen in den vergangenen etwa zweieinhalb Jahren nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Nun nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, ein Ibbenbürener Unternehmen zu besuchen, das in seiner Branche zu den absoluten Marktführern zählt. Und das in Ibbenbüren seine Betriebsstätte noch einmal deutlich erweitert.

Während des rund zweistündigen Aufenthaltes bei der Firma Berghuis erläuterte Geschäftsführer Paul Berghuis dem Bürgermeister, dem Ersten Beigeordneten Martin Burlage und dem Technischen Beigeordneten Uwe Manteuffel ausführlich diese Erweiterungspläne für den Standort am Prozessionsweg. Sie seien unter anderem notwendig geworden, weil neue gesetzliche Regelungen mehr Platz für die Kälber vorsehen. Und weil gute Bedingungen für die Tiere die Qualität der gehandelten Kälber erhöhen. „Es geht uns nicht darum, mehr Tiere hier durchzuschleusen, sondern darum, eine gute Arbeit mit dem einzelnen Tier zu gewährleisten. Darum wollen wir künftig deutlich mehr Personalaufwand betreiben.“ Zurzeit beschäftige das Ibbenbürener Unternehmen 43 Mitarbeitende, man wolle aber auf 50 Angestellte aufstocken, so Paul Berghuis. Vergangenes Jahr habe der Umsatz bei 21 Millionen Euro gelegen.

„Wir sind natürlich immer bestrebt, Unternehmen am Standort Ibbenbüren zu halten, indem wir ihnen Entwicklungschancen geben“, sagte Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten der Stadtverwaltung zu. Der intensive Austausch zwischen Rathaus und Unternehmen trage dazu bei, dass die Stadt einen guten Eindruck von den Bedarfen der in Ibbenbüren angesiedelten Unternehmen bekomme. Zum Beispiel durch die Schaffung und Zur-Verfügung-Stellung von Gewerbeflächen, aber auch als Partner im Genehmigungs- und Planungsverfahren. „Das verstehen wir unter lokaler Wirtschaftsförderung. Vernünftig miteinander zu kommunizieren, ist dabei unerlässlich. Wir wollen die Weichen frühzeitig richtig stellen, damit hier vor Ort Arbeitsplätze erhalten werden, aber auch neu entstehen können“, so der Bürgermeister weiter.

Zudem gab es für die Besucher eine Führung über das Firmengelände und durch die Kälberhallen. Dabei zeigte sich der Bürgermeister beeindruckt vom hohen Technisierungsgrad des Unternehmens und vor allem von der logistischen Herausforderung, der hier jede Woche zu begegnen sei. Wie Paul Berghuis den Besuchern aus der Stadtverwaltung erläuterte, handele das Unternehmen in jeder Woche mit rund 2700 Kälbern. Insgesamt sollen es dieses Jahr mehr als 140.000 werden. Nur über solche Stückzahlen würde sich der Aufwand rechnen, den man am Standort Ibbenbüren betreibe, so Berghuis, der einen Einblick in die Prozessabläufe gewährte. Über den lokalen Viehhandel würden die Tiere aufgekauft, dann nach Ibbenbüren gebracht und hier individuell exakt nach Identität, Rasse, Geschlecht, Gewicht, Qualität und Preis erfasst, bewertet und dokumentiert. Anschließend würden die Kälber in einheitlichen größeren Gruppen bedarfsgerecht für den Weiterverkauf zum Beispiel an Mastbetriebe zusammengefasst.

„Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu bekommen“, sagte Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Es ist schon beeindruckend, welches Wachstum der Betrieb genommen habe. „Das ist für uns als Stadt natürlich auch gut. Wir können solch hohes Wachstum fördern, indem wir lokal wirtschaftsfreundliche Bedingungen schaffen.“ Paul Berghuis dankte der Verwaltung für den Besuch, aber auch für die gute Zusammenarbeit beim aktuellen Bauvorhaben. Hier sei seitens der Stadt aufgrund des besonderen Geschäftsfeldes des Unternehmens viel beratende Arbeit geleistet worden. Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer und Paul Berghuis versprachen, den Kontakt weiter zu halten, um die Rahmenbedingungen vor Ort gestalten zu können.