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Umgebungslärm

Der Lärmaktionsplan der Stadt Ibbenbüren ist durch den Rat am 24. Juni 2015 beschlossen worden.

Lärmaktionsplan:

Nun startet die 2. Phase der Lärmaktionsplanung, in der Lärm durch Schienenverkehr erfasst und bewertet wird. Nachstehend Hinweise des Eisenbahn-Bundesamtes:

"Im Rahmen der Lärmaktionsplanung an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes startet das Eisenbahn-Bundesamt am 15. November die 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, die bis zum 15. Dezember gehen wird. Bürgerinnen und Bürger, Lärmschutzvereinigungen, Kommunen etc., die von Schienenlärm betroffen sind, haben nun die Möglichkeit, eine Rückmeldung zur 1. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, zum bereits veröffentlichten Pilot-Lärmaktionsplan Teil A und zu vorhandenen Lärmminderungsmaßnahmen zu geben.
Auf unserer Beteiligungsplattform (www.laermaktionsplanung-schiene.de) steht zu diesem Zweck ein Fragebogen zur Verfügung, der online ausgefüllt oder auch ausgedruckt und auf dem Postweg eingeschickt werden kann. Die Ergebnisse der 2. Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung werden als Auswertung in den Pilot-Lärmaktionsplan Teil B einfließen. Der Pilot-Lärmaktionsplan Teil A ist bereits im Internet (www.eba.bund.de/lap) abrufbar und kann auch als Druckversion beim Eisenbahn-Bundesamt angefordert werden. Beide Teile zusammen bilden den vollständigen Pilot-Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes.
Eine rege und konstruktive Beteiligung ist für das Projekt sehr wichtig: Nicht zuletzt hilft sie dem Eisenbahn-Bundesamt dabei, das Verfahren der Lärmaktionsplanung weiter zu verbessern und zu optimieren. Wir sind dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen. Darum freuen wir uns, wenn Sie dieses Schreiben weiterleiten oder die Informationen verbreiten. Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen schon jetzt."

Nachstehend einige grundsätzliche Informationen:

Im Rahmen der EU-Umgebungslärmrichtlinie ist die Stadt Ibbenbüren verpflichtet, in der Lärmakti­onsplanung tätig zu werden. Die Verpflichtung ergibt sich aus der Vorgabe der EU, dass alle Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Mio. Kfz Belastung pro Jahr und alle Schienenstrecken des Bundes mit mehr als 30.000 Fahrbewegungen pro Jahr in einer Lärmkartierung untersucht werden. Um Hauptverkehrsstraßen handelt es sich bei den Straßen, die als Autobahn, Bundes- oder Lan­desstraße klassifiziert sind.

Zwischenzeitlich hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) die strategischen Lärmkarten für alle betroffenen Kommunen, so auch für Ibbenbüren, erarbeitet. Die Stadt Ibbenbüren hat diese strategischen Lärmkarten nun zusammen mit dem Bericht über die Lärmkartierung des LANUV für den Straßenverkehr in Form einer Konfliktanalyse ausgewertet.
Nachstehend können Sie sich eine Zusammenfassung ansehen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich die Lärmkarten, die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW erstellt worden sind, nur im Internet ansehen.

1) Allgemeines
Durch die Änderung des Bundesimmissionsschutzgesezes (BImSchG) vom 16. Juni 2005 ist die Richtlinie der EU 2002/49/EG (sogenannte "Umgebungslärmrichtlinie) in nationales Recht umgesetzt worden. Aus diesen detaillierten Vorschriften ergeben sich für die zuständigen Behörden bestimmte Aufgaben und Handlungspflichten, z.B. die Verpflichtung zum Aufstellen von Lärmaktionsplänen.

2) Lärmkarten
Grundlage von Lärmaktionsplänen sind Lärmkarten. In diesen Lärmkarten wird in farbigen Lärmpegelklassen dargestellt, wie laut es außerhalb der Gebäude in einer Höhe von vier Metern ist.
Es wird unterschieden zwischen 24-stündigen Lärmbelastungen (Lden) und der nächtlichen Lärmbelastung (Lnight).
Die Lärmkarten sind vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW erstellt worden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich diese Lärmkarten aktuell nur im Internet ansehen.

Unter der Adresse www.umgebungslaerm.nrw.de erhalten Sie alle wichtigen Informationen hierzu. Der weiterführende Link Lärmkarten NRW führt Sie direkt auf die Seite, auf der die Karten angesehen werden können. Die verschiedenen Werkzeuge ermöglichen u.a. eine Vergrößerung des Kartenausschnittes.

3) Lärmaktionspläne
Lärmaktionspläne sind zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen aufzustellen. Lärmprobleme liegen auf jeden Fall vor, wenn an Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebäuden ein Lden von 70 dB (A) oder ein Lnight von 60 dB (A) erreicht oder überschritten wird.

Nach den für Ibbenbüren vorliegenden Ergebnissen der Lärmkartierung wird die Stadt als zuständige Behörde einen Lärmaktionsplan aufstellen müssen. Die Frist zur Aufstellung dieses Planes (18. Juli 2008) kann aber aufgrund der nicht von der Stadt zu verantwortenden Verzögerungen bei den Kartierungen des Landes nicht eingehalten werden.

In jedem Fall wird aber die Öffentlichkeit - ähnlich wie bei der Aufstellung eines Bauleitplanes - frühzeitig in die Planungen eingebunden. Dieses wird voraussichtlich durch öffentliche Bekanntmachung in der Tageszeitung und ergänzend im Internet geschehen.

Nachstehend können Sie sich die Lärmkarten für Ibbenbüren (allerdings nur in einem großen Maßstab) ansehen: