Inhalt
Datum: 01.06.2022

Baumoffensive soll in die nächste Runde gehen

Stadt will wieder 50.000 Euro bereitstellen

Baumoffensive soll in die nächste Runde gehen
Auch am Aasee wurde bei der Erstauflage der Baumoffensive Neupflanzungen vorgenommen. (Foto: Stadt Ibbenbüren / Henning Meyer-Veer)

Ibbenbüren, 1. Juni 2022. Die Baumoffensive für Ibbenbüren soll weitergehen. Auch für 2023 will die Stadt dem Rat vorschlagen, die notwendigen Mittel in Höhe von 50.000 Euro bereitzustellen.

Zur Baumoffensive gehört zum Beispiel die Selbstverpflichtung der Stadt, für jeden gefällten städtischen Baum einen Ausgleich durch Neupflanzungen von Grünstrukturen zu schaffen. Und: Ausgleichsmaßnahmen, zu denen die Stadt sowieso verpflichtet ist, werden nicht aus diesem Fonds bezahlt. Die Pflanzungen zum Ausgleich der Fällungen aus dem Jahr 2021 fanden im Februar 2022 mit Gesamtkosten von 31.149,44 Euro statt. Darin enthalten ist eine einjährige Fertigstellungspflege und zweijährige Entwicklungspflege. Insgesamt wurden zehn Vogelnährgehölze/Sträucher und 49 Bäume gepflanzt (Kolkwitzie, Schneespiere, Schmetterlingsstrauch, Kornelkirsche, Apfeldorn, Amberbaum, Esskastanie, Spitzahorn, alte Apfelbaumsorten, Felsenbirne, Silberlinde, Vogelkirsche, Chinesische Wildbirne).

Wie in den Jahren zuvor sind auch für 2022 im Mittel 50 bis 60 Bäume auszugleichen. „Nach aktuellem Stand wurden 33 Bäume gefällt. Prognosen für den weiteren Jahresverlauf sind schwer zu treffen und nicht belastbar“, sagt die städtische Umweltschutzbeauftragte Luise Reiher. Die Ausschreibung der Pflanzungen erfolgt im Sommer 2022 mit dem Ziel der Pflanzausführung im Herbst 2022. Unter der Voraussetzung, dass die Maßnahmen auch für das kommende Jahr beschlossen werden, erfolgt im Frühjahr/Sommer 2023 die Prüfung und Auswahl geeigneter Standorte durch die Verwaltung. Die Pflanzungen werden anschließend im Herbst 2023 ausgeführt.

Eine weitere Komponente war die Gewährung von Zuschüssen für Beratung, Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen privater Bäume. Die Fördermaßnahmen der Richtlinie sollen Fällungen privater Bestandsbäume oder nicht korrekt ausgeführte Pflegemaßnahmen verhindern, wenn Baumeigentümer/Innen beispielsweise unwissend sind über den besonderen Wert ihrer Bäume, Angst vor Schäden haben, eine sachkundige Pflege ihrer Bäume benötigen oder es um Nachbarschaftsstreitigkeiten bezüglich privater Bäume geht. „Das Förderprogramm ist sehr gut angenommen worden“, sagt Luise Reiher.

Zwar seien zwar bislang noch wenige Anträge für konkrete Pflegemaßnahmen eingegangen, dies liege aber, so Reiher, vornehmlich an noch ausstehenden Terminen und Protokollen des Baumkontrolleurs. „Anträge für Pflegemaßnahmen können erst eingereicht werden, wenn die Protokolle mit den empfohlenen Maßnahmen vorliegen.“ Bis zum Ende des Jahres sei demnach noch mit einer hohen Anzahl an eingehenden Anträgen für Pflegemaßnahmen zu rechnen. Aufgrund der guten Annahme des Förderprogramms empfiehlt die Verwaltung die Verlängerung der Förderrichtlinie um ein weiteres Jahr.

Weitere Pläne für 2023: Es sollen Bürgeraktionen erarbeitet und durchgeführt werden. „Denkbar sind Baumpatenschaften mit Bereitstellen von kostenlosen Bewässerungssäcken für die Baumpaten und Baumpatinnen“, so Reiher. Pflanzaktionen der Baumoffensive können zusammen mit Schulen durchgeführt werden. Auch der Arbeitskreis „Schulischer Klimaschutz“ soll weiterhin regelmäßig zusammenkommen und gemeinsame mögliche Umweltprojekte evaluieren.

Das Ziel der Stadt ist klar: Mehr Bäume retten – weniger Bäume fällen. Zum Wohle der Umwelt und der Stadt. „Die Baumoffensive ist uns ein wichtiges Projekt“, sagt auch Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Mit jedem gepflanzten und erhaltenen Baum sorgen wir für ein wichtiges Stück Natur für nachfolgende Generationen.“