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Datum: 04.05.2021

Solarthermie: Die Kraft der Sonne nutzen und Förderung einstecken

Verbraucherzentrale informiert / Energieberatungsstelle im Rathaus Ibbenbüren berät telefonisch zu vielen Themen – Termine frei

Verbraucherzentrale NRW
Verbraucherzentrale NRW

Ibbenbüren, 4. Mai 2021. Mit den zunehmenden Sonnenstunden im Frühling startet nun die Saison der Solarthermie. Sie ist eine bewährte umweltfreundliche Technologie, bei der zum Erwärmen von Trinkwasser oder zur Heizungsunterstützung Sonnenwärme genutzt wird. Eine herkömmliche Heizung wird mit einer solarthermischen Anlage ergänzt und versorgt neben Badezimmer und Küche idealerweise auch die Spül- und Waschmaschine mit Warmwasser und kann so bis zu 60 Prozent des Warmwasserbedarfs decken. Darauf weist die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW hin.

Zuschüsse und Kredite vom Staat

Die Förderung von Solarthermie-Anlagen ist vielfältig. So vergeben das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Förderbank KfW bundesweit Fördermittel für den Einbau und die Erweiterung einer Solarthermie-Anlage in Bestandsgebäuden. „Neben den Förderprogrammen des Bundes werden Solarthermie-Anlagen auch durch die am 1. Januar 2021 in Kraft getretenen CO2-Abgaben für fossile Brennstoffe zunehmend attraktiver“, erläutert Wolfgang Baans, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW.

Allein eine Förderung durch das BAFA kann bis zu einem Drittel der Kosten für einen Kauf oder die Installation einer Solarthermie-Anlage abdecken. Mit der Kombination von Förderprogrammen macht sich die Installation einer Anlage für Hausbesitzende sogar noch schneller bezahlt.

Gefördert werden:

  • Planung einer Solarthermie-Anlage
  • Installation von Solarthermie für Warmwasser und/oder Heizungsunterstützung und Solarspeicher
  • Erweiterung einer Solarthermie-Anlage
  • Optimierung einer Solarthermie-Anlage
Eine Beispielrechnung der Verbraucherzentrale: Nachrüsten von Solarthermie für Heizung und Warmwasser

Für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche entstünden beim Nachrüsten mit Flachkollektoren und zwölf Quadratmetern Fläche inklusive Speicher und Montage Kosten von rund 11.000 Euro. Mittels eines 30-prozentigen Zuschusses vom BAFA wären bis zu 3300 Euro Einsparung möglich.

Förderungen stets vorab beantragen

An eine Förderung für Solarthermie sollten Hausbesitzende bereits denken, bevor die Anlage installiert wird. Denn schon für die Planung einer Solarthermie-Anlage können Fördermittel genutzt werden. „Wichtig ist, in der richtigen Reihenfolge vorzugehen“, weiß Wolfgang Baans. Die sichere Vorgehensweise wäre:

  • Beratung: zum Beispiel eine Energieberatung der Verbraucherzentrale,
  • mehrere Angebote einholen,
  • die Förderung beim BAFA oder KfW beantragen,
  • nach Zusage der Förderung den Auftrag erteilen und die beantragten Maßnahmen umsetzen.

Im Rahmen einer Beratung „Eignungs-Check Solar“ wird beim Ratsuchenden zu Hause geklärt, ob das Haus für Solarthermie überhaupt geeignet ist und welche Fördermittel in Frage kommen. Dank der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium kostet diese Beratung nur 30 Euro. Bereits bestehende thermische Anlagen können mit einem „Solarwärme-Check“ überprüft werden. Diese Beratung kostet 30 Euro. Eine persönliche Beratung in den Beratungsstellen ist sogar kostenlos.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 809 802 400 (kostenfrei).

Beratungsangebot in Ibbenbüren

Darüber hinaus bietet die von Verbraucherzentrale und Stadt Ibbenbüren eingerichtete Energieberatungsstelle im Rathaus Ibbenbüren regelmäßig Beratungstermine zu verschiedenen Themenfeldern an. Aufgrund der laufenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie finden diese Termine zurzeit nur telefonisch statt. Die Beratung erfolgt kostenfrei für Bürgerinnen und Bürger. Sie ist in der Regel auf eine Dreiviertelstunde zeitlich eingegrenzt, kann bei Bedarf aber verlängert werden.

Die nächsten telefonischen Beratungstermine sind am Donnerstag, 6. Mai, und am Mittwoch, 19. Mai. Es sind noch Termine frei. Eine Voranmeldung telefonisch unter 05451 931-999 oder per E-Mail an energieberatung@ibbenbueren.de ist erforderlich. Weitere Informationen erhalten Interessierte hier.