Amphibien sind wieder auf Wanderschaft
Frösche und Kröten: Autofahrerinnen und -fahrer werden um Rücksicht gebeten
Ibbenbüren, 10. März 2026. Die Tage werden länger, die dicken Jacken bleiben immer öfter zu Hause: Der Frühling kündigt sich an. Das merken nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur. Sobald die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter den Gefrierpunkt fallen, werden Frösche und Kröten aktiv. Für sie beginnt dann der Weg zu ihren Laichplätzen.
Dieser Weg ist jedoch voller Gefahren – und damit sind nicht zuletzt auch Autos und ihre Reifen gemeint, an denen schon so mancher Weg zum Laichplatz abrupt endete. Da die Bestände an Amphibien jedoch stetig zurückgehen, brauchen sie jeden Schutz, den sie bekommen können. Frösche und Kröten sind auf die Rücksichtnahme der Autofahrerinnen und -fahrer angewiesen – gerade in der Dämmerung, wenn die Tiere aktiv werden.
Vom Ibbenbürener Bau- und Servicebetrieb (BIBB) aufgestellte Sperrhinweise befinden sich im Aatal und am Löchtweg. Autofahrerinnen und Autofahrer werden gebeten, in den kommenden Wochen vor allem in der Dämmerung von 19 bis 7 Uhr die betroffenen Straßenabschnitte zu meiden. Krötenwanderungsreviere erkennt man aber nicht nur an den Warnschildern, sondern unter anderem auch an kleinen grünen Zäunen aus Kunststoff am Straßenrand. Diese meist von Tierschützerinnen und Tierschützern errichteten Barrieren hindern die Kröten daran, die Straße zu überqueren. Bis Ende April sollen die risikofreudigen Amphibien ihre Reise beendet haben.
Amphibien spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem: Sie dienen vielen Tierarten als Nahrungsgrundlage und treten selbst als Vertilger von beispielsweise Schnecken, Würmern, Insekten und Krebstieren auf. Gerade bei Erdkröten stehen Schnecken und Insekten auf dem Speiseplan. Deshalb sind sie vor allem im eigenen Hausgarten und in der Feldkultur für den Menschen von großem Nutzen. Deshalb gilt: Sperrhinweise beachten und die entsprechenden Gebiete meiden. Frösche und Kröten werden es danken.