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Hand in Hand im Fall des Blackouts

Notstromversorgung und Kraftstoffnutzung: Kreis Steinfurt, Stadt Ibbenbüren und die RVM arbeiten zusammen

Hand in Hand im Fall des Blackouts
In schönem Feuerwehrrot gehalten ist das Notstromaggregat, das für den Ernstfall bei der Feuerwehr Ibbenbüren eingelagert ist und das im Krisenfall bei der Nutzbarmachung der Kraftstoffreserven der RVM hilft. Das Konzept stellten (v. r.) Ibbenbürens Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, Marko Lammerskitten (Leiter der Feuerwehr Ibbenbüren), Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier, Dr. Karlheinz Fuchs (Kreisdezernent für Bevölkerungsschutz), Landrat Dr. Martin Sommer und RVM-Geschäftsführer André Pieperjohanns vor. (Foto: Stadt Ibbenbüren / Henning Meyer-Veer)

Ibbenbüren, 2. November 2022. Wenn es ernst wird, dann muss Hand in Hand gearbeitet werden. Klare Sache. Und in Ibbenbüren wird dann auch Hand in Hand gearbeitet. Natürlich. Zum Schutze aller Bürgerinnen und Bürger. Das haben Vertreter von Kreis, der Stadt Ibbenbüren und der RVM jetzt noch einmal unterstrichen.

Wie? So: Im Krisenfall eines flächendeckenden Blackouts (Stromausfalls) kann und darf der Kreis Steinfurt die in Ibbenbüren lagernden Kraftstoffreserven der RVM nutzen. Ein entsprechender Gestattungsvertrag wurde von Landrat Dr. Martin Sommer und RVM-Geschäftsführer André Pieperjohanns unterzeichnet. Im Rahmen dieser Übereinkunft hat die RVM außerdem ein für den autarken Betrieb im Krisenfall notwendiges Aggregat beschafft und dem Kreis Steinfurt zur Nutzbarmachung der Tankmittelreserven überlassen. Ebenso hat die RVM die Stromversorgung des Betriebshofes in Ibbenbüren (wo die Tankmittel lagern) für die externe Einspeisung vorbereitet und umgebaut. Die Kosten für beide Maßnahmen hat die RVM getragen.

Und auch die Stadt Ibbenbüren ist mit im Boot bei diesem großen Gemeinschaftsprojekt. Der Kreis Steinfurt hat das Aggregat der Feuerwehr Ibbenbüren zur Verfügung gestellt. Sie darf es nutzen. Im Bedarfsfall würden die Kräfte der Feuer- und Rettungswache am Ibbenbürener Niedersachsenring das Aggregat zur RVM transportieren, damit es dort dann schnellstmöglich in Betrieb genommen werden kann. Landrat Dr. Martin Sommer dankte der RVM ebenso dafür, ihr Kraftstofflager im Ernstfall nutzbar zu machen, wie der Feuerwehr für ihre logistische Hilfe. „Im Kreis Steinfurt ist Zusammenarbeit ein hohes Gut“, so der Landrat. Die Feuerwehr Ibbenbüren und die RVM seien verlässliche Partner. „Mit dem Standort hier an der Feuer- und Rettungswache haben wir eine gute Lösung gefunden, um im Ernstfall schnell einsatzbereit zu sein.“

„Wir unterstützen bei so einem Projekt natürlich gerne“, sagt Ibbenbürens Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Krisensituationen müssen schnell angegangen werden, und das geht am besten mit vereinten Kräften. Unsere Feuerwehr ist bestens dafür gerüstet, in solchen Situationen zügig und kompetent zu helfen.“ Und RVM-Geschäftsführer André Pieperjohanns ergänzt: „Für die RVM als kommunales Verkehrsunternehmen ist es eine Selbstverständlichkeit, im Krisenfall zu helfen. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass dieser Fall nicht eintritt.“

Das Aggregat selbst ist das, was man einen echten Brummer nennt. Groß ist es. Und schwer. Mit Kraftstoff gefüllt wiegt es immerhin mehr als 700 Kilo. Und stark ist es. Im Krisenfall kann es ordentlich was wegschaffen. Seine Dauerleistung liegt bei 18 Kilovoltampere. Und zu laut ist es nach Herstellerangaben auch nicht – in etwa so, wie ein Fernseher in Zimmerlautstärke. Ein richtiges Schätzchen also. „Für alle denkbaren Szenarien gilt: Wer vorsorgt, muss sich weniger Sorgen machen. Dieses Notstromaggregat ist ein weiterer Vorsorgeschritt für weniger Sorgen“, sagt Kreis-Bevölkerungsschutzdezernent Dr. Karlheinz Fuchs.