Inhalt
Datum: 04.08.2020

Start der Rückbauarbeiten am ehemaligen Baubetriebshof

Maßnahmenträger ist der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Start der Rückbauarbeiten am ehemaligen Baubetriebshof
Arbeitsauftakt in Kürze: Manfred Dorn (links) und Peter Ungruhe (rechts) vom Fachdienst Tiefbau mit einem Plan des ehemaligen Bauhofareals. Für die Rückbauarbeiten zeichnet der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung mit Sitz in Hattingen verantwortlich. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 4. August 2020. Am 10.08.2020 beginnen auf dem ehemaligen Baubetriebshof „An der Diekwiese“ in Ibbenbüren die Rückbauarbeiten der aufstehenden Gebäude, die bis zur Oberkante der Bodenplatten zurückgebaut werden. Maßnahmenträger ist dabei der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, der diese Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Kreis Steinfurt und der Stadt Ibbenbüren beauftragt hat.

Vor dem oberirdischen Rückbau der Gebäude findet eine Entkernung und Sanierung vorhandener Gebäudeschadstoffe wie z. B. Asbest, künstliche Mineralfasern (KMF), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und polychlorierte Biphenyle (PCB) statt, die einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden. Besonderes Augenmerk ist beim Rückbau einer Fahrzeughalle auf die Sanierung der durch einen Brand beschädigten Asbestzementplatten des Daches zu richten. Im Wohnhaus sind verdeckt Asbestzementplatten und asbesthaltige Putze und Spachtelmassen verbaut worden. Diese werden unter Beachtung des Arbeits- und Sicherheitsschutzes ausgebaut. Insgesamt werden sieben Gebäude zurückgebaut, u. a. Fahrzeughallen, Garagen, Aufenthaltsräume, eine Tischlerei, ein Wohnhaus sowie Außenanlagen.

Der Rückbau der Gebäude ist erforderlich, um im zweiten Schritt auf der Fläche die Auffüllungen mit Boden und Bauschutt zu entfernen, welche mit Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW), PAK und Schwermetallen belastet sind. Die nun anstehenden Arbeiten werden rund sechs Wochen in Anspruch nehmen. Die so aufbereitete Fläche soll später mit Wohnungen bebaut werden.

Für den Rückbau der Gebäude wird die Zufahrt zur Baustelle über die Ufer-Allee erfolgen.

Anlieger- und Arbeitsschutz

Um die Anlieger des Grundstückes und die Arbeiter auf dem Gelände vor Lärm und Staub zu schützen, verwendet das ausführende Unternehmen möglichst lärmreduzierte Verfahren und unterdrückt entstehenden Staub mit Wassernebel.

Parallel zum Gebäuderückbau laufen die Vorbereitungen für die öffentliche Vergabe der Maßnahmen für die Flächenaufbereitung durch die Tiefenenttrümmerung der Fundamente und Anlagen und den Abtrag von Auffüllungen des Geländes, der zeitnah im Anschluss an den Gebäuderückbau erfolgen soll.

Für die Anlieger stehen bei Bedarf folgende Ansprechpartner/innen zur Verfügung:

  • Peter Ungruhe, Stadt Ibbenbüren; Fachdienst Tiefbau, Straßenbau, Telefon 05451 931-7112, E-Mail: Peter.Ungruhe@ibbenbueren.de
  • Inken Passe, Projektleiterin beim AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, Telefon 02324 5094-45, E-Mail: i.passe@aav-nrw.de
Hintergrund

Auf der Fläche befand sich von 1961 bis 2008 der Bauhof der Stadt Ibbenbüren einschließlich der Stadtgärtnerei. Da das Gelände wegen im Untergrund befindlicher Torfe und torfiger Sande keine ausreichende Tragfähigkeit bot, wurde zur Untergrundverbesserung Bergematerial und Bauschutt in einer Mächtigkeit von im Schnitt 1,5 Metern aufgebracht. In diesen Auffüllungen wurden Belastungen mit Mineralölkohlenwasserstoffen, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Schwermetallen festgestellt, die für eine wohnbauliche Nutzung im Rahmen eines Flächenrecyclings entfernt werden sollen.