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Datum: 02.12.2019

Stadtbücherei: Modernes Ausleihsystem in Betrieb genommen

Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer machte persönlichen Test

Stadtbücherei: Modernes Ausleihsystem in Betrieb genommen
Alles ruckzuck. Alles einfach. Alles paletti: Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer und Stadtbücherei-Leiterin Dagmar Schnittker testen das neue digitale Ausleihsystem, bevor der Echtbetrieb starten kann. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 1. Dezember 2019. Den letzten Testlauf vor Echtbetrieb machte der Bürgermeister selbst. Als Chef der Stadtverwaltung musste er sich persönlich überzeugen, dass alles technisch korrekt läuft. Und als Kunde der Stadtbücherei Ibbenbüren wollte er das auch. Das Resultat: Alles funktioniert wie bestellt und gewünscht – jetzt kann es losgehen…

Ab dem morgigen Dienstag, 3. Dezember, wirkt in der Stadtbücherei Ibbenbüren die digitale Revolution namens Radio Frequency Identification, kurz RFID. Hinter der englischen Langform und dem kryptisch anmutenden Kürzel verbirgt sich Technik, die künftig die selbstständige Verbuchung von Medien durch Kunden ebenso ermöglicht wie eine Rückgabe von Ausgeliehenem außerhalb der Bücherei-Öffnungszeiten.

Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, bekennender Besitzer eines Nutzerausweises der Bücherei, stellte sich am heutigen Montag, 2. Dezember, seinen persönlichen Lektürestapel für den Dezember zusammen, zückte die Karte, schritt zu einem der neuen Ausleihterminals – und binnen Sekunden war der Lesestoff im System verbucht. Alles zackzack. Alles einfach. Alles paletti. So soll es sein.

„Größere Bibliotheken wie in Münster arbeiten bereits mit RFID-Technik, viele kleinere aber noch nicht“, erläutert Stadtbücherei-Leiterin Dagmar Schnittker. Bei der Umsetzung mit im Boot war ein eigens beauftragtes Facharchitektur-Büro. Es fiel viel Arbeit an. So bedingte die Umstellung des Systems eine Neuetikettierung aller in der Stadtbücherei Ibbenbüren vorhandener Medien. Sprich: von Büchern, CDs, Filmen, Spielen aller Art. Das sind immerhin rund 48.000 Stück. Eine Größenordnung, nicht von Pappe. Seit Anfang des Jahres war das Büchereiteam schrittweise, aber stetig damit beschäftigt.

Erst recht ging es für die Einrichtung des neuen, modernen Systems baulich zur Sache: Der Eingangsbereich der Stadtbücherei musste umgebaut werden, denn hier sollte die volldigitale Selbstverbuchung schließlich ihren Einzug halten. Wer die Bibliothek betritt, trifft jetzt unmittelbar auf die RFID-Terminals und weiß somit sofort, wo er in Sachen Medienverbuchung zur Tat schreiten kann.

„Nicht zuletzt die Erreichbarkeit außerhalb der Öffnungszeiten wird Kunden entgegenkommen“, ist sich Schnittker sicher. Für die Selbstrückgabe ausgeliehener Medien findet sich jetzt ein Apparat im Foyer des Kulturhauses Ibbenbüren, direkt am Büchereieingang um die Ecke. „Insgesamt“, so die Büchereileiterin, „wird vieles einfacher.“

Rund 300.000 Euro Volumen umfasst die gesamte RFID-Einführung. Die Landesregierung in Düsseldorf hat die Maßnahme mit 131.000 Euro gefördert. 60 Prozent Eigenanteil verblieben bei der Stadt Ibbenbüren. Mit dem Zuschuss will die Landesregierung Initiativen öffentlicher Bibliotheken fördern, die der Modernisierung und der Steigerung der Attraktivität dienen. Ibbenbüren konnte mit seinem Konzept in Düsseldorf rundweg überzeugen.

Wichtig für Kunden der Stadtbücherei: Mit Einführung des neuen Systems verlieren die bisherigen Bibliotheksausweise ihre Gültigkeit. Die alten Ausweise konnten bereits im Vorfeld gegen neue RFID-Ausweise umgetauscht werden. Ab der morgigen offiziellen Inbetriebnahme des digitalen Ausleih- und Rückgabesystems wird für Kunden ohne neuen Ausweis nichts mehr gehen. Also: Wer noch keinen neuen Ausweis hat, sollte schleunigst einen beantragen, damit der Dezember nicht unterhaltungsarm wird.

Die Stadtbücherei Ibbenbüren im Internet: www.stadtbuecherei-ibbenbueren.de