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Datum: 14.02.2020

Für mehr Klimaschutz: Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach im Aufbau

Deutliche CO2-Einsparungen – und eine Eigenkapitalrendite, die sich wirklich auszahlt

Photovoltaikanlage auf Rathausdach im Aufbau
Photovoltaik rechnet sich: Steffen Boße (rechts), Klimaschutzmanager der Stadt Ibbenbüren, präsentiert mit Klaus Fleer (links), Geschäftsführer der Fleer Naturstrom GmbH, eines der Module fürs Rathausdach. Fleers Unternehmen besorgt im Auftrag der Stadtverwaltung die Montage der PV-Anlage. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 14. Februar 2020. Klimaschutz ist für die Stadt Ibbenbüren kein politisches Feigenblatt, sondern konkrete Leitlinie für das eigene Handeln. Das stellt die Stadtverwaltung immer wieder unter Beweis. Sei es zuletzt mit der Schaffung des günstigen ibbTickets für den Bus- und Bahnverkehr, sei es mit der fortlaufenden Errichtung von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden.

Was Photovoltaiknutzung angeht, setzt die Stadt jetzt mit einer PV-Anlage auf dem Rathausdach einen weiteren Akzent in Sachen klimafreundlicher Stromerzeugung. Ein Teil der Module ist bereits installiert. Am Ende wird die Photovoltaikanlage auf dem Trakt zur Weberstraße sowie im Dachbereich der Ratssäle eine Gesamtfläche von 404 Quadratmetern bedecken.

Die Leistung der Anlage auf dem Rathaus wird 72,9 Kilowatt peak (kWp) betragen. Dazu muss man wissen: Ein Kilowatt peak erzeugt, je nach Ausrichtung, in hiesigen Breiten übers Jahr zwischen 800 bis 950 Kilowattstunden (kWh) Strom. Ausgerichtet ist die Anlage in Nordwest- sowie Südost-Ausrichtung, um einen möglichst gleichmäßigen Stromertrag über den gesamten Tag zu gewährleisten – und damit eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote. Ergebnis: Der produzierte Strom der PV-Module wird zu fast 100 Prozent unmittelbar vor Ort im Rathaus genutzt.

Was die Vermeidung von Kohlenstoffdioxid (CO2) betrifft, ist die PV-Anlage des Rathauses ein sehr solider Arbeiter: Nicht weniger als 34.723 Kilogramm CO2 pro Jahr können durch die Module eingespart werden. In 20 Jahren sind dies immerhin fast 700 Tonnen Kohlenstoffdioxid.

Die Anlage ist aber nicht nur gut fürs Klima. Sie rechnet sich auch für die Stadt. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital beträgt fast vier Prozent per anno – und das auf mindestens 20 Jahre. Denn nach diesem Zeitraum endet zwar die gesicherte EEG-Einspeisung, die die Stadt Ibbenbüren kaum in Anspruch nimmt. Nach 20 Jahren arbeiten die Module aber immer noch und produzieren weiter kostenlosen Sonnenstrom. Kein Sparbuch und kein Wertpapier bringen derzeit eine derart sichere und gute langfristige Rendite. Das ist Klimaschutz, der sich mehrfach lohnt.

Und das Beste daran: Jeder, der ein Hausdach hat, kann sich mit einer eigenen Photovoltaikanlage auch eine solche gute und klimaschonende Rendite sichern.