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Datum: 25.10.2022

Netzwerk gegen Gewalt an Beschäftigten im öffentlichen Dienst

Stadt Ibbenbüren ist ab sofort Mitglied von „#sicherimDienst“

Netzwerk gegen Gewalt an Beschäftigten im öffentlichen Dienst
NRW-Innenminister Herbert Reul, Regierungspräsident Andreas Bothe und Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf mit André Niewöhner (v. l.) aus der Netzwerkkoordinierungsgruppe. (Foto: #sicherimDienst - Jochen Tack)

Ibbenbüren, 25. Oktober 2022. Die Stadt Ibbenbüren ist ab sofort Mitglied des Präventionsnetzwerkes „#sicherimDienst“. Die NRW-Initiative „#sicherimDienst“ bietet in einem Zusammenschluss von mehr als 300 Behörden wichtige Hilfestellungen für Sicherheit und Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. In der vergangenen Woche ist der Regierungsbezirk Münster dem Netzwerk beigetreten. NRW-Innenminister Herbert Reul, Regierungspräsident Andreas Bothe und Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf begrüßten in den Räumlichkeiten der Bezirksregierung Münster dazu Abgeordnete, Landräte, Bürgermeister und zahlreiche weitere kommunale Vertreter aus dem Regierungsbezirk als neue Netzwerkpartner.

Verbale Anfeindungen und physische Gewalt sind im öffentlichen Dienst leider immer häufiger zu registrieren: Auch Rettungskräfte, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher oder Beschäftigte in Behörden mit Publikumsverkehr werden mit Gewalt konfrontiert. Respektlosigkeit und Aggressivität gehören vielfach zum dienstlichen Alltag. Teilweise haben sie sich schon so sehr manifestiert, dass sie von den Betroffenen häufig gar nicht mehr wahrgenommen werden. Die Situationen, in denen Übergriffe geschehen, sind oft nicht kalkulierbar und schon geringe Divergenzen, simple Entscheidungen oder Meinungsverschiedenheiten können Anlass für Konfrontation, Frustration und Aggression sein. Dabei haben sowohl die Häufigkeit als auch die Qualität der Übergriffe zugenommen.

„Die Stadt Ibbenbüren verfolgt hierbei schon länger eine ‚Null-Toleranz-Strategie‘. Jeder Vorfall wird von uns konsequent zur Anzeige gebracht, denn er stellt eine Straftat dar“, sagt Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Wir akzeptieren keine Rechtsbrüche, denn niemand steht über dem Gesetz.“ Die Verwaltung werde darüber hinaus alles unternehmen, um Gefährdungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kundinnen und Kunden und allen anderen Personen im Verwaltungsbereich zu vermeiden. Deshalb auch der Beitritt zur Initiative „#sicherimDienst“.

Für die Betroffenen kann eine solche Attacke schwerwiegende Folgen haben, die auch langfristig zu spürbaren Beeinträchtigungen und Einschränkungen bei der Berufsausübung führen. „Angst und Unsicherheit sind keine Basis für ein gesundes Arbeitsklima.“ Deswegen sei es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dem vorzubeugen. Das ist am Ende auch gut für die Bürgerinnen und Bürger, denn die Verwaltung hilft, nützt und schützt mit ihrer Arbeit alle und allen Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürenern – sei es über die Jugendarbeit oder die Feuerwehr, über das Jobcenter oder den Straßenbau.

Beitrittsurkunde zum Präventionsnetzwerk #sicherimDienst
Beitrittsurkunde zum Präventionsnetzwerk #sicherimDienst

Hier setzt das Netzwerk „#sicherimDienst“ an. Es umfasst als Netzwerkpartner Beschäftigte aus 300 Behörden, Institutionen, Verbänden oder Organisationen und bietet die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch rund um das Thema Gewalt am Arbeitsplatz, stellt Praxisbeispiele und allgemeine, sowie tätigkeitsbezogene Handlungsempfehlungen zur Verfügung. Und es wächst stetig weiter und macht durch Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit auf die Thematik aufmerksam.

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind die Gesichter des staatlichen Handelns. Wir müssen gemeinsam für ihren Schutz und ihre Sicherheit sorgen“, sagt auch die zuständige Geschäftsbereichsleiterin der Stadt Ibbenbüren, Brigitte Janz. „Handlungsempfehlungen, best practice und der Austausch von Erfahrungen können hilfreich sein zur Entwicklung von Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten. Es gibt viele gute Ansätze vor Ort. Bewährt hat sich der übergreifende Austausch.“