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Datum: 20.05.2020

Kommunalwahlen: Wahlhelfer gesucht

Stadt geht auf Bürger zu / „Die Wahl macht Demokratie vor der eigenen Haustür erst möglich“

Kommunalwahlen: Wahlhelfer gesucht
»Demokratische Wahlen sind ein Mannschaftsspiel«: Brigitte Janz, Mattes Egelkamp und Christian Recker (von links) werben für den Einsatz von Bürgern als Wahlhelfer. Rund 400 solcher Demokratiehelfer werden für die Kommunalwahlen im Herbst benötigt. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 20. Mai 2020. Demokratie braucht das Angebot unterschiedlicher politischer Ideen, zwischen denen Bürger wählen können. Sie braucht aber nicht zuletzt auch aktive Bürger, die ihren persönlichen Einsatz für die Demokratie leisten. Zum Beispiel, indem sie die Durchführung einer Wahl unterstützen. Demokratie braucht Demokratiehelfer.

Zahlreiche Ibbenbürener Bürger erhalten in diesen Tagen Post von der Stadtverwaltung – und mit diesem Brief verbunden die Einladung, bei den Kommunalwahlen am Sonntag, 13. September, als Wahlhelfer tätig zu werden. „In Ibbenbüren werden für den Wahltag zirka 400 Helfer benötigt“, erklären Christian Recker und Mattes Egelkamp. Die beiden Mitarbeiter des Fachdienstes Recht und Ordnung haben gemeinsam mit ihrer Chefin Brigitte Janz den September im Blick. Sie gehören zum Planungsstab, der die Vorbereitung für den Tag X in Angriff genommen hat.

Wahlen: ein Mannschaftsspiel

Zu den organisatorischen Dingen im weiteren zeitlichen Vorspann der eigentlichen Stimmabgabe zählt wesentlich auch, Bürger für 46 Wahlvorstände zu gewinnen. Diese Vorstände in den Stimmlokalen von Bockraden bis Dörenthe, vom Dickenberg bis Laggenbeck begleiten und verantworten die Kommunalwahlen samt Stimmenauszählung. Ohne die Bürger funktioniert auch in Ibbenbüren eine Wahl nicht – weder ohne deren Kreuz auf dem Stimmzettel noch ohne deren Unterstützung im Team. „Demokratische Wahlen sind ein Mannschaftsspiel“, bringt es Azubi Mattes Egelkamp auf den Punkt. Der 19-Jährige hat bei der Europawahl im vergangenen Jahr zum ersten Mal als Bürger seine Stimme abgegeben. Beim Wählervotum im Herbst ist er sozusagen im doppelten Einsatz – als Wähler und in der Organisation.

Bei den anstehenden Kommunalwahlen entscheiden die Bürger des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen über die Zusammensetzung von Stadt- und Gemeinderäten sowie über die Besetzung des Bürgermeisteramtes. Für Brigitte Janz und ihre Mitarbeiter sind die Stimmabgaben im September aber mehr als bloß ein formaler Akt. „Demokratie vor Ort kann nicht ohne Wahlen verwirklicht werden. Die Kommunalwahlen machen Demokratie vor der eigenen Haustür erst möglich“, unterstreicht sie. Der Einsatz als Wahlhelfer ist vor diesem Hintergrund sozusagen eine bürgerliche Ehrentätigkeit – und vom Gesetzgeber her sogar eine Bürgerpflicht: Sich von der Heranziehung zu einem Wahlvorstand befreien lassen kann man lediglich aus triftigen Gründen.

Doppelte Chance für Bürger

Die Stadt Ibbenbüren setzt allerdings nicht einfach auf eine Verpflichtung. Sie möchte stattdessen Bürger motivieren, zum Wahl- und damit zum Demokratiehelfer zu werden. Weil diese Tätigkeit letztlich eine Variante der Bürgerbeteiligung an politischen Prozessen ist, die in Ibbenbüren lebendig ausgeprägt ist. Unter dem Motto „Deine Wahl. Deine Zukunft. Dein Einsatz.“ hat sie verschiedene Zielgruppen ins Auge gefasst, aus denen die 400-köpfige Helfermannschaft gewonnen werden soll. Neben Freiwilligen aus den vergangenen Wahljahren gehören dazu unter anderem Erst- und Jungwähler sowie Ibbenbürener Neubürger. „Im Grunde bieten die Kommunalwahlen jedem Bürger zwei Chancen: Zum einen ist die Stimme als Wähler gefragt. Zum anderen können Bürger durch ihr aktives Engagement als Wahlhelfer dazu beitragen, dass die Kommunalwahlen gut über die Bühne gehen“, sagt Christian Recker. Er hat in seiner Laufbahn selbst schon viele Urnengänge mit betreut – und schätzt von daher die Einsatzbereitschaft von Bürgern sehr wert.

Bonus für Engagierte

Wer das Schreiben der Stadt Ibbenbüren erhält, kann sich auf einer eigens geschalteten Internetseite als Wahlhelfer anmelden. Die Losung „Freiwillige vor!“ beinhaltet dabei für Engagierte zudem eine Bonuslösung: Diese haben die Möglichkeit, ein Wunsch-Wahllokal für ihren Einsatz anzugeben. Außerdem können sie Freunde und Bekannte benennen, die ebenfalls Demokratiehelfer werden wollen – und auf diese Weise sozusagen ein eigenes Team für den Wahltag vorschlagen. „Wir werden uns bemühen, solche Wünsche zu berücksichtigen“, erklären Christian Recker und Mattes Egelkamp.

Aber auch solche Ibbenbürener Bürger, die nicht angeschrieben werden und sich trotzdem als Demokratiehelfer engagieren möchten, haben die Möglichkeit, sich bei der Stadt informieren zu lassen (Telefon 05451 / 931-425) oder aber direkt im Internet für die Arbeit in einem Wahlvorstand anzumelden (www.ibbenbueren.de/wahlhelfer). „Engagement ist willkommen. Wir freuen uns in jedem Fall“, sagt Brigitte Janz. Demokratie – das ist eben eine Sache der Vielen. Und Tatkräftigen.

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