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Datum: 15.01.2021

Gutes Klima: Mauritiusschule leistet wichtigen Beitrag

Ibbenbürener Förderprogramm: Auch Unternehmen bieten sich spannende Perspektiven

Gutes Klima: Mauritiusschule leistet wichtigen Beitrag
»Nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz rechnen sich«: Der städtische Klimaschutzmanager Steffen Boße ist mit der Photovoltaik-Anlage auf der Mauritiusschule zufrieden. Eine Anlage dieser Größe ist auch für Unternehmen spannend. Die Stadt hat hierzu eine Sonderförderung aufgelegt. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 15. Januar 2021. Unterm Dach findet Bildung statt – auf dem Dach konkreter Klimaschutz: Die Mauritiusschule ist jetzt mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet worden. 70.731 Euro hat die Stadt Ibbenbüren in diesen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung vor Ort investiert. Eine deutliche Hausnummer.

Steffen Boße, städtischer Klimaschutzmanager, blickt bei einem Inspektionstermin auf dem Dach der Grundschule zufrieden auf das Feld von Photovoltaik-Modulen vor sich. Zur Zufriedenheit haben er und die Stadt Ibbenbüren allen Grund: Veranschlagt ist für die Anlage ein jährlicher Ertrag von rund 68.063 Kilowattstunden Strom.

Ist die technische Leistung der Anlage schon solide, überzeugt sie ebenso in puncto erreichtem Klimaschutz: Mit den Modulen auf der Mauritiusschule können 32,3 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) per anno eingespart werden. Das ergibt multipliziert mit der Anlagenlaufzeit von 20 Jahren insgesamt rund 646 Tonnen CO2. Gutes Klima in Ibbenbüren: Die Photovoltaikanlage auf der Grundschule am Fröbelplatz leistet einen wichtigen Beitrag hierzu.

Bei all dem erweist sich das technische Ensemble über den Köpfen von Schülern und Lehrern zudem noch als finanziell interessant: 4,99 Prozent beträgt in diesem Fall die jährliche Rendite auf das eingesetzte Kapital – auf mindestens 20 Jahre. „Diese Anlage“, resümiert Steffen Boße entsprechend, „ist ein schönes Beispiel dafür, dass bei der Nutzung von Photovoltaik Nachhaltigkeit und Klimaschutz sich auch noch rechnen.“

Deshalb wirbt der städtische Klimaschutzmanager dafür, Photovoltaik in weiteren Bereichen Ibbenbürens zum Einsatz kommen zu lassen. Auch in der Wirtschaft. „Eine Anlage, wie wir sie hier installiert haben, rechnet sich durchaus auch für kleine und mittlere Unternehmen“, erklärt Boße. „Angesichts steigender Energiekosten sollten Wirtschaftsbetriebe ruhig einmal den Einsatz einer Photovoltaikanlage für sich durchkalkulieren lassen.“

Die Stadt leistet hierbei eine konkrete Einstiegsunterstützung für Unternehmen – mit einer Ibbenbürener Sonderförderung, die Ende vergangenen Jahres in die erste Runde gegangen ist und welche die Stadt fortzusetzen plant. „In der ersten Etappe wurde dieses Programm mehr von privaten Haushalten als von Wirtschaftsbetrieben in Anspruch genommen“, erklärt Steffen Boße. „Gerade aber auch für Unternehmen ist die städtische Sonderförderung interessant.“

Denn ob gewerbliche Immobilie oder Privatgebäude – für eine neue Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach können Antragsteller im Rahmen der Klimaoffensive der Stadt Ibbenbüren bis zu 1500 Euro aus dem städtischen Klimafonds erhalten. Der Rat der Stadt hat auf der Grundlage der städtischen Klimaoffensive 2020 eigens diesen Fonds aufgelegt. Die Mittel hieraus werden für die Anschaffung von PV-Anlagen verwendet.

Gewerbliche Photovoltaikanlagen werden wesentlich dann gefördert, wenn sie eine Mindestleistung von 20 Kilowatt peak (kWp) zur gewerblichen Nutzung beitragen. Unternehmen bieten sich dadurch, dass die Stadt Ibbenbüren in Sachen Klimaschutz vorlegt, somit spannende Perspektiven.

Infos zur Förderung im Internet: http://klima.ibbenbueren.de. Kontakt zum Klimaschutzmanager der Stadt Ibbenbüren: Telefon 05451 / 931-7025, E-Mail steffen.bosse@ibbenbueren.de.