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Datum: 07.12.2022

Große Lust auf Musik

Herausragende Leistungen bei Musikschulkonzert

Große Lust auf Musik
Am vergangenen Sonntag, den 4. Dezember, gab es endlich wieder ein Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger der obligatorischen Jahresvorspiele in der Musikschule. (Foto: Musikschule)

Ibbenbüren, 7. Dezember 2022. Am vergangenen Sonntag, den 4. Dezember, gab es endlich wieder ein Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger der obligatorischen Jahresvorspiele in der Musikschule. Und nach 2 Jahren Zwangspause legten sich alle besonders ins Zeug und glänzten mit herausragenden Leistungen. Insgesamt bekamen sage und schreibe 56 Schülerinnen und Schüler ihr Zeugnis, nebst einer Anerkennung vom Förderverein, der dadurch dieses Konzert erst ermöglichte. Ein besonderer Dank geht an die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Wedderhoff, die sich spontan für die Preisvergabe zur Verfügung gestellt hatte. „Ich hatte das Glück, solchen Konzerten schon öfter lauschen zu dürfen. Es ist immer wieder erstaunlich, auf welch hohem Niveau hier musiziert wird. Die Musikschularbeit und das große Engagement aller Lehrkräfte ist dafür so wichtig“, so Wedderhoff.

Das Mittelstufenorchester unter der Leitung von Kristina Nockemann eröffnete den Vormittag. Welch wunderbares Entree. In seiner nachfolgenden Begrüßungsrede betonte der neue Musikschulleiter, Michael Biewald, wie froh er sei, hier in Ibbenbüren diese Art des Leistungsnachweises vorzufinden. Besonders wichtig auf dem Zeugnis sei für ihn das Feld für die Bemerkungen. Denn das dort Geschriebene gibt dem Nachwuchs eine Rückmeldung über seine Entwicklung der vergangenen Monate. Und davon profitieren auch Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr keinen Preis gewinnen konnten. Denn alle werden ernst genommen, und es wird sich mit ihrer individuellen Entwicklung auseinandergesetzt. Und nicht weniger dürfte man erwarten, wenn man bedenkt, dass die Schülerinnen und Schüler den Lehrkräften der Musikschule eines ihrer wertvollsten Güter anvertrauen. Ihre Zeit. Das man sich in Ibbenbüren dieses Vertrauens würdig gezeigt hat, zeigten die musikalischen Beiträge, die nun begannen. Eine Auswahl aus der Reihe der Preisträgerinnen und Preisträger stellte eindrucksvoll die Breite der Ausbildungen und ihr hohes Niveau unter Beweis.

Mit Querflöte, Blockflöte, Trompete, Violine, Cello, Gitarre, Percussion und Klavier wurde wahrlich ein großes Spektrum an Instrumenten und Epochen abgedeckt. Es startete ein Querflötenquartett der Lehrkraft Kristina Nockemann, gefolgt von einem sehr gefühlvollen Beitrag auf der Violine von Samuel Wall aus der Klasse von Bela Berkemer-Makharadze. Dass die musikalische Größe nicht immer unbedingt von der eigenen Statur abhängt, bewies Nikita Maier am Marimbaphon. Zu knapp zwei Dritteln blieb er hinter dem gigantischen Instrument verborgen, bearbeitete es aber höchst virtuos. Es folgte Jonathan Bröskamp aus der Klavierklasse von Heike Janßen-Müller, der für sein Alter bereits über erstaunliche Reife verfügt. Danach wurde auch der Pop-Bereich gestreift. Benedikt Manemann, aus der Trompetenklasse von Thomas Krüp, spielte „Super Trouper“ von Abba. Marie Berkemer am Violoncello, aus der Klasse von Reinhard Poldner, spielte ein eigens von ihrem Vater, Uwe Berkemer, für sie komponiertes Stück, wobei er sie auch begleitete. Vor der Zeugnisübergabe spielte Lara-Christin Greskamp am Flügel noch den zweiten Tanz aus den „Danzas Argentinas“ von Alberto Ginastera. Besonders im Mittelteil konnte sie klanglich die Weite der argentinischen Landschaft sehr gut interpretieren.

Dann kam endlich die große Preisübergabe. Angelika Wedderhoff, unterstützt von Michael Biewald, überreichte allen Anwesenden das Jahreszeugnis und den vom Förderverein gesponserten Umschlag mit einer kleinen Anerkennung. Dabei hatte sie für jeden der Schülerinnen und Schüler ein aufmunterndes Wort parat.

Das Percussion-Ensemble von Silke Büscherhoff holte im anschließend mit zwei Stücken alle Anwesenden wieder in das Konzertgeschehen zurück. Leonie König an der Blockflöte, begleitet durch ihre Lehrerin Brigitte Robers-Schmoll, sowie die Gitarristin Amirah Moussa aus der Klasse von Clemens Lügger, ebneten, nun wieder etwas sanfter, den Weg zum Höhepunkt des Vormittages. Iakov Zaderman, ebenfalls aus der Klasse von Heike Janßen-Müller, überzeugte erneut in seiner sehr facettenreichen Art mit Beethovens „Sonate op.27 Nr.2“. Ein sehr würdiger Abschluss eines hochklassigen und kurzweiligen Konzerts vor weit über 150 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern. Alle freuen sich bereits auf die Wiederholung im nächsten Jahr.

Quelle: Städtische Musikschule Ibbenbüren - Hörstel - Recke