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Datum: 11.11.2021

Gerechte Chancen für Kinder schaffen

Auftaktveranstaltung zu „kinderstark Ibbenbüren“ / Schrameyer: „Wir müssen dranbleiben“

Gerechte Chancen für Kinder schaffen
Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer begrüßte im November 2021 die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung von »kinderstark Ibbenbüren« im »BlickPunkt«. (Foto: Stadt Ibbenbüren / Henning Meyer-Veer)

Ibbenbüren, 11. November 2021. Chancengerechtes Aufwachsen – für die Stadtverwaltung Ibbenbüren ist das ein ganz wichtiges Thema, mit dem sie sich schon seit Jahren befasst. Stichwort „Frühe Hilfen“. „Wir haben rund 800 Kinder im Leistungsbezug SGB II“, sagt Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Das sind 800 Kinder, die Gefahr laufen, eben nicht chancengerecht aufzuwachsen.“

Das zu verhindern, ist ein Ziel des Förderprogrammes „kinderstark – NRW schafft Chancen“. Dabei handelt es sich um ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Programm, das Übergänge gestalten und erleichtern soll. Die Stadt Ibbenbüren beteiligt sich an diesem Projekt. „Aufbauend auf das vorhandene Netzwerk ‚Frühe Hilfen‘ sollen für Kinder ab dem 4. Lebensjahr Präventionsketten aufgebaut werden, um so im Rahmen eines gelingenden Aufwachsens die Übergangssysteme Kita – Schule und Schule – Beruf/Studium zu begleiten“, sagt Bernd Mix, städtischer Fachdienstleiter Kinder, Jugend und Familie. „Dazu bedarf es kommunaler Vernetzung der Beteiligten in der Stadt Ibbenbüren. Diese Vernetzung wird durch eine Steuerungsgruppe koordiniert.“

Für Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. „Wir können es uns als Gesellschaft nicht erlauben, auch nur ein Kind zurückzulassen. Wir haben noch Potenzial.“ Die entscheidende Frage sei aber: Was kann man tun? „Deswegen freue ich mich, dass Sie in so großer Zahl unserer Einladung gefolgt sind“, so Schrameyer zur Begrüßung der rund 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bereichen der Kinderförderung, die am Mittwoch zur Auftaktveranstaltung „kinderstark Ibbenbüren“ in den „BlickPunkt“ gekommen waren. „Wir wollen gemeinsam überlegen, wie Ideen für ein chancengerechtes Aufwachsen aussehen können. Wir müssen dranbleiben.“

Im „BlickPunkt“ galt es am Mittwoch, Themen zu definieren, die für die Projektdurchführung in der Kommune von zentraler Bedeutung sind, um sie dann in Arbeitsgruppen zu bearbeiten und die Ergebnisse in die tägliche Arbeit zu implementieren. Es galt, Strukturen und Netzwerke zu schaffen beziehungsweise auf bestehenden Netzwerken aufzubauen und Themenschwerpunkte für die künftige Arbeit im Projekt herauszuarbeiten. Dabei hatten alle Teilnehmenden die Chance, eigene Ideen und Impulse einzubringen. „Sie alle gestalten dieses neue Programm mit“, wandte sich Moderatorin Sarah Vazquez ans Plenum.

„Um eine Strategie zur Gesamtprävention für Ibbenbüren zu entwickeln, ist es notwendig, Lücken der Prävention zu schließen“, sagt die städtische Projektkoordinatorin Maria Jasper. Besonders die Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut und ein Aufstieg durch Bildung bedürften einer Bündelung aller Kräfte und einer engen Zusammenarbeit der Akteure. „Mit dieser Auftaktveranstaltung wollen wir die neue Präventionskette öffentlich begründen und nächste Arbeitsschwerpunkte festlegen. Wir wollen gut vernetzte Unterstützungsleistungen entwickeln und haben uns zunächst drei wichtige Themenschwerpunkte vorgenommen.“ Im Einzelnen waren das die Themen „Sozialraumorientierung für Ibbenbüren“, „Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Schule“ sowie „Der Übergang von der Schule in den Beruf“. Es sollen zielführende Bedingungen geschaffen werden, damit alle Kinder und Jugendlichen gute Zukunftsperspektiven in Ibbenbüren haben und gesund aufwachsen. „Dabei stellt eine gute Vernetzung aller Beteiligten eine elementare Grundlage der Prävention dar“, so Jasper abschließend, die auch noch die hohe Motivation der Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer hervorhob.

Bernd Mix als zuständiger Fachdienstleiter war mit dem Auftakt zufrieden. „Die Resonanz auf unser Netzwerkangebot war groß, der fachliche Input sehr inspirierend. Das Zusammenwirken der vielen Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen Bereichen hat sehr viele Impulse gebracht, die für die weitere Arbeit sehr wertvoll sind“, so Mix in seinem Fazit. „Mit diesem Auftakt ist die Basis für eine weitere gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen geschaffen, um Kinder im wahrsten Wortsinne stark zu machen“, ergänzt Brigitte Janz, zuständige Geschäftsbereichsleiterin der Stadt.