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Datum: 09.11.2021

Erst Zuschuss - dann Startschuss: Brückenneubau rückt näher

Nordstadtarkaden: Förderbescheid in Höhe von 3,8 Millionen Euro / Baubeginn 2022 geplant

Erst Zuschuss - dann Startschuss: Brückenneubau rückt näher
Ministerin Ina Brandes überreichte den Förderbescheid an Karl-Ludwig Borgmann, städtischer Fachdienstleiter Tiefbau. (Foto: VM/Mark Hermenau)

Ibbenbüren, 9. November 2021. Das ist mal richtig viel Geld. Am Montag ist Karl-Ludwig Borgmann, städtischer Fachdienstleiter Tiefbau, nach Düsseldorf ins Verkehrsministerium gefahren. Zurückgekommen ist er mit einem ganz dicken „Scheck“. Ganz genau mit einem über 3.817.400 Euro. Der „Scheck“, das ist der Förderbescheid über die Summe, mit der sich das Land NRW und der Bund am Neubau der Fuß- und Radwegbrücke beteiligen, die hinter der Nordstadtarkaden über die Bahnstrecke führt. Damit werden 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben übernommen. Überreicht wurde der Bescheid am Montag von NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Unterstützung die Chance haben, hier eine moderne, barrierefreie Verkehrsverbindung schaffen zu können“, sagt Ibbenbürens Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer.

Die aktuelle – rein funktionale – Brücke ist „auf“, wie es im Volksmund so schön heißt. Sie wird nach ihrem Abbruch durch einen auch optisch ansprechenden Neubau ersetzt. Geplant ist eine Hängebrücke mit angehängter Fahrbahn. Die Last der neuen Brücke wird von einem schräg stehenden Pylonenpaar auf der Nordseite der Brücke getragen. So kann auf einen Pfeiler an der Straße „An der Mauritiuskirche“ verzichtet werden. Das ermöglicht ein schönes und modernes Design. „Wir wollen, dass an dieser Stelle der Stadt eine ganz besondere Brücke entsteht“, sagt der Technische Beigeordnete der Stadt Ibbenbüren, Uwe Manteuffel. „Funktionalität und eine ansprechende Optik müssen sich ja nicht ausschließen.“

Wichtig sei es der Verwaltung auch gewesen, den bisherigen Standort der Brücke beizubehalten. „Sie ist ja eine direkte Verbindung aus dem Norden Ibbenbürens in die Innenstadt. Diese viel genutzte Verbindung wollen wir nicht aufgeben“, so Manteuffel. Und durch die Pylonkonstruktion können auf der Südseite auch die Parkplätze beibehalten werden. „Das war uns auch wichtig.“ Auf der Nordseite werden Fußgänger und Radfahrer mit dem Neubau durch einen kleinen Kreisel auf die Höhe des Brückenniveaus geführt. „Das muss deshalb so gemacht werden, weil der Platz zwischen der Bahn und der Straße ‚An der Reichsbahn‘ sehr eng ist“, erläutert Karl-Ludwig Borgmann, städtischer Fachdienstleiter Tiefbau, die Wegeführung, die Fußgängern und Radfahrern ein sicheres Queren der Bahnstrecke ermöglicht. „Der Fuß- und Radweg ist vier Meter breit.“ Man kann sich also sicher begegnen. Auch das sei eine signifikante Verbesserung zu der alten Brücke.

„Die Brücke ist ein elementarer Baustein unseres Mobilitätskonzeptes“, betont Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Der Weg vom Auto kann nur funktionieren, wenn wir für Alternativen eine passende Infrastruktur bereithalten.“ Kurze Wege, die per Fuß oder auf dem Rad zurückzulegen sind, würden die notwendigen Anreize schaffen, auf das Auto zu verzichten. „Wir wollen den Radverkehr stärken, deshalb gehen wir dieses Projekt an und freuen uns sehr über den Förderbescheid.“

Mit dem Förderbescheid kommen die Planungen jetzt einen weiteren großen Schritt voran. Aktuell ist vorgesehen, die Bauarbeiten für Anriss und Neubau der Brücke im kommenden Jahr beginnen zu lassen. Vorgesehen ist die Fertigstellung der neuen Brücke im Jahr 2023.

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