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Datum: 24.11.2022

Ein großer Mehrwert für Familien

Auftaktveranstaltung zum Projekt „Gelingendes Aufwachsen“ / Kooperation von Stadt und jobcenter wird weiter intensiviert

Ein großer Mehrwert für Familien
Im Saal der Musikschule fand die Auftaktveranstaltung des Projektes »Gelingendes Aufwachsen« statt. (Foto: Stadt Ibbenbüren)

Ibbenbüren, 24. November 2022. Das vom LWL geförderte Projekt „Gelingendes Aufwachsen - Netzwerke für Kinder“ ergänzt in Ibbenbüren die kommunale Präventionskette „Der Ibbenbürener Weg“. Nach intensiver Vorbereitung durch die Projekt- und Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des jobcenters Kreis Steinfurt sowie des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie der Stadt Ibbenbüren, geht „Gelingendes Aufwachsen“ nun in die Umsetzungsphase. Dazu fand jetzt die Auftaktveranstaltung im Saal der Musikschule statt.

„Gelingendes Aufwachsen“ – was ist das überhaupt? Bei diesem Projekt geht es darum, die Kompetenzen von Jugendamt und jobcenter gebündelt noch effektiver zugunsten der Kinder einzusetzen. Denn: Kinder, die im Rahmen der Jugendhilfe unterstützt werden und deren Eltern SGB-II-Leistungen beziehen, sind nachweislich in diversen Lebensbereichen benachteiligt. Um auch ihnen ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen, verstärkt das Jugendamt Ibbenbüren mit dem Jobcenter als Kooperationspartner die gemeinsamen Beratungsstrukturen künftig noch weiter.

Durch die künftig noch intensivere Zusammenarbeit entsteht ein großer Mehrwert für Familien. „Wir wollen damit gewährleisten, Familien umfassend zu beraten – und zwar aus beiden Bereichen. Wir wollen die individuellen Bedarfe und Herausforderungen der Familien einbeziehen, um dann noch passgenauer helfen zu können, denn das ist wichtig. Jede Familie hat eine ganz individuelle Lebenssituation, auf die wir bestmöglich reagieren wollen“, sagt die städtische Fachdienstleiterin Kinder, Jugend und Familie, Ilka Cohrs. Durch die gemeinsame Beratung von Jobcenter und Jugendhilfe soll Familien mit Kindern im Alter zwischen 3 bis 8 Jahren eine ganzheitliche Unterstützung angeboten werden – ganz im Sinne der Kinder.

Nach einem Begrüßungs-Interview mit Ilka Cohrs und Martina Hannweber vom städtischen Fachdienst Kinder, Jugend und Familie sowie vom jobcenter Kreis Steinfurt Tanja Naumann (Vorstand Markt und Integration), Ingo Hüttmann (stv. Sachgebietsleitung im Regionalbereich Ibbenbüren) und Merle Streich (Projektgruppenmitglied) führte Moderatorin Sarah Vazquez durch das Programm. Nach der Vorstellung des Projektes anhand der verschiedenen Bausteine hatten die Fachkräfte in Form eines Gallery Walks die Möglichkeit ihre fachlichen Gedanken und Anregungen zu verschiedenen Projekt-Bausteinen einzubringen. Und das haben sie auch getan. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam ein Bündel aus vielen Ideen und Anregungen für die gemeinsame Arbeit zusammen, die nun gemeinsam umgesetzt werden. Deshalb waren sich jedoch alle Beteiligten schon jetzt einig: Das Projekt und die Stärkung der ämterübergreifenden Zusammenarbeit wird ein großer Gewinn für die Familien sein.

Stichwort Kommunale Prävention:
Passgenaue kommunale Unterstützungsleistungen müssen „vom Kind aus gedacht“ werden und sollen vorhandene Barrieren zwischen den unterschiedlichen Systemen und Zuständigkeiten überwinden. Dies geschieht durch kommunale Präventionsketten. Damit ist eine kommunale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und ihre Familien gemeint - entlang der alters- bzw. entwicklungsbezogenen Biografie und den entsprechenden Handlungsfeldern. Damit alle Kinder eine faire Chance auf die Entfaltung ihrer Fähigkeiten haben, müssen sämtliche Förder- und Unterstützungsangebote gut zusammenspielen. „Wir als zuständiger städtischer Fachdienst müssen uns dafür mit vielen anderen Institutionen abstimmen, damit allen Kindern ein gelingendes Aufwachsen ermöglicht werden kann“, sagt Ilka Cohrs.