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Datum: 22.05.2020

Eichenprozessionsspinner: Bekämpfung wird in die Wege geleitet

Bürger brauchen sich nicht bei der Stadtverwaltung zu melden

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Münsterland
Bild von ceskyfreund36 auf Pixabay

Ibbenbüren, 22. Mai 2020. Er ist unbeliebt. Er bereitet Probleme. Deshalb hat ihn die Stadt Ibbenbüren auch genau im Visier. Sie behält ihn im Auge, um zu wissen, was er tut – und wann sie gegen ihn einschreiten muss: Der Eichenprozessionsspinner ist für den städtischen Fachdienst Recht und Ordnung wie für die Baumexperten des Ibbenbürener Bau- und Servicebetriebs (BIBB) seit Beginn dieser Woche ein Fall verschärfter Beobachtung. Mit Beginn der kommenden Woche werden weitergehende Maßnahmen gegen ihn in die Wege geleitet werden.

„Seit Anfang der Woche befanden sich die Eichenprozessionsspinner auf dem Weg“, erklärt Friedhelm Sprick. Die Prozession der Raupen, so der BIBB-Fachmann für alles, was grünt und wächst, diene der Suche nach geeigneten Orten zum Nestbau. „Aktuell sind die Nester an Bäumen größtenteils im Bau beziehungsweise der Eichenprozessionsspinner befindet sich bereits darin“, so Sprick. Ab Montag kommender Woche werden Kontrolleure des BIBB im Einsatz sein, um die Bäume und Nester in genauen Augenschein zu nehmen. Ab Mittwoch dann soll es an die „Ausführung“ gehen, wie Sprick es formuliert – heißt: an die konkrete Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners samt seiner Nester.

Die Schädlingsbekämpfungsexperten folgen dabei der bereits aus den vorangegangenen Jahren bekannten Prioritätenliste. Diese beginnt mit Freibädern, Erholungsgebieten (Aasee), Schulen einschließlich den dort gelegenen Spiel- und Bolzplätzen sowie wichtigen Schulwegen. Darauf folgen Sport-, Spiel- und Bolzplätze, welche nicht zu Schulen gehören, Friedhöfe und Straßen.

Da die Stadt Ibbenbüren selbst und stetig den Eichenprozessionsspinner nach Maßgabe der Prioritätenliste kontrolliert und bekämpft, mögen Bürger, die die Raupen und deren Bauten sichten, von entsprechenden Meldungen an die Stadtverwaltung ausdrücklich absehen. Sprick: „Wir haben es im Blick – und arbeiten automatisch nach Priorität ab.“

Wichtig auch und deshalb zu beachten: Auf seinem eigenen, privaten Grundstück ist jeder selbst für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners verantwortlich. Hierzu sollten wegen der Schädigungsgefahr durch die Raupen in jedem Fall Fachunternehmen kontaktiert werden. Keinesfalls sollten Privatleute auf eigene Faust und mit eigenen, unter Umständen unzureichenden Mitteln gegen die Raupen und ihre Behausungen zu Felde rücken.