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Datum: 07.07.2021

Dynamische Entwicklung der Stadt beeindruckt den Landrat

Sommerradtour führt Dr. Martin Sommer nach Ibbenbüren / Bunter Themenstrauß zeigt ganze Bandbreite städtischer Aktivitäten

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Viel geradelt, viel gesehen: Bei seinem Abstecher nach Ibbenbüren im Rahmen seiner Sommerradtour erhielt Landrat Dr. Martin Sommer von Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer und weiteren städtischen Vertretern einen umfassenden Überblick über wichtige Themen und Projekte, denen sich die Stadt Ibbenbüren aktuell und in Zukunft widmet. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Elshoff)

Ibbenbüren, 7. Juli 2021. Als Dr. Martin Sommer vor einigen Wochen seinen Besuch in Ibbenbüren ankündigte, mussten Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer und der Technische Beigeordnete, Uwe Manteuffel, nicht lange überlegen. An aktuellen Handlungsfeldern, ambitionierten Projekten und ehrgeizigen Zielen, die man dem Landrat bei seinem Abstecher im Rahmen seiner Sommerradtour vorstellen könnte, mangelt es der Stadt Ibbenbüren beileibe nicht. Ob Mobilität, Entwicklung des Zechengeländes, Baumaßnahmen an den Schulen, am Aaseebad oder die konsequente Optimierung der Aufenthalts- und Freizeitmöglichkeiten am Aasee – das Themenspektrum ist breit gefächert.

Und so sattelten Dr. Martin Sommer, Dr. Marc Schrameyer, Uwe Manteuffel, weitere Vertreter der Stadt Ibbenbüren und des Kreises Steinfurt – darunter die neue Kreisdirektorin Alexandra Dorndorf – sowie Ibbenbürener Bürgervertreter am frühen Nachmittag die Fahrräder für ihre knapp dreistündige Berg-und-Tal-Tour durch den östlichen Teil der Stadt. Was sie dabei in Augenschein nahmen, worüber sie sich austauschten – die folgende schlaglichtartige Zusammenfassung über aktuelle städtische Maßnahmen gibt hierüber Aufschluss.

Station 1: Brücke über die Osnabrücker Straße und Bahnhof
  • Umfassend umgestaltet werden wird die Osnabrücker Straße zwischen dem Ibbenbürener Bahnhof und der Rheiner Straße. Die nötigen Beschlüsse dafür hat der Rat in seiner letzten Sitzung einstimmig gefasst. Die bergauf führende Kriechspur wird aufgelöst, dafür wird auf beiden Straßenseiten jeweils ein Radweg entstehen. Ziel der Maßnahme ist, die Sicherheit der Radfahrer hier zu verbessern. Aber auch sollen die neuen Radwege Anreiz für eine verstärkte Nutzung des Fahrrades anstelle des Autos, zum Beispiel für den Weg zur Arbeit, sein. Der Umbau der Osnabrücker Straße ist für das kommende Jahr geplant.
  • Seiner großen Bedeutung als zentraler Verkehrsknotenpunkt oder auch als Eingangstor für Ankommende und Durchreisende wird der Bahnhof Ibbenbüren wegen zum Beispiel fehlender Barrierefreiheit aktuell nicht gerecht. Unter umfassender Beteiligung der Öffentlichkeit hat die Stadt Ibbenbüren daher eine Rahmenplanung für das Bahnhofsumfeld entwickelt. Außerdem hat sie zuletzt große Teile des bestehenden Empfangsgebäudes gekauft und so eine wichtige Grundlage für dessen Neuentwicklung geschaffen. Darauf aufbauend wird im Zeitraum 2021 bis 2022 ein städtebaulicher Wettbewerb stattfinden, der die Planungen weiter konkretisieren und eine Umsetzung vorbereiten soll. Erste bauliche Maßnahmen sind ab Mitte 2023 vorgesehen.
Station 2: Zechengelände Oeynhausen
  • Weiterentwicklung Masterplan: Aktuell erarbeitet die Schnittstelle Kohlekonversion Konzepte unter anderem zu den Themen Verkehrsinfrastruktur, Ver- und Entsorgung und Bodenmanagement. Ziel ist es, Mitte 2022 hierzu umsetzungsfähige Ergebnisse vorliegen zu haben.
  • Das „Tor West“, der neue Eingang in das Zechengelände, wird derzeit in einem Wettbewerbsverfahren weiter konkretisiert. Die Ergebnisse werden Anfang 2022 vorliegen.
  • Ebenfalls im Bereich von „Tor West“ wird ein Gründer- und Innovationszentrum mit dem Namen „INOWERK“ entstehen. Verschiedene Initiativen, Maßnahmen und Akteure aus der Region sollen hier im Sinne der Stärkung der regionalen Entwicklung und der Bündelung von interkommunalen Potenzialen zusammengeführt werden.
  • Teil des Konversionsprozesses ist auch der Erhalt und die Weiterentwicklung des Bergbaumuseums. Als Standort ist die ehemalige Werkstatthalle 1 für eine multifunktionale Nutzung aus Museums-, Ausstellungs- und Lernort in Verbindung mit Gastronomie und Veranstaltungen vorgesehen. Mit an Bord ist der Natur- und UNESCO-Geopark TERRA.vita.

Station 3: Schulzentrum Kepler-Gymnasium / Gesamtschule
  • Die Bauarbeiten haben begonnen. Im Bereich der ehemaligen Sporthalle und anschließend an den vorhandenen Baukörper wird das Johannes-Kepler-Gymnasium einen Erweiterungsbau erhalten, welcher im Kern das Gebäude unter anderem um eine Mensa, eine Bibliothek, Differenzierungsräume und ein Lehrerzimmer erweitern wird. Der Neubau soll in der ersten Jahreshälfte 2023 fertiggestellt sein. In Anschluss wird das Bestandsgebäude umfangreich saniert.
  • Für das gesamte Schulzentrum, bestehend aus Gesamtschule, Kepler-Gymnasium, Sporthallen und einer möglichen Entwicklungsfläche, wird derzeit geprüft, ob ein eigenes Nahwärmenetz wirtschaftlich umsetzbar ist.
  • Unterführung Kepler-Gymnasium: Der Bahnübergang soll aufgegeben werden. Als Ersatz wird durch die Deutsche Bahn AG eine Fußgänger- und Radfahrerunterführung gegenüber dem Gymnasium gebaut.
Station 4: Aasee
  • Die bisherige Skateanlage am Nordufer des Aasees wird derzeit umfassend zu einem Outdoorsportpark mit verschiedenen Sport- und Freizeitmöglichkeiten umgestaltet. Die Fertigstellung ist für den November vorgesehen.
  • Sandfang: Die Stadt Ibbenbüren beabsichtigt, den ökologischen Zustand der Ibbenbürener Aa zwischen dem Aasee und dem Ostring zu verbessern. Im Rahmen einer gewässerbaulichen Maßnahme soll das Entwicklungspotential des Gewässers mobilisiert werden. Hierzu soll ein naturnaher Sandfang angelegt, der vorhandene Sohlabsturz zurückgebaut und die Aa auf einer Fließstrecke von etwa 1200 Metern (im neuen Verlauf) ökologisch umgestaltet werden.
Station 5: Aaseebad

Das vorhandene Aaseebad wird einem multifunktionalen Neubau weichen. Um einen lückenlosen Badespaß sicherzustellen, soll das Bestandsbad so lange in Betrieb gehalten werden, bis der erste Bauabschnitt des Neubaus in direkter Nachbarschaft fertiggestellt ist. Anschließend werden der Abriss sowie der Start der nächsten Bauabschnitte folgen.

Dr. Martin Sommer zeigte sich begeistert ob der zahlreichen Projekte, die die Stadt Ibbenbüren anpackt und konsequent vorantreibt. „Ich habe heute erlebt, wie dynamisch sich die Stadt entwickelt“, betonte der Landrat am Ende der Radtour. Auch freute er sich über die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Steinfurt und der Stadt Ibbenbüren. Ein Lob, das Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer gerne und gleichermaßen zurückgab. Der gute Austausch zwischen Kreis und Stadt wurde anschließend auch bei dem einen oder anderen kühlen Getränk zum Abschluss am Ibbenbürener Beach fortgesetzt.