Inhalt
Datum: 11.01.2021

Dieses Ticket bringt Schüler weiter

Clever und klimaschonend mobil: Ab Februar gilt das neu entwickelte Schülerjahresticket / Im gesamten Tarifgebiet Westfalen gültig

Bus Schulbus Schüler Maske
Einsteigen, abfahren, im gesamten Tarifgebiet Westfalen herumkommen: Das neue Jahresticket für die Schüler städtischer weiterführender Schulen in Ibbenbüren macht es ab Februar möglich. (Foto: RVM)

Ibbenbüren, 11. Januar 2021. Der Start rückt näher: Mit dem Februar führt die Stadt Ibbenbüren für alle 3335 Schüler der städtischen weiterführenden Schulen ein pauschales Schülerjahresticket ein. Dieses gilt dann auch für die 1709 Schüler, die bislang keinen Anspruch auf eine Schülerjahreskarte hatten. Das neue Ticket besitzt an 365 Tagen im Jahr Gültigkeit. Es ist nicht nur für den Schulweg nutzbar, sondern ebenso in der Freizeit und in den Ferien. Es ist darüber hinaus im gesamten Tarifgebiet Westfalen gültig – und ermöglicht den jungen Karteninhabern hierdurch Mobilität auf vielen Strecken.

Die Stadt Ibbenbüren hatte im vergangenen Jahr auf Initiative Bürgermeister Dr. Marc Schrameyers das neuartige Schülerjahresticket gemeinsam mit der RVM entwickelt. „Von dieser neuartigen Schülerjahreskarte haben Schüler, deren Eltern und die Umwelt gleichermaßen einen klaren Vorteil“, freut sich der Initiator auf den anstehenden Start. Dr. Schrameyer: „Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Diskussionen über die Länge des persönlichen Schulweges, auch darüber, warum das bisherige Schülerticket nur für die Wege zwischen dem Zuhause und der Schule selbst genutzt werden konnte, nicht aber in der Freizeit, am Wochenende oder in den Ferien.“ Mit dem neuartigen Ticket erübrigen sich künftig alle diese Diskussionen. Stattdessen kann einfach tarifweit gefahren werden. Um rund 1700 Ibbenbürener Schüler zusätzlich mit dem neuen Ticket auszustatten, werden dabei lediglich sehr geringe Mehrkosten fällig. Ein tolles Angebot, von dem künftig viele junge Menschen profitieren. „So wird Bus- und Bahnfahren besonders in der Freizeit ganz einfach“, sagt Michael Klüppels, Leiter des RVM-Verkehrsmanagements, und ergänzt: „Auch Eltern werden entlastet, wenn Jugendliche Fahrten in die Stadt oder zu Freunden künftig mit dem ÖPNV unternehmen und nicht auf den Fahrdienst der Eltern angewiesen sind.“

Das neue pauschale Schülerjahresticket kombiniert neben seiner Reichweite im Tarifgebiet Westfalen weitere eindeutige Vorteile:

  • Gleiche Möglichkeiten für alle: Alle Schüler der weiterführenden Schulen in städtischer Trägerschaft werden im Rahmen der Schülerbeförderung gleichgestellt.
  • Entlastung für Eltern: Mit dem neuen Ticket entfallen alle finanziellen Beteiligungen von Eltern an den Fahrtkosten ihrer Kinder zur Schule.
  • Gut für Straße und Klima: Das pauschale Schülerjahresticket spart Individualverkehre ein, etwa bei schlechtem Wetter oder zu außerschulischen Veranstaltungen. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird gleichzeitig gestärkt, vorhandene Kapazitäten werden besser ausgenutzt.
  • Plus an Sicherheit: Das neue Ticket bietet eine hohe Verkehrssicherheit für Schüler im öffentlichen Verkehr.
  • Mehr für Schule: Die weiterführenden Schulen können innerhalb des Geltungsbereichs des Westfalen-Tarifs den ÖPNV für schulische Exkursionen oder Ausflüge nutzen.

An der Beförderung für Ibbenbürener Grundschüler ändert sich durch die Neuerung nichts. Grundschüler, die derzeit anspruchsberechtigt sind, erhalten auch weiterhin ihre Schülerjahreskarte. Bislang nicht vorgesehen ist, die weiteren Grundschüler mit einem vergleichbaren Schülerjahresticket auszustatten.

Hintergrund hierzu: Aktuell besteht nach der NRW-Schülerfahrkostenverordnung eine Berechtigung für diejenigen Grundschüler, die weiter als zwei Kilometer von ihrer jeweiligen Schule entfernt wohnen. Diese werden durch Linienverkehre und nur in ganz seltenen Fällen mit Spezialverkehren zu ihren jeweiligen Schulen transportiert. Die Grundschulen sind wohnortnah gelegen. Deswegen besteht keine Notwendigkeit, die weiteren Schüler, die derzeit kein Ticket haben, allerdings auch weniger als zwei Kilometer entfernt von ihrer Grundschule wohnen, mit einem solchen in Gültigkeit und Reichweite ausgebauten Ticket auszustatten. Zumal der eigentliche Mehrwert des Tickets, nämlich die Freizeitnutzung im Westfalen-Tarif, für Grundschüler aufgrund ihres Alters nicht gegeben wäre.

Zum Thema

Ein Ticket mit mehr Wert für viele Schüler

Im laufenden Schuljahr besuchen 3335 Schüler die weiterführenden Schulen der Stadt Ibbenbüren. Von diesen verfügten bislang 1626 über eine Schülerjahreskarte zur Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Sie erhielten ihr Ticket nach der NRW-Schülerfahrkostenverordnung beziehungsweise hatten sie nach der Ibbenbürener Sonderregelung Anspruch auf ein sogenanntes Bergticket. Nicht anspruchsberechtigt waren bislang 1709 Schüler an den städtischen weiterführenden Schulen.

Bis dato war es so geregelt, dass die Schülerjahrestickets berechtigten Schülern ermöglichten, die Schulwege mit dem ÖPNV zurückzulegen. An Nachmittagen, am Wochenende oder auch in den Ferien konnte das bisherige Schülerjahresticket nicht genutzt werden. Die Fahrkarten galten bis dato darüber hinaus jeweils nur für die gebuchte Preisstufe.

Das neue, erweiterte Schülerjahresticket schafft ab Februar somit deutlich mehr Nutzwert für mehr junge Menschen als bislang.